Duell: ZOTAC GeForce GTX 590 vs. HD 6990


Erschienen: 30.05.2011, Autor: Stefan Boller, Patrick von Brunn
Lieferumfang

Bevor wir auf die technischen Daten der GeForce GTX 590-Grafikkarte eingehen, möchten wir kurz den Lieferumfang erläutern. Neben einem User's Manual finden wir in der Verpackung zwei Adapter für die Stromversorgung der Karte (Adapter von 2x-6-Pin auf 1x-8-Pin). Damit kann die Grafikkarte auch an einem Netzteil betrieben werden, das keine 8-Pin-PCIe-Anschlüsse besitzt. Außerdem hat ZOTAC einen DVI-VGA-Adapter in der Verpackung beigelegt und ermöglicht über ein DVI-HDMI-Adapterkabel den Anschluss von HDMI-Endgeräten an die GTX 590 Grafikkarte.

Zusätzlich bereichert man den Kunden um eine Vollversion des PC-Spiels "Assassin's Creed: Brotherhood" und ZOTAC Boost Premium. Bei Boost handelt es sich um eine Sammlung verschiedener PC-Applikationen, die dem Anwender diverse Hilfsprogramme zur Verfügung stellen. Folgend der gesamte Lieferumfang auf einen Blick:

  • ZOTAC GeForce GTX 590, 2x 1536 MB GDDR5
  • Software- und Treiber-CD inkl. Boost Premium
  • Assassin's Creed: Brotherhood (Vollversion)
  • DVI-VGA-Adapter
  • DVI-HDMI-Adapterkabel
  • 2x 8-Pin-PCI-Stromkabel (von 2x 6-Pin)
  • User's Manual
Technische Daten

ZOTACs GeForce GTX 590 im Vergleich mit einer Sapphire HD 6990.

Nvidias GeForce GTX 500-Familie auf Basis der Fermi-Architektur (Codename: GF110) wird in einem 40 nm Fertigungsprozess hergestellt und baut auf ingesamt etwa 3,0 Milliarden einzelne Transistoren. Prinzipiell hat sich seit der ersten Fermi-Generation (Codename: GF100) wie erwartet nichts an der Architektur geändert und dennoch gibt es mit der Einführung der neuen GF110-Chips nennenswerte Neuerungen. So hat man gezielt die Leistungsaufnahme der Chips durch die Vermeidung von unnötig schnell schaltenden Transistoren und die damit verbundenen Leckströme reduziert. Neben Änderungen am Filtering, die man erstmals in den GF104 integrierte, profitiert die GeForce GTX 500-Serie vor allem von der zusätzlichen Anzahl an Ausführungseinheiten.

Nvidias GeForce GTX 590 basiert auf zwei dieser GF110-GPUs, die jeweils über 1536 MB GDDR5-Speicher verfügen. Beide Einzelchips werden über Nvidias nForce 200 mittels jeweils 16 PCI Express 2.0 Lanes miteinander vernetzt und bilden entsprechend ein Multi-GPU-System auf einem PCB. So sind die beiden Grafikchips miteinander verbunden und über den PEG-Port in das Gesamtsystem integriert.

Basis für GTX 590-Grafikkarten: Nvidias 40 nm GF110-GPU.

Die GeForce GTX 590 kann hier aus dem Vollen schöpfen und kommt je GPU mit 512 Shader-Prozessoren, 64 Texture-Units und 48 ROPs daher. Um die Kühlung dieser massiven Rechenpower zu ermöglichen, hat man im Vergleich zu den Modellen GeForce GTX 570 und GeForce GTX 580 die Frequenzen in allen Bereichen deutlich reduziert. Während die Single-GPU-Pendants auf 732 MHz bzw. 772 MHz Chiptakt setzen können, müssen die Chips der GTX 590 mit lediglich 607 MHz arbeiten. Gleiches gilt auch für den Shadertakt, den man von 1.464 MHz bzw. 1.544 MHz auf nur noch 1.215 MHz reduziert hat. Die Speicherfrequenz der GDDR5-Chips beträgt 1.707 MHz (1.900 MHz respektive 2.004 MHz bei GTX 570/580). Dennoch liegt die typische Leistungsaufnahme bei etwa 365 Watt und bewegt sich damit in Regionen einer Radeon HD 6990, die ohne Aktivierung der OC-Funktion bereits 375 Watt aus dem PC-Netzteil bezieht. Wie beim AMD-Pendant, benötigte auch die GTX 590 zwei 8-Pin-PCIe-Stromanschlüsse zur Versorgung der Karte.

Als Anschlüsse stellt die Karte gleich drei Dual-Link-DVI-Ports und einen Mini-DisplayPort bereit. Entsprechend kann man bereits mit einer einzigen GeForce GTX 590 in den Genuss von 3D Vision Surround kommen!

Zwei GF110-GPUs bilden die Basis für die GeForce GTX 590.

Die neue DirectX 11 mit Shader Model 5.0-Technologie ermöglicht dabei Realismus, wie man ihn bislang noch nicht kannte, so Nvidia. Die GPU-beschleunigte Tessellation-Technologie liefert zudem fotorealistische Grafiken und Details in unterstützten Spielen. Nvidia zeigte bereits auf der letztjährigen CeBIT eindrucksvoll die neue Rechenpower der Fermi-Familie anhand der "Supersonic Sled" Techdemo. Supersonic Sled ist dabei ein DirectX 11 Rennspiel, vollgepackt mit PhysX-Effekten in dem der User in einem raketenbetriebenen Schlitten eine sechs Meilen lange Strecke zurücklegen muss. Garage Design, eine weitere Techdemo, demonstriert desweiteren die Ray-Tracing-Technologie und erlaubt, dem User dabei die derzeit schönsten Automobile mit fotorealistischen Details zu betrachten. Folgend die technischen Eckdaten im Überblick.

Hersteller Nvidia AMD
Bezeichnung GeForce GTX 580 GeForce GTX 590 Radeon HD 6990
Logo
Grafikchip GF110 2x GF110 2x Cayman (Antilles)
Fertigung 40 nm 40 nm 40 nm
Transistoren 3,0 Mrd. 2x 3,0 Mrd. 2x 2,64 Mrd.
Shader-Einheiten 512 (1D) 2x 512 (1D) 2x 384 (4D)
Shader-Frequenz 1.544 MHz 1.215 MHz 830 MHz
Chip-Frequenz 772 MHz 607 MHz 830 MHz
Rechenleistung 1.581 GFLOP/s 2x 1.244 GFLOP/s 2x 2.550 GFLOP/s
ROPs 48 2x 48 2x 32
TMUs 64 2x 64 2x 96
Pixelfüllrate 24.704 MPixel/s 2x 19.424 MPixel/s 2x 26.560 MPixel/s
Texelfüllrate 49.408 MTexel/s 2x 38.848 MTexel/s 2x 79.680 MTexel/s
Speicher-Frequenz 2.004 MHz 1.707 MHz 2.500 MHz
Speicher-Interface 384 Bit 2x 384 Bit 2x 256 Bit
Speicher-Bandbreite 192.384 MB/s 2x 163.872 MB/s 2x 160.000 MB/s
Speicher-Volumen 1.536 MB GDDR5 2x 1.536 MB GDDR5 2x 2.048 MB GDDR5
Shader-Model 5 5 5
Multi-GPU SLI SLI CrossFireX

Die ZOTAC GeForce GTX 590 von der Unterseite.


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