Zielgenau? Drei aktuelle Gaming-Mäuse


Erschienen: 16.04.2007, Autor: Jochen Schembera
Lieferumfang

Wie üblich bei Razer bekommt der Kunde viel Papier mitgeliefert

  • Razer Death Adder-Maus
  • Treiber-CD
  • Schnellstartanleitung
  • Dokumentation
  • Echtheitszertifikat
Ausstattung

Die Death Adder stellt den jüngsten Spross der Razer-Familie dar. Mittlerweile kann die Firma auf ein erkleckliches Portfolio an verschiedenen Geräten zurückblicken, doch scheint man mit der Death Adder in der Tat eine Abkehr von der alten, eher klassischen Razer-Form vollzogen zu haben. War die Formgebung von der Diamondback bis hin zur Krait doch mehr oder weniger die gleiche, so orientiert sich die Death Adder stark an der Habu. Ein flüchtiger Blick auf die Death Adder könnte zur Annahme verleiten, man habe eine Habu vor sich. Ob das nun ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit Microsoft ist oder ein Zugeständnis an die höheren ergonomischen Ansprüche der Kunden, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass die Death Adder mit einem gegenüber früheren Razer-Produkten wuchtigeren Mauskörper sowie breiteren Tasten aufwartet. Die Optik fällt nicht mehr ganz so spartanisch und aggressiv aus.

Das Erbe der Habu ist unverkennbar

Neu ist allerdings, dass Razer diesmal auf den üblichen umlaufenden Gummiring verzichtet hat. Dafür spendiert man der Death Adder ein beleuchtetes Razer-Logo auf dem Mauskörper. Dies dient nicht nur der Zierde, sondern gibt über ein Blinksignal das jeweils eingestellte Preset aus. Darüber hinaus pulsiert es während des Betriebes beständig. Das sieht gut aus, kann aber, ebenso wie die Beleuchtung des Rades, abgeschaltet werden, wenn man sich dadurch gestört fühlt. Die Oberseite der Maus besteht aus einem gummiartigen Material und fühlt sich ähnlich an wie bei der Habu. Die zwei Haupttasten laufen nach vorne breiter aus und sind mit Fingerkuhlen versehen. Das beleuchtete Rad, das zugleich die mittlere Taste darstellt, ist baugleich mit dem der Habu. Im Gegensatz zur Habu verzichtet Razer bei der Death Adder auf die zwei Tasten hinter dem Rad zur Änderung der Auflösung. Das ist allerdings nicht weiter störend. Zwei seitliche Tasten, die in Anordnung und Funktion ebenfalls annähernd denen der Habu entsprechen, komplettieren die Ausstattung. Auch hier schneidet Razer alte Zöpfe ab: Waren die Daumentaste von Diamondback, Pro 1.6 oder Copperhead doch eine eher fummelige Angelegenheit, hat man sie bei der Death Adder mit einem satten Druckpunkt und einer genügend großen Fläche versehen, so dass sie gut bedienbar sind. Diese Zugeständnisse sorgen dafür, dass der Mauskörper wuchtiger ausfällt. Das drückt natürlich auf die Waage: Mit 105 Gramm fällt die Death Adder knapp 20 Gramm schwerer aus als die bisherigen Modelle. Das klingt nicht nach viel, doch wenn man etwa das Leichtgewicht Krait mit der Death Adder vergleicht, sind die Unterschiede sofort spürbar. Dennoch ist das alles andere als unangenehm, denn die Death Adder schmiegt sich angenehm in die Handfläche.

Hinsichtlich der inneren Werte finden wir nichts wesentlich Neues, doch scheint Razer einen neuen Sensor verbaut zu haben. Der bisherige optische Sensor, der bis zu 1600 dpi lieferte und bei der Diamondback, Pro und Krait zum Einsatz kam, ist einem Modell mit 1800 dpi gewichen. Es firmiert wie immer unter dem Label Razer Precision, allerdings erfährt man über den Hersteller des Sensors nichts Näheres. Die übrigen Features sind bekannt und bewährt: Hyper Response-Tasten, Always-on-Sofortreaktion, On-the-fly-Sensivity sowie weitgehend frei programmierbare Tasten komplettieren das Bild. Auf den 32 Kb Onboard-Speicher wie bei Habu oder Copperhead verzichtet man allerdings. Es gibt dennoch die Möglichkeit, Makros mit bis zu 16 Zeichen abzulegen, wie das bei der Krait bereits möglich war. Im Hinblick auf Ergonomie und Ausstattung leistet sich Razer bei der Death Adder also keine Schwächen. Dennoch war zum Testzeitpunkt auch für die Death Adder ein Firmware-Update nötig. Dazu jedoch mehr im Abschnitt Software.

Funktion

Die Frontpartie der Death Adder

Insgesamt gibt uns die Death Adder keinen Grund zur Klage, das vorweg. Ergonomisch gesehen verfolgt man den mit der Habu eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Punkten kann die Death Adder im Alltagsbetrieb damit, dass sie sich völlig unauffällig bedient. Nichts stört oder fühlt sich unhandlich an. Es scheint, dass Razer aus den ergonomischen Schwächen der Vorgänger Konsequenzen gezogen hat, denn die Death Adder dürfte fraglos die bisher anwenderfreundlichste alle Mäuse sein, die diese Firma produziert hat. Im Office- und Desktopbetrieb war die ganze Zeit über ein entspanntes Arbeiten möglich. Formgebung und Funktion der Razer erlauben eine präzise Bedienung, seien es Bildbearbeitung oder andere Aufgaben. Hier kann man festhalten, dass Razer eine Gaming-Maus geschaffen hat, die uneingeschränkt auch für den Office-Alltag genutzt werden kann. Das ist etwas, was man der Krait oder der Copperhead nicht nachsagen konnte. Ob damit die spieletauglichkeit der Death Adder leidet, klären wir auf der nächsten Seite. Zu diesem Zeitpunkt können wir der neuen Razer jedenfalls eine klare Empfehlung aussprechen.



Vor scrollenWeitere Artikel aus der Kategorie EingabegeräteZurück scrollen
Bewerten Sie diesen Artikel!

Bewertung nur durch Mitglieder möglich!

Bewertungen: 7 (Ø 2,29)