Lautlos: Fünf passive CPU-Kühler im Test


Erschienen: 04.04.2006, Autor: Patrick von Brunn
Fazit

Noctua NH-U12

Mit dem NH-U12 hat das österreichische Unternehmen Noctua ein wahrlich souveränes Produkt auf den Markt gebracht, welches auch in Sachen Kühlleistung überzeugen kann. Der Lieferumfang beinhaltet alle nötigen Dinge die zur Installation auf allen aktuell gängigen Desktop-Sockeln (AMD und Intel) nötig sind und umfasst auch ein deutschsprachiges "Mini-Handbuch". Die Verarbeitung lässt ebenfalls keine Wünsche offen und auch die Montage ist denkbar einfach. Wer den Kühler auf einer AMD64-Plattform befestigen möchte und bereits eine Backplate auf der Rückseite des Mainboards angebracht hat, wird hier nicht einmal das Board ausbauen müssen. Optional lässt sich der Noctua NH-U12 auch aktiv kühlen - Halterungen für bis zu zwei 120 mm Lüfter enthalten. Mit 50 Euro ist der NH-U12 zwar der teuerste Kühler in unserem Testfeld, doch kann er den Anschaffungspreis auch mit entsprechender Leistung rechtfertigen. Inkompatibilitäten sind uns bis dato nicht bekannt.


Pro / Contra
Bewertung
Einfache Montage
Gute Kühlleistung
Sockel-Vielfalt
Aktivkühlung möglich (2-fach)
Sehr hohes Gewicht
Leistung

1,9

Verarbeitung1,5
Montage1,9
Lieferumfang2,2
Preis/Leistung2,5
Gesamtnote

2,0



Scythe Ninja Plus

Der Ninja Plus (SCNJ-1000P) von Scythe ist der offizielle Nachfolger des bekannten Ninja (SCNJ-1000). Grundlegend ist man dem Aufbau und dem Design treu geblieben und hat am Kühler selbst nichts verändert, sondern lediglich den Lieferumfang um einen 120 mm Lüfter erweitert. Dieser lässt sich mithilfe der beiliegenden Metallspangen und ein wenig Kraft am Kühlkörper befestigen. Die Montage des gesamten Ninja Plus ist prinzipiell recht simpel: Das vorhandene Retentionmodul wird durch das mitgelieferte ersetzt und der Kühler anschließend darin eingeklipst. In der Praxis ist hier ein recht hoher Kraftaufwand nötig um die Nasen des Kühlers am Retentionmodul einzuhängen. Die enthaltene Backplate verfügt zwar über eine nützliche Klebefläche um an der Mainboardrückseite fixiert zu werden, doch raten wir davon ab: Die Platte klebt anschließend derart fest am Board, dass ein Lösen durchaus zum Problem werden kann. Ansonsten sind wir mit dem Scythe Ninja Plus sehr zufrieden und vor allem der Preis von nur 35 Euro macht ihn in Anbetracht der gezeigten (passiven) Leistung zum Kandidaten für einen Award: "Best Performance!"


Pro / Contra
Bewertung
Top Kühlleistung
Sockel-Vielfalt
Aktivkühlung möglich
Sehr hohes Gewicht
(Montage, siehe Text)
Leistung

1,7

Verarbeitung2,0
Montage2,6
Lieferumfang1,8
Preis/Leistung1,8
Gesamtnote

1,9



Thermalright High-Riser HR-01

Der High-Riser HR-01 von Thermalright, nebenbei erwähnt der "leichteste" Kühler in unserem Vergleich, konnte auf den vergangenen Seiten vor allem durch eine möglichst einfache und schnelle Montage überzeugen. 6-Punkt-Halterung durch den Kühlerkörper durchschieben, am Standard AMD64-Retentionmodul einhaken und Hebel umlegen - fertig! Wer einen Einsatz auf Sockel 478 oder LGA775 Basis plant, wird leider erst einen passenden Adapter-Kit erwerben müssen, da der HR-01 von Haus aus nur "AMD K8"-only ist. Leistungsmäßig bildete der High-Riser durchweg das Schlusslicht in unserer Messungen, doch ist die gezeigte Performance immer noch durchaus akzeptabel. Eine signifikante Leistungssteigerung lässt sich nur durch eine Verbesserung der Luftzirkulation im Gehäuse erreichen, da der Thermalright-Kühler keine Möglichkeit zur Installation eines optionalen Lüfters bietet. Verglichen mit den anderen Probanten, scheint der High-Riser mit 45 Euro preislich ein wenig überzogen.


Pro / Contra
Bewertung
Sehr einfache Montage
Hohes Gewicht
Standardmäßig nur für AMD K8-Sockel
Leistung

2,7

Verarbeitung1,6
Montage1,2
Lieferumfang3,0
Preis/Leistung3,0
Gesamtnote

2,5


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