Unified: GeForce 8800 Serie unter der Lupe


Erschienen: 08.11.2006, Autor: Patrick von Brunn
Lumenex Engine

Nvidia hat mit der GeForce 8 Serie nicht nur in Sachen Performance einen Schritt nach vorne gemacht, sondern möchte mit der Lumenex Engine auch weiter die Bildqualität steigern. Neben weiteren Änderungen und neuen Funktionen möchten wir besonders zwei Updates herausheben: CSAA und ein verbessertes HDR. CSAA steht dabei für Coverage Sampling Anti-Aliasing und soll eine deutliche Qualitätsverbesserung bei minimalen Verlusten in der Geschwindigkeit wahr machen. Hierzu soll ein neuer Algorithmus zum Einsatz kommen, der laut Nvidia wesentlich effizienter arbeitet die gesamte GPU nicht so stark belasten soll die der Vorgänger, MSAA. Nvidia liefert hierzu selbst in seinen zum Launch bereitgestellten PDFs ein paar Benchmarks, die doch sehr beeindruckend sind. So kann eine GeForce 8800 GTX bei aktiviertem 4x MSAA 7419 3DMark06-Punkte erreichen, unter 16x CSAA immerhin noch starke 7044!

v.l.n.r.: ohne AA, 4x MSAA, 16x CSAA am Beispiel von Half-Life 2.

Des Weiteren hat Nvidia auch die Präzision von HDR (High Dynamic Range) Rendering verdoppelt und die bisher üblichen 16 Bit pro Farbkomponente (Rot, Grün, Blau, Transparenz) auf 32 Bit angehoben. Dies ergibt nun ein HDR Rendering von 128 statt bisherigen 64 Bit. Somit stehen nun 32 Bit pro Kanal zur Verfügung, was Farbabstufungen in der Größenordnung von 4,3 Milliarden bedeutet - ohne HDR maximal 8 Bit pro Kanal (256 Stufen). Konnte die gesamte GeForce 7 Serie kein Anti-Aliasing in Kombination mit FP16-HDR ausführen, hat man dies mit der nächsten Generation nun ebenfalls in den Griff bekommen. Ansonsten bringt die vollständige Unterstützung von DirectX 10 noch zwei zusätzliche HDR-Modi mit sich, die speziell auf die Verwendung von möglichst wenigen Resourcen optimiert wurden. Das erste der beiden neuen HDR-Formate, R11G11B10, erlaubt 11 Bit für Rot und Grün bzw. 10 Bit für Blau Komponenten. Zweiteres Format bietet sich für den Einsatz als FP16 Render Target an (Floating-Point mit 1 Bit Vorzeichen, 5 Bit Exponent und 9 Bit Mantisse).

Quantum Effects

Aufgrund der enormen Rechenleistung (GigaThread), die die neue GeForce 8800 Serie dank der Stream Prozessoren mit sich führt, lassen sich darin auch weitere komplexe Probleme lösen. Bereits im März diesen Jahres zeigten die Unternehmen Nvidia und Havok eine GPU-basierte Physikbeschleunigung und Nvidia macht mit dem G80 nun den nächsten Schritt in der Evolution. Durch die neue Physik-Engine sollen realistischere Effekte (Rauch, Explosionen, Haare etc.), intelligentere Szenarien (Stichwort: AI) und schlichtweg eine höhere Performance durch die Entlastung der CPU erzielt werden. Speziell die Zusammenlegung von Pixel- und Vertex-Shader trägt positiv zur Integration derartiger Vorhaben bei. In Sachen Floating-Point Performance ist eine aktuelle GPU immer noch das Maß aller Dinge und auch Quad-Core Prozessoren können hier kaum mithalten. Durch diesen Schritt macht man sich nun auch Entwickler AGEIA zum neuerlichen Konkurrenten auf dem Markt und präsentiert mit Quantum Effects das Gegenstück zu PhysX by AGEIA. Wir dürfen also gespannt sein, welche Technologie künftig einen höheren Grad der Integration in Applikationen wird genießen dürfen.

AGEIA PhysX vs. Nvidia Quantum Effects - wer wird das Rennen machen?


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