64 Bit im Kleinformat: Shuttle XPC SN85G4


Erschienen: 22.01.2004, Autor: Patrick von Brunn
Magix MP3 Maker Platinum 3.03

Als weiteres Programm neben dem schon auf der vorherigen Seite behandelten Umwandeln von Video-Files mit FlasKMPEG kommen wir nun zu dem Codieren von Wave nach MP3. Dabei benutzen wir den sehr bekannten MP3 Maker aus dem Hause Magix. Hier kann auch der Athlon 64 voll aufblühen, da SSE2 Befehlserweiterungen zum Einsatz kommen. Wir benutzten eine 240 MB Große Ausgangsdatei (Wave) um diese ins MP3-Format zu bringen, dabei wurde auf höchste Qualität gesetzt und eine Samplingfrequenz von 128 KBit benutzt.

Die Ergebnisse der Wave-MP3 Umwandlung mit dem Magix MP3 Maker Platinum (Angaben in Minuten) zeigen wieder die gleiche Reihenfolge bzw. den gleichen Spitzenreiter wie bereits in den beiden zuvor durchgeführten Benchmarks, in denen es um Umwandlung geht: Gigabyte K8VNXP. Jedoch konnte nicht nur das K8VNXP eine Gesamtdauer von 42 Sekunden erreichen, sondern auch die beiden Motherboards von Shuttle. Das nForce 3 Board von Gigabyte benötigte für die Konvertierung eine Sekunde länger.

Seti@Home

Die einen werden es kennen die anderen nicht. Seti@Home (Search for Extraterrestrial Intelligence at Home) ist ein Projekt der NASA, dass sich mit der Suche nach außerirdischen Lebensformen beschäftigt. Dabei kommen riesige Radioteleskope zum Einsatz deren Werte in kleine Päckchen - WUs (Workunits) - eingeteilt werden. Diese Daten werden dann von Millionen Clientrechner auf aller Welt abgerufen und berechnet. Kurz gesagt steckt hinter Seti@Home die einfache Idee die Rechenleistung aller Heimrechner zusammen zu nutzen. Durch die Rechenzeit einer WU, die vor allem durch den Prozessor aber auch durch das Mainboard bestimmt wird, werden wir sehen was unser Athlon 64 zu Leisten im Stande ist.

Seti@Home (Angaben in Stunden) ist ein ideales Programm um Prozessoren zu skalieren, da das Programm eben so gut wie nur vom Prozessor abhängig ist. Jedoch dauert eine Berechnung unserer Workunit etwa zwei bis drei Stunden, wobei wiederum auch der kleinste Performancevorteil durch den Front Side Bus zum Tragen kommen kann. Das K8NNXP von Gigabyte kann hier am schnellsten berechnen, direkt gefolgt von den beiden Shuttle Mainboards. Der K8T800 benötigt hier 2:14 Stunden.

CineBench 2003

Das Programm dient uns zum Ermitteln der Renderleistung einer CPU. Dabei bietet CineBench zudem die Möglichkeit ein bestimmtes Bild mit Single- oder Multi-CPU zu rendern. Da wir mit dem Athlon 64 kein HyperThreading-fähiges Gerät am Start hatten, haben wir uns auf den Single-Modus beschränkt.

Maxon CineBench 2003 (Angaben in Sekunden) zeigt uns sehr gemischte Leistungen: Das K8NNXP auf nForce 3 Basis kann hier unerwartet gut abschneiden und auch einen K8T800 Chipsatz klar schlagen. Mit etwa 3-4 Sekunden Abstand folgen dann die restlichen drei Platinen, welche allesamt relativ äquivalente Leistungen an den Tag legen. Warum das nForce-Board von Gigabyte hier so schnell rendern konnte, ist uns leider bis heute ein Rätsel. Mehr zum Fazit auf der nächsten Seite.


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