HIS Radeon HD 6950 IceQ X Turbo im Test


Erschienen: 19.06.2011, Autor: Stefan Boller, Patrick von Brunn
Lieferumfang

Bevor wir auf die technischen Daten der Radeon HD 6950 Grafikkarte eingehen, möchten wir kurz den Lieferumfang erläutern. Neben der obligatorischen Treiber-CD finden wir außerdem eine CrossFire-Brücke und eine Installationsanleitung mit im Karton der Karte. Für den Anschluss eines analogen Monitors an einen der DVI-Ports der Karte, hat man einen DVI-VGA-Adapter beigelegt. Des Weiteren denkt man auch an die Besitzer von älteren Netzteilen, die evtl. noch keine zwei PCIe-Stromanschlüsse besitzen, und fügt dem Lieferumfang zwei Molex-6-Pin-PCIe-Adapter hinzu. Auf weitere Beigaben hat man verzichtet. Folgend der gesamte Kartoninhalt auf einen Blick:

  • HIS Radeon HD 6950 IceQ X Turbo, 2 GDDR5
  • Software- und Treiber-CD
  • CrossFire-Bridge
  • Installationsanleitung
  • 2x Molex-PCIe-Adapter
  • DVI-VGA-Adapter
Technische Daten

Wie bereits die GPUs der vorherigen Generationen, werden auch die neuen Cayman-Grafikchips von TSMC in einem 40 nm Prozess hergestellt. Für die Berechnung komplexer 3D-Darstellungen stehen den Chips der Radeon HD 6900 Familie 352 (HD 6950) bzw. 384 (HD 6970) 4-dimensionale Shader-Einheiten zur Verfügung. Im Vergleich zu den Chips der HD 6800-Familie, ergibt sich hierbei schon der erste größere technische Unterschied: ATi hat das Design der Recheneinheiten von einer 5D-VLIW-Architektur auf 4D-Technik umgestellt. Das heißt, dass ein Shader somit aus vier und nicht mehr aus fünf einzelnen ALUs besteht und nach Angaben der Entwickler aufgrund des überarbeiteten Designs damit noch effizienter arbeiten kann. Konkret spricht man von einem Leistungszuwachs von etwa zehn Prozent pro mm² Fläche des Chips. Außerdem hat man im Front-End massiv die Rechenleistung gesteigert, was in Tesselation-lastigen Anwendungen teilweise bis zu 70 Prozent mehr Performance einbringen soll. EQ-AA ist ebenso neu und bereichert die GPU in Sachen Kantenglättung.

Ein weiteres neues Feature trägt die Bezeichnung "PowerTune" und richtet das Hauptaugenmerk auf die Leistungsaufnahme der Karte. Zusammengefasst dient PowerTune zum Einhalten einer bestimmten Leistungsaufnahme durch dynamisches Anpassen der Taktfrequenzen. Steigt die Last innerhalb einer Anwendung, werden die Frequenzen entsprechend reduziert um die gewünschte Leistungsaufnahme wieder einhalten zu können. Sinkt die Last, wird der Takt anschließend entsprechend wieder angehoben. Der Kunde soll auf die voreingestellten Grenzen via Overdrive-Menü Einfluss nehmen können, doch führen jegliche Änderungen zum Verlust der Garantie! Die maximale Leistungsaufnahme der Radeon HD 6950 beziffert AMD/ATi auf 200 Watt (limitiert durch PowerTune), wobei der typische Verbrauch bei 140 Watt liegt (Typical Gaming Power). Für die Stromversorgung sind zwei 6-Pin-PCIe-Anschlüsse notwendig. Die Frequenzen liegen im Falle des AMD-Referenzmodells bei 800 (Chip) bzw. 2.500 MHz (Speicher), die Speichermenge beträgt 2 GB GDDR5 (256 Bit Interface). Die IceQ X Turbo Variante von HIS kommt stattdessen mit einer werksseitigen Übertaktung von 840 bzw. 2.560 MHz. Wie sich dies auf die 3D-Performance der Karte auswirkt, klären wir auf den folgenden Seiten.

Ebenso darf sich die Grafikkarte über ein IceQ X Kühlung freuen, die laut Hersteller HIS besonder leise und effektiv agieren soll. Die Kühlung basiert auf einem Heatpipe-Konzept, das von einem 92 mm Lüfter unterstützt und so durch die notwendige Frischluft versorgt wird. Mehr zur Leistungsfähigkeit der Kühler-Konstruktion ab Seite 14 des Artikels.

Die HIS Radeon HD 6950 IceQ X Turbo mit 2 GB GDDR5 im Überblick.

Wie frühere Generationen verfügt auch die HD 6900 Serie über einen integrierten Hardware-UVD (Unified Video Decoder der 3. Generation), der die CPU-Last deutlich verringert und eine reibungslose Dekodierung von Blu-ray und HD-DVD-Inhalten sowohl für die Codecs VC-1 und H.264 als auch MPEG-Dateien ermöglichen soll. Neu hinzugekommen ist der Support für Multiple Video Coding für Blu-ray 3D. Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio und HDMI 1.4a werden ebenfalls unterstützt. So kann der Benutzer jetzt Digital Theatre-Anwendungen in noch höheren Auflösungen, Support für stereoskopische 3D-Displays sowie 7.1-Audio genießen. Die HD 6950 von HIS besitzt zwei DVI-, einen HDMI- und zwei Mini-DisplayPort-Anschlüsse, die eine große Vielfalt an Monitorkonfigurationen ermöglichen. Mit den neuen DisplayPort 1.2 Treibern lassen sich nun bis zu drei kompatible Monitore über einen einzigen DisplayPort-Ausgang steuern, was in der Summe den Anschluss von bis zu sieben Monitoren an der HD 6950 erlaubt. Folgend die technischen Eckdaten im Überblick.

Hersteller AMD Nvidia
Bezeichnung Radeon HD 6950 Radeon HD 6970 GeForce GTX 570
Logo
Grafikchip Cayman Cayman GF110
Fertigung 40 nm 40 nm 40 nm
Transistoren 2,64 Mrd. 2,64 Mrd. 3,0 Mrd.
Shader-Einheiten 352 (4D) 384 (4D) 480 (1D)
Shader-Frequenz 800 MHz 880 MHz 1.464 MHz
Chip-Frequenz 800 MHz 880 MHz 732 MHz
Rechenleistung 2.253 GFLOP/s 2.703 GFLOP/s 1.405 GFLOP/s
ROPs 32 32 40
TMUs 88 96 60
Pixelfüllrate 25.600 MPixel/s 28.160 MPixel/s 21.960 MPixel/s
Texelfüllrate 70.400 MTexel/s 84.480 MTexel/s 43.920 MTexel/s
Speicher-Frequenz 2.500 MHz 2.750 MHz 1.900 MHz
Speicher-Interface 256 Bit 256 Bit 320 Bit
Speicher-Bandbreite 160.000 MB/s 176.000 MB/s 152.000 MB/s
Speicher-Volumen 2.048 MB GDDR5 2.048 MB GDDR5 1.280 MB GDDR5
Shader-Model 5 5 5
Multi-GPU CrossFireX CrossFireX SLI

Die HIS Radeon HD 6950 IceQ X Turbo von der Unterseite.


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