Sapphire Radeon HD 6990 im Praxistest


Erschienen: 19.04.2011, Autor: Stefan Boller, Patrick von Brunn

AUSUM: Overclocking-Mode

Auf Seite 1 haben wir bereits angedeutet, dass die AMD Radeon HD 6990 trotz bewährter Technik für Aufsehen sorgen kann. Dies liegt vor allem an einem kleinen Schalter in Nähe der CrossFire-Kontaktleiste. Dieser dient bei Radeon HD 6950 bzw. HD 6970 als Dual-BIOS-Switch, um vom Werks-BIOS (read-only) auf das zweite BIOS, das man beliebig flashen darf, umzuschalten. Im Falle der HD 6990 nennt man den Schalter nun AUSUM (Antilles Unlocking Switch for Uber Mode) und bietet die Möglichkeit das Board einfach per Schalterstellung zu übertakten. Hierzu hat AMD in einem weiteren BIOS-Chip ein modifiziertes BIOS hinterlegt, das dem Anwender zusätzliche Möglichkeiten gibt.

Mit dem Umschalten von "2" (Werkseinstellungen) auf "1" wird zum Einen die Chip-Frequenz von 830 auf 880 MHz gesteigert und zum Anderen die an den GPUs anliegende Spannung von 1,120 auf 1,175 Volt angehoben. Um nun leistungsmäßig nicht in der PowerTune-Begränzung hängen zu bleiben, wird auch die maximale PowerTune-Leistungsaufnahme auf fast unglaubliche 450 Watt angehoben (PCI-SIG-Spec. wird 50% überschritten!). Durch die Änderung von Frequenz und Spannung verschiebt sich ebenso die Typical Gaming Power von 350 auf 415 Watt.

Hinweis: AMD übernimmt keine Haftung für Schäden, die durch das Übertakten per AUSUM-Schalter und/oder Software verursacht wurden!

Da man sich mit der non-OC-Schalterstellung bzw. 375 Watt maximaler Leistungsaufnahme bereits außerhalb der PCI-SIG-Spezifikation bewegt, hat man mit AUSUM lediglich den Rahmen noch etwas weiter überschritten. Technisch sind derartige Leistungen für die Netzteile bzw. Stecker wie bereits erwähnt kein Problem. In Sachen Performance kann die HD 6990 durch die Übertaktung jedoch nur etwa 4-5 Prozentpunkte zulegen (bei 6% höherer Frequenz). Deutlich interessanter ist die Schalterstellung "2" vielmehr für diejenigen Anwender, die noch weiter übertakten möchten, denn durch das erhöhte PowerTune-Limit von 450 Watt und die 0,055 Volt zusätzliche GPU-Spannung sind die Voraussetzungen hierfür sehr gut. Zweifellos wird es auch mit der HD 6990 wieder den einen oder anderen ambitionierten OC-Rekordversuch geben!

Lieferumfang

Bevor wir auf die Benchmarks der Radeon HD 6990 von Sapphire eingehen, möchten wir kurz den Lieferumfang erläutern. Neben einem Quick Installation Guide finden wir in der Verpackung auch die obligatorische Treiber-CD sowie einen Sapphire Case-Badge zur Verzierung des PC-Gehäuses. Seitens der mitgelieferten Adapter orientiert sich Sapphire an den Bundle-Vorgaben von AMD, legt aber "noch eine Schippe drauf"! Insgesamt darf sich der Kunde über fünf Adapter freuen, wozu auch ein DVI-VGA-Adapter zählt. Ansonsten finden wir folgende vier mini-DisplayPort-Adapter im Karton der Karte: DisplayPort (Fullsize), 2x Single-Layer-DVI-Adapter (aktive und passive Ausführung) und einen HDMI-Adapter (passiv). Abgerundet wird der Lieferumfang von einer CrossFire-Bridge, um zwei HD 6990-Grafikkarten in einem CrossFire-Setup betreiben zu können. Folgend der gesamte Lieferumfang auf einen Blick:

  • Sapphire Radeon HD 6990, 2x 2 GB GDDR5
  • Software- und Treiber-CD
  • Sapphire Case-Badge
  • DVI-VGA-Adapter
  • mini-DisplayPort-DisplayPort-Adapter
  • 2x mini-DisplayPort-DVI-Adapter (aktiv und passiv)
  • mini-DisplayPort-HDMI-Adapter (passiv)
  • CrossFire-Bridge
  • Quick Start Installation Guide

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