KFA2 GeForce GTX 950 OC Low-Profile im Test


Erschienen: 18.11.2016, Autor: Patrick von Brunn, Stefan Boller
Technische Daten

Mit dem GM107 hat Nvidia erstmals die Maxwell-Architektur zur Anwendung gebracht und präsentierte mit dem GM204 die überarbeitete, zweite Generation dieser Architektur. Während die ersten Generation noch mit einem Graphics Processing Cluster (GPC) an den Start ging, kommen bei der GTX 900 Familie bereits vier dieser GPCs zum Einsatz. Jedoch ist Maxwell 2.0 nicht einfach nur eine hochskalierte Variante der ersten Ausführung, denn auch im Detail gibt es weitere Modifikationen. Innerhalb eines GPC befanden sich bei Maxwell 1.0 noch fünf Streaming Multiprocessors (SMMs), was man beim GM204 auf deren vier reduziert hat. Der Aufbau eines einzelnen SMM wurde hingegen beibehalten, so dass jeweils 128 Shader und 8 TMUs enthalten sind. Jedem GPC stellt man zudem 16 ROPs zur Seite, was in Summe somit 64 ROPs ergibt. Vier einzelne 64 Bit Speichercontroller sorgen für einen insgesamt 256 Bit breiten Speicherbus. Gefertigt wird der GM204-Chip im bewährten 28-nm-Prozess durch Partner TSMC.

Es gibt zudem noch einen weiteren Grafikchip auf Maxwell-2.0-Basis: GM206. Dieser dient als Basis für die GeForce GTX 960 und 950, die sich prinzipiell aller Features des GM204 erfreuen dürfen und lediglich im Bereich Rechenleistung beschnitten wurden. Entsprechend verfügt die GM206 GPU über lediglich zwei GPCs und zwei 64-Bit-Speichercontroller. Ausgehend von einer Halbierung der Anzahl der GPCs, skalieren auch die ROPs und TMUs entsprechend. Mehr zu den technischen Details in der Tabelle am Seitenende.

Die GTX 950 OC LP von KFA2 kann durch schlanke Abmessungen punkten.

Die GTX 950 OC LP von KFA2 kann durch schlanke Abmessungen punkten.

Bei der GeForce GTX 980 ist mit 2.048 die volle Anzahl der Shader-Einheiten verfügbar, welche bei der GTX 970 auf 1.664 reduziert wurde (nur 13 statt 16 SMMs je GPC). Die GTX 960 bringt es auf 1.024 Shader-Einheiten, die 950 immerhin noch auf derer 768. Kombiniert mit einem Basistakt von 1.024 MHz kommt die GTX 950 somit auf eine (SP-)Rechenleistung von satten 1.573 GFLOPS. Bei maximaler Taktfrequenz von 1.188 MHz erreicht die GM206-GPU dann 1.825 GFLOPS. Über das 128 Bit breite Interface der GTX 950 werden standardmäßig 2 GB GDDR5-Speicher betrieben. Die Frequenz beträgt dabei 3.300 MHz, was zu einem Speicherdurchsatz von 105.600 MB/s führt. KFA2 hat die OC-LP-Ausführung der GeForce GTX 950 hinsichtlich der Taktraten etwas aufgebohrt und liefert die Boards ab Werk mit einem Basistakt von 1.038 MHz (+1,4%) aus. Der Boosttakt beträgt 1.216 MHz (+2,4%), der Speichertakt bleibt unverändert. Für die Kühlung ist ein Dual-Slot-Kühler verantwortlich, der von zwei 40-mm-Axial-Lüftern angetrieben wird.

Die Karte ist zwar als Low-Profile ausgeführt, benötigt aber dennoch zwei Slots Bauhöhe.

Die Karte ist zwar als Low-Profile ausgeführt, benötigt aber dennoch zwei Slots Bauhöhe.

Auch seitens der Features orientiert sich die GTX 950 auf GM206-Basis an seinen großen Geschwistern der 900er-Familie. Wichtigste Neuerung ist dabei die vorhandene Unterstützung von DirectX 12 im Feature Level 12_1. D.h. das Feature-Level wird nun vollumfänglich durch Maxwell 2.0 unterstützt. Für gesteigerte Bildqualität sorgt man durch die Einführung von Multi-Frame Sampled Anti-Aliasing (MFAA) und Dynamic Super Resolution (DSR). MFAA erzielt nach Hersteller-Angaben eine Leistungssteigerung von bis zu 30 Prozent, obwohl aufgrund wechselnder Musterberechnungen für jeden Frame und jeden Pixel die Bildqualität nicht leidet, sondern die gewohnt hochwertigen, weichen Kanten erhalten bleiben. Mit der Unterstützung von DSR sind auf Maxwell 2.0 basierende Grafikkarten die ersten am Markt, die offiziell Downsampling integrieren. Intern berechnet die Grafikkarte jedes Bild in einer höheren Auflösung und skaliert vor der Ausgabe auf den Monitor wieder herunter, was positive Auswirkung auf die resultierende Bildqualität hat. Externe Lösungen durch zusätzliche Tools gehören damit der Vergangenheit an.

Die Karte kann mit Standard- oder Low-Profile-Bracket montiert werden.

Die Karte kann mit Standard- oder Low-Profile-Bracket montiert werden.

Für die Ausgabe auf Multi-Monitor-Systemen stehen gleich mehrere Schnittstellen bereit. Dazu gehören ein Dual-Link-DVI-I (maximale Auflösung 2560 x 1600), sowie HDMI (2.0) und ein DisplayPort (1.2), wovon die digitalen Typen für 4K-Auflösungen geeignet sind. Folgend die technischen Eckdaten im Überblick.

Hersteller AMD Nvidia
Produktbezeichnung Radeon R9 280 GeForce GTX 950 GeForce GTX 960
Logo
Grafikchip Tahiti GM206 GM206
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren ca. 4,3 Mrd. ca. 2,94 Mrd. ca. 2,94 Mrd.
Shader-Einheiten 1.792 (1D) 768 (1D) 1.024 (1D)
Basistakt 1.024 MHz 1.127 MHz
Maximaltakt 933 MHz 1.188 MHz 1.178 MHz
SP-Rechenleistung 3.344 GFLOPS 1.573 GFLOPS (Basis)
1.825 GFLOPS (Boost)
2.308 GFLOPS (Basis)
2.413 GFLOPS (Boost)
ROPs 32
TMUs 112 48 64
Pixelfüllrate 29.856 MPixel/s 32.768 MPixel/s (Basis)
38.016 MPixel/s (Boost)
36.064 MPixel/s (Basis)
37.696 MPixel/s (Boost)
Texelfüllrate 104.496 MTexel/s 49.152 MPixel/s (Basis)
57.024 MPixel/s (Boost)
72.128 MPixel/s (Basis)
75.392 MPixel/s (Boost)
Speichertakt 2.500 MHz 3.300 MHz 3.500 MHz
Speicherinterface 384 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 240.000 MB/s 105.600 MB/s 112.000 MB/s
Speichermenge 3 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2/4 GB GDDR5
DirectX (Feature-Level) 11_2 12_1
Multi-GPU 4-Way CrossFireX 2-Way SLI
Stromsparmechanismus √ (ZeroCore)
Leistungsaufnahme typ. 250 Watt
Leistungsaufnahme max. 90 Watt 120 Watt

Die Rückseite der GTX 950 zeigt das schwarze PCB.

Die Rückseite der GTX 950 zeigt das schwarze PCB.


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