Der große Bruder: SteelSeries Ikari Laser


Erschienen: 26.02.2008, Autor: Jochen Schembera
Software

Das Display der Ikari Laser bietet wahlweise Auskunft über die gewählte Auflösung bzw. das Profil.

Waren wir bei der Ikari Optical beim seinerzeitigen Test vom 'Treiber' nicht gerade begeistert, weil er unserer Ansicht nach zu wenige Funktionen bot, so hat sich dieser Eindruck bei der Ikari Laser gewandelt. Der Treiber kann mit etlichen Funktionen aufwarten, die noch dazu innovativ und sinnvoll sind. Es sind eine ganze Menge Features vorhanden, die im Treiber eingestellt und dann als Profil auf der Maus abgelegt werden können, so dass das Wunschprofil auch ohne Treiber an jedem beliebigen Rechner zur Verfügung steht. In diesem Abschnitt wollen wir uns die einzelnen Funktionen näher ansehen.

Theoretisch benötigt die Ikari Laser zwar keinen Treiber, da alle Basisfunktionen inklusive der Verstellung der Auflösung auch ohne Treiber zugänglich sind, aber der Treiber bietet wesentlich mehr an Funktionen. Wir haben zunächst das Treiberpaket von der Homepage des Herstellers heruntergeladen. Dieses trägt die Versionsnummer 1.0 und deckt sich damit mit der mitgelieferten Version. Erfreulicherweise fällt der Treiber mit knapp 5,6 MB extrem schlank aus, wenn man bedenkt, dass Treiberpakete anderer Hersteller mittlerweile leicht 70 MB umfassen können. Nachdem die Maus an den Rechner angeschlossen ist, kann es an die Einrichtung gehen. Die Installation des für Windows XP und Vista geeigneten Treibers ist eine Sache weniger Minuten. Anschließend kann der Treiber entweder direkt über ein Desktopsymbol oder über das Startmenü aufgerufen werden. Alle Funktionen sind übersichtlich in Tabs angeordnet und fast selbsterklärend. Die oberste Reihe neben dem Flyout mit dem gewählten Profil dient dem Importieren, Speichern und Löschen der Profile. Der letzte Verweis in der Reihe bietet die Möglichkeit, vorkonfigurierte Profile online abzurufen und zu speichern. Ein Blick auf diese Funktion lohnt allemal, wenn man sich mit den Profilen grundlegend vertraut gemacht hat.

Der erste Tab dient der grundlegenden Einstellung der Maus. Hier lassen sich die verschiedenen Tasten der Maus umbelegen und man kann ihnen Makros zuweisen. Die Zuweisung der Makros ist eine recht einfache Sache, da lediglich der Button "Record" angeklickt werden muss. Anschließend lässt sich das Makro aufzeichnen. Unter der Funktion "Edit" kann das Makro bearbeitet werden, wobei sich die Verzögerung der Tastenfolge in ms einstellen lässt. Etwas unkomfortabel ist allerdings, dass man das Makro nicht schrittweise editieren kann. Hat man also einen Fehler bei der Programmierung gemacht, muss man das gesamte Makro löschen. Das ist etwas umständlich.

Möchte man der jeweiligen Maustaste allerdings nur eine bestimmte Taste des Keyboards zuweisen, macht man das am Besten direkt im Spiel selbst. Unserer Erfahrung nach funktioniert das bei der Ikari Laser problemlos. Flexibler wäre der Treiber allerdings, wenn man neben Makros auch einzelne Tasten zuweisen könnte. Neben diesen Funktionen lässt sich auch das Profil auswählen, das man der Maus zuweisen möchte. Ab Werk ist das Profil "default" eingestellt, das eine Auflösung von 800 cpi in der "low"- und 3200 cpi in der "high"-Einstellung bietet. Natürlich lässt sich dieses Profil umdefinieren. Man kann allerdings auch komplett neue Profile anlegen, die als Datei auf dem Rechner gespeichert werden und bei Bedarf in die Maus geladen werden können. Das Ganze unterliegt lediglich der Limitierung, dass jeweils immer nur ein Profil in der Maus gespeichert werden kann.

Das Profil der Ikari Laser fällt mit 36 mm Höhe recht flach aus.

Der zweite Tab dient der Einstellung des cpi-Wertes. Ein Novum ist, dass dieser gänzlich frei eingestellt werden kann. Man kann der Maus zwei cpi-Raten zuweisen, die über die Umschalttaste aufgerufen werden können. Dabei kann man in Einser-Schritten von 1 bis 3200 cpi wählen, welche Auflösung gewünscht ist. Das ist durchaus geschickt gemacht, zumal SteelSeries hier noch einen Schritt weiter gegangen ist und diese Funktion auch ohne Treiber verfügbar macht. Dazu muss lediglich in der jeweiligen Einstellung (high oder low) die Umschalttaste gedrückt gehalten werden und man bekommt auf der Unterseite der Maus im Display den aktuellen cpi-Wert angezeigt. Dieser lässt sich mittels des Mausrades wiederum in Einser-Schritten frei wählen. Ein nochmaliger Druck auf die Umschalttaste bestätigt die Auswahl und speichert sie. Das ist fraglos sehr gut gelöst und bietet die Möglichkeit, die Auflösung unterwegs problemlos anzupassen.

Der dritte Tab schließlich bietet die Funktion "Free Move". Damit ist gemeint, dass man die Korrekturfunktion der Maus, die normalerweise dafür sorgt, dass der Anwender eine gerade Linie leichter zustande bringt, in ihrer Wirkung einstellen kann. Je höher der Wert, desto weniger weicht die Maus von der gedachten geraden Linie ab. Diese Einstellung ist höchst interessant, denn damit kann man indirekt die Sensibilität der Maus beeinflussen, obwohl das mit der Auflösung nichts zu tun hat. Diesen Effekt merkt man gerade in Spielen sehr deutlich, denn in der niedrigsten Einstellung wirkt die Maus zuweilen fast schon nervös. Je mehr man diese Einstellung erhöht, desto geringer fällt der Effekt aus. Das ist ein neuartiges Feature, das wir so noch nicht gesehen haben.

Insgesamt gibt es unserer Auffassung nach wenig am Treiber zu klagen. Alle relevanten Funktionen lassen sich einstellen, so dass man sein Wunschsetup finden sollte. Lediglich die Tatsache, dass man den einzelnen Tasten im Treiber nur Makros statt einzelnen Keyboard-Tasten zuweisen kann, störte uns etwas. Dies nachzubessern, sollte für den Hersteller allerdings nicht schwer sein, denn es ist nur ein Treiberupdate nötig. Zudem muss man sich darüber im Klaren sein, dass man nur ein Profil auf die Maus legen kann. Daher sollte man also sicher sein, dass man alle benötigten Einstellungen korrekt vorgenommen hat, denn unterwegs lässt sich von der Auflösung abgesehen nichts mehr verändern.

Der Treiber bietet eine ganze Menge an sinnvollen Funktionen und sollte jeden Anwender zufrieden stellen.


Technische Daten

In dieser Übersichtstabelle haben wir nochmals alle relevanten Daten zur SteelSeries Ikari Laser zusammengestellt. Bei der Gewichtsangabe haben wir nur das Gewicht der Maus selbst gemessen, da dies hinsichtlich der Bedienung die relevante Größe ist. Bei den Preisangaben haben wir den UVP des Herstellers sowie den derzeitigen Marktpreis in Euro angegeben (Quelle: Geizhals.at, Stand: 02/08).


Modell SteelSeries Ikari Laser
Sensor Laser
Abtastrate 40.000 ips
Max. dpi (cpi)-Wert 3200 dpi (cpi)
dpi-Stufen 1 - 3200 dpi (cpi) frei wählbar
Kabellänge in cm 200
Anschluss USB
Tastenanzahl 5 (+ 1 dpi/cpi-Taste)
Gewicht der Maus in Gramm 104
Besonderheiten treiberlose Funktionalität, ummanteltes Kabel, programmierbare Makros, frei wählbare Auflösung
Aufbau für Rechtshänder
Betriebssysteme Windows XP, Vista, 2000, 98, ME, Mac OS
Lieferumfang Maus, Treiber-CD, Kurzanleitung, Aufkleber
UVP des Herstellers 79,99 Euro
Marktpreis ca. 49 Euro

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