Logitech MX 1000 vs. Razer Diamondback


Erschienen: 22.11.2004, Autor: Andreas Venturini
Testsystem

  • Windows XP Professional SP2
  • Logitech Set Point Software Version 2.11
  • Diamondback driver 4.0.0.3
  • Speedpad der Firma Com-Pad sowie Oberflächen aus Holz/Kunststoff und polierte Oberflächen
Design/Handling

Sowohl die Logitech als auch die Razer Maus liegen sehr gut in der Hand - bei der Diamondback gefällt die Beschichtung auf den Tasten, die sich als sehr angenehm entpuppt, auch wenn sie mehr dem Komfortfaktor als der Rutschfestigkeit zuträglich ist. Die konkave Daumenablage bei der MX 1000 bietet ebenfalls eine optimale Grifffestigkeit - die qualitativ hochwertige Verarbeitung der Maus überzeugt auf ganzer Linie. Bei der Diamondback hingegen fiel uns ein vergleichsmäßig lauter Anschlag der beiden Tasten auf. Die Einstellmöglichkeiten sind bei beiden Testkandidaten ähnlich vielfältig - die Software von Logitech wirkt zwar ein wenig benutzerfreundlicher, jedoch kann die Razer dies durch einen erhöhten Funktionsumfang wie die Skalierung der Empfindlichkeit auf x-und y- Achse ausgleichen.

Als sehr störend empfanden wir dahingegen die unglücklich gewählte Position der seitlichen Funktionstasten bei der Razer Maus, da der Daumen diese ständig berührt. Was im Office Bereich noch sinnvoll erscheinen mag, stellt sich spätestens bei Games als ärgerlich heraus. Wer möchte schon freiwillig in Mitten eines Gefechtes mit dem Endgegner von Doom III ganz unfreiwllig die Windows Startleiste öffnen? Auch wenn die Tasten nicht mit einer Funktion belegt sind, der stänige Kontakt mit den Seitentasten nervt auf Dauer. Hier punktet die Logitech Maus: Die Seitentasten sind leicht erhöht angebracht - betätigt werden können sie daher nur wenn der Anwender sie bewußt ansteuert.

Praxis: Office

Die das Mausrad einschließenden Tasten für Cruise Control bei der MX 1000 sind intellligent positioniert und versprechen maximalen Komfort - wie auch die, von den seitlichen Funktionstasten eingeschlossene, Prgrammumschalttaste. Letztere stellte sich besonders im Office Bereich als sehr komfortabel heraus. So können Sie problemlos zwischen verschiedenen Fenstern auf dem Desktop umschalten. Die Zusatztasten erlauben im Browser beispielsweise bequem vor und zurück zu navigieren oder einfach ganze Seiten zu durchscrollen. Das Mausrad hat nahezu keinen Widerstand, ganz im Gegensatz zu selbigem bei der Diamondback Maus. Hier spürt man sehr genau wie oft man am "Rad dreht", jedoch gefallen beide Varianten. Auch wenn die Razer im Office Bereich ob der ungeschickten Positionierung der seitlichen Funktionstasten nicht so überzeugen kann wie die Logitech Maus, die gezeigte Leistung ist jedoch immer noch sehr gut.

Praxis: Gaming

Um die Genauigkeit der Mäuse in Spielen herauszufinden, haben wir sie in Counter-Strike und FarCry getestet. Das Ergebnis überrascht: Hier kann die Logitech Maus der Razer nicht das Wasser reichen. Auch wenn mit der MX 1000 ein sehr gutes Gameplay möglich ist, der Gesamteindruck der Diamondback ist hier eindeutig der bessere. Das liegt zum Einen an dem Unterscheid im Gewicht: Obwohl die Logitech nicht gerade als Bolide zu bezeichnen ist, kann sie nicht mit der Razer, die nur 90 Gramm schwer bzw. leicht ist, mithalten. Zum Anderen an der Auflösung: Auch wenn die Bildbearbeitungsgeschwindigkeit von 5,8 Megapixel/Sekunde bei beiden Mäusen die selbe ist, hat die die MX 1000 nur eine Auflösung von 800 dpi - die Razer hingegen bietet doppelt so viel. Außerdem gefällt die gute Gleiteigenschaft der Diamondback.

Ohne das Speedpad ist von geschilderter Genauigkeit der Razer allerdings nicht mehr viel zu sehen - die MX 1000 erweist sich dort, ob der Laserabtastung, als eindeutig unabhängiger - außer Glas haben wir kein Material gefunden, auf dem sich die MX 1000 nicht, oder mit geringerer Präzision, betreiben ließe. Ihre Leistung bleibt weitesgehend konstant. Hier sei jedoch gesagt, dass die Razer im Verlgeich zu herkömmlichen Mäusen mit Dual-Optical Technologie immer noch deutlich besser auf Oberflächen wie Holz oder Kunststoff arbeitet.

Beide Mäuse reagieren auf kleinste Bewegungen und setzen diese präzise und schnell um. Die Diamondback lässt sich mit den höchsten Einstellungen für Geschwindigkeit und Beschleunigung optimal betreiben - bei der MX 1000 können Sie das getrost vergessen. Bereits eine mittlere Beschleunigung kombiniert mit einer hohen Zeigergeschwindigkeit führt zwangsweise zur Frustaufkommen.

Die Logitech MX 1000 zeichnet sich durch einen extrem niedrigen Energiebedarf aus - der Lithium Ionen Akku und die Ladestation sorgen dafür, dass Akkuwechsel der Vergangenheit angehören. Dank der Statusanzeige der Batterie wird diese Maus bei Ihnen so schnell nicht zum Stehen kommen. Falls es doch mal knapp werden sollte: nur wenige Minuten Aufladezeit genügen, um die Maus einen ganzen Tag lang benutzen zu können.

Als Tipp für kommende, lange Winterabende: Versuchen Sie doch einmal mit der Razer bei höchster eingestellter Doppelklickgeschwindigkeit einen Doppelklick zu vollziehen - es ist nachezu unmöglich. Ähnlich verhält es sich mit den maximalen Einstellungen bei Beschleunigung und Geschwindigkeit der Logitech; diese dann noch zu zähmen gestaltet sich als extrem schwierige Aufgabe.


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