VGA Silencer: 9700 Pro wird zu 9800 Pro


Erschienen: 29.09.2003, Autor: Patrick von Brunn
Zusammenbau

Die Installation bzw. der Einbau des VGA Silencer ist relativ einfach durchzuführen, da keine komplizierten Eingriffe nötig sind. Zu erst muss man die Grafikkarte, in unserem Fall eine Radeon 9700 Pro, von ihrem alten Slot-Bracket und dem Standard-Kühler befreien. Das Bracket lässt sich durch Lösen von fünf angebrachten Verschraubungen einfach abnehmen. Der Kühler ist nicht fest verschraubt und kann mit zwei kleinen Handgriffen an der Unterseite der Platinen entfernt werden. Anschließend sollte man den Grafikchip (hier: ATi R350) von seiner alten Wärmeleitpaste trennen und die mitgelieferte Arctic-Cooling Paste ausreichend (nicht zu dick!) auf die GPU auftragen.

Nachdem nun diese ganzen Vorbereitungen getroffen wurden, kann die Installation des Kühlers beginnen: Zu Beginn müssen das neue Slot-Bracket und ein kleiner Aufsatz angebracht werden. Dieser Aufsatz kommt dabei hinter das Bracket (zwischen VGA, DVI etc. und Bracket) und sorgt für eine optimale Wärmeabfuhr. Im nächsten Schritt muss die Befestigungsklammer auf der Rückseite der Platine in die beiden vorgesehenen Löcher gesteckt werden, sodass auf der Oberseite die beiden Schrauben weit herausragen. Anschließend kann man den VGA Silencer nun vorsichtig auf die beiden Schrauben aufsetzen und von unten her festdrehen (vorher unbedingt den Stromanschluss des Lüfters einstecken, da dies nachträglich nicht mehr möglich ist). Ist dies nun alles einwandfrei durchgeführt worden, war die Installation erfolgreich. Tipp: Bitte unbedingt darauf achten, dass der Kühler plan auf der GPU aufliegt, da diese ansonsten während des Betriebes zerstört werden kann!

Praxis und Overclocking

In der Praxis konnte der VGA Silencer größtenteils überzeugen, da die Leistung stimmte und auch die Installation recht einfach und problemlos zu absolvieren ist. Auch im Overclocking, was ein sehr wichtiger Punkt in der Bewertung eines Kühlers ist, konnte der Silencer sehr gute Ergebnisse erreichen und ermöglichte eine deutlich höhere Chipfrequenz als der Standard Kühler von Hersteller Sapphire. Mit 392 MHz konnten wir den Takt immerhin um 67 MHz erhöhen - vollkommen ohne Spannungs-Mods. Zum Vergleich: Sapphire´s Kühler konnte ab einem Takt von 360 MHz keine optimale Kühlung der GPU mehr garantieren. Der verbaute DDR-Speicher verhielt sich in beiden Fällen natürlich gleich und ermöglichte eine Frequenz von 344 MHz DDR (688 MHz). Passive RAM-Kühlung könnte hier sicherlich noch ein wenig mehr Leistung bzw. Takt ermöglichen.

Die oben genannten Ergebnisse wurden natürlich im so genannten High-Modus erreicht (2.400 UPM), in welchem der Lüfter des Silencers mit maximaler Geschwindigkeit rotiert und ein Optimum an Kühlung bietet - Natürlich ist somit auch der Lärm maximal. Der kleine Kippschalter am Bracket der Karte ermöglicht noch das Umschalten in den Low-Modus (1.200 UPM), der den Lüfter langsamer drehen und die ganze Konstruktion deutlich leiser werden lässt. Aber auch in dieser Betriebsart konnten wir noch satte 383 MHz erreichen.

Auf Seite 2 berichteten wir von folgender Tatsache: "Ausserdem kühlt das DHES (Direct Heat Exhaust System) die Lufttemperatur innerhalb des Gehäuses merklich, da eben die Warmluft des GPU-Kühlers nicht in das Gehäuse befördert wird, sondern direkt nach draußen..." Natürlich wollten wir auch wissen, ob ENMIC bzw. die Entwickler der Kühlung hier Recht haben und sind der Sache auf den Grund gegangen. Letztlich konnten wir feststellen, dass ENMIC Recht behält und die Case-Temperatur tatsächlich fällt, doch liegt dies im Bereich zwischen 1 und 2° Celsius, da auch der VGA Silencer sehr warm wird und die Grafikkarte überhaupt den geringsten Teil der Wärme in einem Gehäuse produziert. Alles in Allem zeigt sich die Arctic-Cooling Entwicklung in der Praxis sehr souverän und kann durch Leistung überzeugen, was wir in den folgenden Benchmarks noch unter Beweis stellen werden.


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