Bissig: Die Razer Krait unter der Lupe


Erschienen: 22.08.2006, Autor: Jochen Schembera
Spieletests

Die Krait durfte sich auf dem bewährten Everglide Titan austoben

Für unsere Spieletests kommen wie immer bestimmte Games zum Einsatz, die wir standardmäßig für solche Aufgaben nehmen. Dazu zählen das etwas angejahrte, aber immer noch höllisch schnelle Quake 3 Arena, Half-Life² und Breed. Zwar gehört Breed ebenfalls nicht mehr zu den neuesten Spielen, aber es gibt wenige Shooter mit einer derart hektischen Schlusssequenz, wie es bei Breed der Fall ist. Hier ist Speedgaming bei hoher Zielgenauigkeit gefragt und genau das soll die Krait leisten.

Man muss neidlos anerkennen, dass die Krait diese Aufgaben hervorragend meistert. In Quake Arena waren wir mit der Maus sehr zufrieden. Man hat das Gefühl, einfach einen Tick besser zu spielen als mit einer herkömmlichen Maus. Ob das ein subjektiver Eindruck ist, sei dahingestellt. Objektiv ist es ohnehin eine sehr individuelle Sache, mit welcher Maus der jeweilige Spieler am Besten zu Recht kommt. Breed geht ebenfalls sehr gut von der Hand. Eine winzige Mausbewegung genügt für eine präzise Drehung in die gewünschte Richtung. Allerdings ist eine gewisse Eingewöhnungszeit sowie das Experimentieren mit den verschiedenen Empfindlichkeiten und Beschleunigungen gefragt, denn die Krait lässt sich hier sehr fein abstimmen.

In Half-Life² leistet sich die Krait ebenfalls keine Schwächen, denn das Zielen gelingt sehr genau. Allerdings empfiehlt es sich hier, die Beschleunigung etwas zu drosseln, denn Half-Life² ist insgesamt hinsichtlich seiner Spielgeschwindigkeit etwas langsamer als Quake oder Breed, so dass eine zu hohe Beschleunigung nur dazu führt, dass man den Überblick verliert. Zudem muss man bei Half-Life² etwas genauer zu Werke gehen als in Shootern wie Quake.

Die Software

Der Maus liegt eine Treiber-CD mit der Razer-Software für die Krait bei. Allerdings entschieden wir uns, den neuesten Treiber mit der Versions-Nummer 1.02 von der Razer-Homepage herunter zu laden. Erfreulich ist, dass der Treiber mit knapp 4 MB sehr klein ausfällt. Das kennt man in Form von 50 MB oder mehr messenden Treiberpaketen auch anders. Der Treiber sollte allerdings erst nach dem Anschluss der Maus an den Rechner installiert werden. Die Razer-Software legt ein Icon in der Schnellstartleiste an, so dass man direkt darauf zugreifen kann. Danach erscheint das Hauptfenster des Treibers. Hier fällt auch wieder die Razer-typische schwarz dominierte Farbgebung auf, die im Falle der Krait mit rostbraunen Tönen kontrastiert ist. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn Razer noch ein entsprechendes Skin-File nachlegt, denn auf den ersten Blick erscheint das Hauptfenster etwas unübersichtlich. Razer möchte sich mit seinen Treibern auch optisch von der Masse abheben, doch muss man das nicht über derart kleine Schriften und dunkle Farben machen. Dennoch findet man sich nach kurzer Zeit zurecht.

Der Treiber kommt in der für Razer typischen Optik

Im Gegensatz zum Treiber der Copperhead sind alle wesentlichen Funktionen in Tabs statt in Flyouts angelegt. Die Tabs sind nebeneinander angeordnet und bieten zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten wie etwa die Zuweisung bestimmter Funktionen zu den Tasten, wobei man hier entweder auf vorkonfigurierte Einstellungen zurückgreifen oder den Tasten selbst die gewünschten Funktionen in Form von Makros zuweisen kann. Dabei kann man hinsichtlich der Belegung der Maus zwischen einzelnen Tasten und Tastenkombinationen wählen. Hier sollte sich für jeden Nutzer die passende Auswahl finden. Darüber hinaus lassen sich in Untermenüs weitere umfangreiche Einstellung vornehmen. So kann die Funktion on-the-fly-sensivity aktiviert werden, die es ermöglicht, die Empfindlichkeit der Maus in 0,5-Schritten zwischen 1 und 10 mittels eines Tastendrucks bei gleichzeitiger Betätigung des Rades zu verstellen, ohne dass dazu das Treibermenü geöffnet werden müsste. Zudem bietet sich die Möglichkeit, die Beschleunigung und Geschwindigkeit des Mauszeigers, die Empfindlichkeit der X- und Y-Achse sowie die Doppelklickgeschwindigkeit und anderes mehr einzustellen. Zusätzlich gibt es noch diverse Testfelder, auf denen man die gewählten Geschwindigkeiten vor der Verwendung ausprobieren kann. Auch ein Update des Treibers ist über das Hauptfenster möglich. Insgesamt wird man hinsichtlich der konfigurierbaren Funktionen also nichts vermissen.

Kritik verdient die etwas magere Dokumentation. So hätten wir uns gewünscht, dass die einzelnen Funktionen der Krait etwas genauer erklärt sind. Auch die Online-Hilfedatei und die FAQ des Herstellers gehen nicht allzu weit über das hinaus, was bereits in der Dokumentation zu finden ist. Das ist verbesserungsbedürftig, aber dieses Manko haben wir schon bei der Copperhead festgestellt. Insofern sollte der Support hier künftig besser ausfallen, doch immerhin ist die Krait im Gegensatz zur Copperhead weitgehend selbsterklärend.

Technische Daten

In dieser Übersichtstabelle haben wir nochmals alle relevanten Daten zur Razer Krait zusammengestellt. Bei der Gewichtsangabe haben wir nur das Gewicht der Maus selbst gemessen, da dies hinsichtlich der Bedienung die relevante Größe ist.

Modell Razer Krait
Sensor Razer Precision optisch
Abtastrate 6400 fps / 5.8 Megapixel
Max. dpi-Wert 1600 dpi
Kabellänge 210 cm
Tastenanzahl 3 (+ Rad)
Besonderheiten Always-on Sofortreaktion
Aufbau symmetrisch
Datenübertragung 16 Bit
Betriebssysteme Windows 2000, XP, XP x64
Gewicht der Maus 80 gr.
Mitgeliefertes Zubehör Treiber-CD, Kurzdokumentation, Echtheitszertifikat, Aufkleber
UVP in Euro 39,99 .-


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