64 Bit im Kleinformat: Shuttle XPC SN85G4


Erschienen: 22.01.2004, Autor: Patrick von Brunn
Comanche 4 Demo

Comanche 4 ist der Nachfolger der sehr erfolgreichen dritten Version von Entwickler Novalogic. Die hier zum Einsatz kommende Demo ist sehr detailverliebt und bietet sich auch für den Test von Prozessoren an. Das integrierte Benchmark-Tool führt Tests in verschiedenen Auflösungen durch (ohne Sound) und ermittelt somit die durchschnittliche Framerate.

Auch Novalogics Comanche 4 (Angaben in Bildern pro Sekunde) wird sehr durch die Leistung des restlichen Systems begrenzt, gerade der Prozessor spielt eine sehr große Rolle und daher bietet sich Comanche für diesen Artikel an. Wie man sehr schön erkennt, hat hier das K8T800 Board von Gigabyte die Nase vorne und liegt nur sehr knapp vor Shuttles AN50R. Wie bei den vorherigen Benchmarks, liegt auch hier das im SN85G4 Barebone zum Einsatz kommende FN85 Motherboard auf dem letzten Platz.

WinAce 2.5

WinAce ist einer der bekanntesten Packprogramme und soll in unserem Fall den Alltagsbetrieb simulieren. Dabei ist vor allem der Prozessor und Speicher, aber auch die Koordination von beidem auf der Hauptplatine wichtig. Um entsprechende Werte zu erhalten, haben wir eine 240 MB große Audio-Datei (.wav) maximal komprimiert. Somit haben wir einen Vorgang wie er jeden Tag des Öfteren auf Rechnern im Büro etc. ausgeführt wird.

Durch das Komprimieren durch WinAce (Angaben in Minuten) erhielten wir einen sehr schönen linearen Verlauf der Leistung. Wie bei einer Vielzahl vorheriger Benchmarks, ist auch WinAce sehr vom Kerntakt der jeweiligen CPU abhängig. Nichtsdestotrotz spielt aber auch das Motherboard bzw. der Chipsatz eine sehr große Rolle. Hier hat das K8VNXP keinen Einfluss auf die ersten Plätze und das FN85 auf Nvidia nForce 3 150 Basis kann überraschend Platz 1 erreichen.

FlasKMPEG 0.60

Um auch die Leistung beim codieren von Video-Filmen zu erfahren, haben wir eine MPEG1 Datei mit einer Größe von 220 MB in DivX umwandeln lassen. Als Divx Codec kam die Version 5.02 zum Einsatz, wobei wir nur den Video-Stream bearbeitet haben, der Audiostream wurde nicht mitverändert. Logischweise benutzten wir bei unserer Codierung ein iDCT das für den Athlon 64 Prozessoren ausgelegt war (SSE2). Wie schnell die einzelnen Platinen bzw. Systeme mit unterschiedlichen Platinen ihre Aufgabe lösen konnten sehen sie im Diagramm.

Bei der Umwandlung mit FlaskMPEG (Angaben in Frames pro Sekunde) kann der neue K8-Chipsatz von Entwickler VIA klar das Feld dominieren und knapp 3 Bilder pro Sekunde mehr Umwandeln, als zum Beispiel das K8NNXP (nForce 3). Zwar scheint diese Differenz im ersten Moment sehr gering zu sein, doch kann dies bei längeren Berechnungen große Auswirkungen auf die Gesamtdauer haben. So hat dies bei unserem Testfile (38.856 Frames) satte 10 Sekunden ausgemacht.

MainConcept MPEG Encoder

Ebenfalls um die Leistung beim Umwandeln von Videodateien zu ermitteln haben wir den AVI-to-MPEG Encoder von MainConcept benutzt. Dieser Encoder besitzt volle HyperThreading-Unterstützung, was bei diesem Test jedoch ohne Einfluss blieb, da der Athlon 64 3200+ von AMD nicht über HT-Technik verfügt. Dabei haben wir die von FlasKMPEG umgewandelte DivX 5.02 Datei (ohne Sound) zurück in eine MPEG2 Datei gewandelt.

MainConcept MPEG Encoder (Angaben in Frames pro Sekunde) - Hier entspricht der Verlauf dem Test von FlasKMPEG, welchen wir erst im vorherigen Abschnitt ausführlich erläutert haben. Der VIA K8T800 kann wiederum sein volles Potential zeigen und etwa 6 Bilder pro Sekunde mehr bearbeiten, als eine vergleichbare nForce-Platine. Rechnet man die hier erreichte FPS-Leistung in eine Gesamtdauer um, kann das K8VNXP fast 23 Sekunden schneller als das K8NNXP berechnen.


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