Sapphire Radeon R7 250 Ultimate im Test


Erschienen: 01.08.2014, Autor: Stefan Boller, Patrick von Brunn
Technische Daten

Die R7 250 Ultimate von Sapphire ist vollständig passiv gekühlt.

Seit Ende letztes Jahr ergänzen die Grafikchips Radeon R7 250 (Oland XT) und R7 240 (Oland Pro) den Einstiegsbereich bei AMD und basieren auf der Oland-GPU, gefertigt in standesgemäßen 28 nm. Seit Februar dieses Jahr gehört ein weiterer Sprössling zur Radeon R7 250 Serie: Die Radeon R7 250X. AMD hatte auf eine umfangreiche, öffentliche Produktvorstellung verzichtet und die R7 250X (Cape Verde) hingegen heimlich, still und leise auf den Markt gebracht. Da es sich, bei einem näheren Blick auf die technischen Eckdaten, lediglich um eine Neuauflage der Radeon HD 7770 handelt, ist dieses Vorgehen durchaus nachvollziehbar. Ein weiterer neuer, alter Bekannter ist der "Cape Verde Pro"-Chip, der bei der Radeon R7 250E Verwendung findet.

Während sich die R7 250 mehr oder weniger als Nachfolger der Radeon HD 7730 präsentiert und daher auch über ähnlich technische Eckdaten verfügt, fehlt für die R7 240 ein konkreter Vorgänger. Die R7 250 darf sich über 384 Shader-Einheiten (1D) freuen, während die 240er Variante mit 320 dieser Einheiten auskommen muss. Seitens der Taktraten liegen die Probanden bei 1.000 (250) bzw. 730 MHz (240), die Boost-Taktung beträgt mit 1.050 bzw. 780 MHz jeweils genau 50 MHz mehr. Damit werden Rechenleistungen von 768 GFLOPS respektive 467 GFLOPS erreicht – bei Boost-Niveau entsprechend rund 806 bzw. 499 GFLOPS. Die R7 250X schließt die Lücke zu den größeren Geschwistern etwas und geht mit 640 Shader-Einheiten, getaktet mit jeweils 1.000 MHz zu Werke. Daraus ergibt sich eine Rechenleistung von 1.280 GFLOPS. Die E-Version platziert sich zwischen den beiden bestehenden 250er-Varianten und bietet 512 Shader, getaktet mit jeweils 800 MHz. Das wiederum ergibt eine reine Rechenleistung von rund 819 GFLOPS. Dies gilt gleichermaßen auch für die Ultimate-Ausführung von Sapphire, die ohne Overclocking ab Werk ins Rennen geht.

In der Seitenansicht zeigt sich der massive Heatpipe basierte Kühler.

Alle vier genannten GPUs verfügen über ein 128 Bit Speicherinterface zur Anbindung von entweder 1 GB GDDR5- oder GB DDR3-Speicher (nur bei R7 250). Bei der Taktung gehen die Oland-Variante ebenso identisch zuwerke und arbeiten jeweils bei 2.300 MHz, was eine Speicherbandbreite von bis zu 73.600 MB/s ergibt – die DDR3-Varianten sind entsprechend niedriger getaktet. Die R7 250X bzw. HD 7770 taktet standardmäßig mit 2.250 MHz, was wiederum auch auf die R7 250E bzw. HD 7750 zutrifft.

Die Leistungsaufnahme der R7 250 liegt bei etwa 65 Watt (typisch), weshalb keine zusätzliche externe Stromversorgung notwendig ist. Gleiches gilt auch für die R7 240, die sich mit lediglich 30 Watt noch sparsamer im Verbrauch zeigt. Die R7 250X verbraucht laut AMD etwa 80 Watt; die R7 250E begnügt sich mit lediglich 55 Watt. Seitens der Features macht die kleine R7 260 ebenso einen Schritt in Richtung Zukunft und unterstützt bereits vollständig DirectX 11.2 – R7 250, 250X und 250E müssen sich weiterhin mit voller Unterstützung von DX 11.1 begnügen. Auf Neuerungen der größeren R7-Brüder, wie beispielsweise TrueAudio, müssen die Oland-Kinder und auch die Cape Verde (Pro) basierten R7 250-Derivate leider verzichten. Seitens der Kühlung setzt Sapphire auf den exakt gleichen Kühler wie bei der HD 7750 Ultimate, der sich mit zwei Slots Bauhöhe begnügt. Dieser besteht aus einem Kupferkern direkt an der GPU sowie vernickelten Kupfer-Heatpipes (vier), die die Abwärme über zahlreichen Alu-Lamellen abtransportieren. Eine gute Gehäusedurchlüftung ist empfehlenswert.

Am Slot-Bracket zeigt sich die Karte anschlussfreudig.

Für den Anschluss von Monitoren stehen ein Dual-Link-DVI-Anschluss (DVI-I), HDMI (4K möglich) und DisplayPort zur Verfügung. Dank der CrossFireX-Technologie lassen sich bis zu zwei Karten vom Typ R7 250E kombinieren (2-Way CrossFireX) und sorgen somit für eine entsprechende Leistungssteigerung. Hierzu ist keine separate CrossFire-Bridge erforderlich. Folgend die technischen Eckdaten, verglichen mit weiteren Radeon-Grafikchips, im Überblick.

Hersteller AMD AMD AMD
Produktbezeichnung Radeon R7 250E Radeon R7 250X Radeon R7 250
Logo
Chip/Codename Cape Verde Pro Cape Verde Oland XT
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren ca. 1,50 Mrd. ca. 1,50 Mrd. ca. 1,04 Mrd.
Shader-Einheiten 512 (1D) 640 (1D) 384 (1D)
Basis-Frequenz 800 MHz 1.000 MHz 1.050 MHz
Boost-Frequenz - - -
Rechenleistung (MAD) 819 GFLOPS 1.280 GFLOPS 806 GFLOPS
ROPs 16 16 8
TMUs 32 40 24
Pixelfüllrate 12.800 MPixel/s 16.000 MPixel/s 8.400 MPixel/s
Texelfüllrate 25.600 MTexel/s 40.000 MTexel/s 25.200 MTexel/s
Speicher-Frequenz 2.250 MHz 2.250 MHz 2.300 MHz
Speicher-Interface 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicher-Bandbreite 72.000 MB/s 72.000 MB/s 73.600 MB/s
Speicher-Volumen 1 GB GDDR5 1 GB GDDR5 1 GB GDDR5
DirectX (komplett) 11.1 11.1 11.1
Multi-GPU CrossFireX CrossFireX CrossFireX
Stromsparmechanismus √ (ZeroCore) √ (ZeroCore) √ (ZeroCore)
Leistungsaufnahme typ. 55 Watt 80 Watt 65 Watt
Leistungsaufnahme max. - - -

Die Sapphire R7 250 Ultimate Grafikkarte von der Rückseite.


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