Gainward BLISS 7900 GT im Praxistest


Erschienen: 11.04.2006, Autor: Patrick von Brunn
Hardware und Ausstattung

Der Name lässt bereits vermuten, dass Gainwards BLISS 7900 GT auf Nvidias GeForce 7900 GT Grafikchips setzt. Die GeForce 7900 GT (Codename: G71) verfügt über 24 Pixel-Shader Prozessoren und insgesamt 8 Vertex-Einheiten. Die Standardtaktung nach den Vorgaben von Nvidia liegt bei 450 MHz, was auch dem Takt der Gainward-Karte entspricht. Nebenbei sei noch erwähnt, dass im direkten Vergleich zwischen GeForce 7800 und 7900 die Zahl der Transistoren gefallen ist. So begnügt sich eine 7900er GPU mit lediglich 278 Millionen elektronischen Schaltern, wohin gegen die Vorgängerversion noch auf etwa 302 Millionen dieser elementaren Bauteile gesetzt hat. Die maximale Leistungsaufnahme liegt nun bei 82 Watt, wozu der DIE-Shrink auf 90 nm einen wesentlichen Anteil geleistet hat.

Seitens des Speichers hält sich Gainward ebenfalls an die Referenzwerte von Nvidia und taktet die verbauten 256 MB GDDR3-Speicher mit einer Frequenz von 660 MHz (1,32 GHz effektiv dank DDR-Technik). Bei den Chips handelt es sich um RAM-Zellen aus dem Hause Samsung und speziell den Typ K4J55323QG-BC14, der für bis zu 700 MHz freigegeben ist. Durch die 256 Bit breite Anbindung an die G71-GPU resultiert daraus eine Speicherbandbreite von satten 42,2 Gigabyte pro Sekunde. Ob wir den Speicher bzw. die angegebenen 700 MHz ausreizen konnten, erfahren Sie auf der folgenden Seite, wenn wir uns dem Overclocking widmen.

Vergleicht man die Kühlkonstruktion der Nvidia Referenzkarte der 7900 GT mit der auf Gainwards neuem BLISS-Kind, wird man abgesehen von der Farbe wohl keinen Unterschied feststellen können. Bis dahin kein Problem, doch sah das ganze im Betrieb der Karte völlig anders aus: Der Lüfter lies sich unter keinen Umständen in der Drehzahl drosseln bzw. regeln, auch nicht durch das EXPERTool von Gainward. Nachdem wir Rücksprache mit Gainward gehalten haben war schnell klar, dass offensichtlich das BIOS für die permanent hohen Drehzahlen des Lüfters verantwortlich ist. Da es sich bei der Karte noch um ein Referenzboard von Nvidia handelt, kommt auch ein nur minimal abgewandeltes BIOS von Nvidia zum Einsatz, welches mit der Lüftersteuerung offensichtlich noch Probleme hat. Wir hoffen, dass die Probleme bei Gainwards Retail-Karten nicht bestehen! Ähnliches kann man auch bei den Kollegen von ComputerBase nachlesen, dessen MSI GeForce 7900 GT im Test ebenfalls durchweg mit voller Drehzahl arbeitete. Hier scheint der Fehler wohl klar bei Nvidia zu liegen.

  • Nvidia G71 GPU (GeForce 7900 Serie)
  • 90 nm Fertigung
  • 450 MHz Chiptakt
  • 24 Pixel-Shader
  • 8 Vertex-Shader
  • 256 MB GDDR3 Speicher
  • 1,4 ns Samsung-Module
  • 256 Bit Speicheranbindung
  • 660 MHz Speichertakt
  • 42,2 GB/sec Bandbreite
  • Dual-DVI-Anschluss
  • TV-Out-Funktionalität
  • PCI Express x16 Interface


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