Nvidia kontert: GeForce 6800 GS im SLI-Test


Erschienen: 07.02.2006, Autor: Patrick von Brunn
Fazit

Kommen wir zum Fazit: Grundsätzlich sehen wir bei der GeForce 6800 GS natürlich keine Neuerungen, da die Chips auf Standard GeForce 6 Architektur (Codename: NV4x) setzen und daher nur kleinere, technische Unterschiede in der Ausstattung vorhanden sind. Dies äußert sich im Vergleich zur konkurrierenden 6800 GT in Form von einer abgesenkten Anzahl an Pixel-Pipelines (12) und Vertex-Shadern (5). Um dies zu kompensieren, hat man gleichzeitig den Chiptakt deutlich angehoben: 425 MHz. Durch diese weitere GeForce-Variante findet man eine weitere Verwendung für "minderwertige" Chips bei der Fertigung, was die Yield-Rate und den Gewinn steigen lässt.

Leistungsmäßig konnte die GS dabei vollkommen überzeugen und die deutlich teurere GT knapp hinter sich lassen. Als sehr attraktiv erweißt sich auch die Leistungsaufnahme der GeForce 6800 GS, welche mit 75 (Idle) bzw. 142 Watt (Last) jeweils klar unter dem Niveau der 6800 GT liegt. Hier hat Nvidia also eine gute Ergänzung der Produktrange auf den Markt geworfen. Doch wie sieht es mit der Konkurrenz aus?


GeForce 6800 GS vs. GeForce 6800 GT
Nvidia GeForce 6800 GS (SLI)
155,0
Nvidia GeForce 6800 GT (SLI)
153,9
Nvidia GeForce 6800 GS
102,3
Nvidia GeForce 6800 GT
100,5
Angaben in Prozent (mehr ist besser)


Im Vorfeld wurde die 6800 GS zum Widersacher der X1600 XT von ATi erkoren, was sich in der Praxis jedoch nicht bestägigen lässt - ATis Radeon X1600 XT hat nicht den Hauch einer Chance gegen das NV4x-Derivat. Die deutliche Reduzierung der Render Back Ends (ROPs) kann auch durch den extremen Chiptakt nicht ausgeglichen werden, was die Füllraten und überwiegend auch die Performance niedrig ausfallen lässt. Bilden wir das gewohnte arithmetische Mittel unserer gesammelten Messwerte, kommt die GeForce auf einen rechnerischen Vorsprung von satten 53 Prozent!

In Sachen Leistungsaufnahme liegen die beiden Konkurenten doch eher eng beieinander; bei der HDTV-Wiedergabe kann die 6800 GS die CPU wesentlich stärker entlasten. Nebenbei: Hier haben auch GeForce 6800 GT/Ultra das Nachsehen gegenüber der GS, da die PureVideo-Beschleunigung hier funktioniert.


Radeon X1600 XT vs. GeForce 6800 GS
Nvidia GeForce 6800 GS
152,9
ATi Radeon X1600 XT
100,0
Angaben in Prozent (mehr ist besser)


Das eher magere Abschneiden der Radeon X1600 XT veranlasste ATi bereits zur Senkung des Preises auf 149 US-Dollar. Preislich (Quelle: Geizhals.at) liegt die Radeon somit bei etwa 170 Euro, die GeForce 6800 GS bei 190. Vergleichen wir nun den anfallenden Mehrpreis mit dem gleichzeitigen Performancegewinn, dürfte die Kaufentscheidung wohl sehr leicht fallen. Uns bleibt hier eigentlich nur noch eines zu sagen: Die GeForce 6800 GS von Nvidia ist ein klarer Kauftipp!

Anhang: Gesamtrating

Gesamtrating
Nvidia GeForce 7800 GTX (SLI)
287,2
ATi Radeon X1900 XTX
248,2
Nvidia GeForce 6800 Ultra (SLI)
243,9
Nvidia GeForce 6800 GS (SLI)
231,3
Nvidia GeForce 6800 GT (SLI)
229,9
ATi Radeon X1800 XT
220,4
Nvidia GeForce 7800 GTX
208,3
Nvidia GeForce 7800 GT
183,8
ATi Radeon X1800 XL
179,6
Nvidia GeForce 6800 Ultra
164,8
ATi Radeon X850 XT
159,5
Nvidia GeForce 6800 GS
153,0
Nvidia GeForce 6800 GT
150,5
ATi Radeon X1600 XT
100,1
Angaben in Prozent (mehr ist besser)


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