Außerirdisch: Foxconn MARS P35 im Test


Erschienen: 31.10.2007, Autor: Patrick von Brunn
Foxconn MARS

Lieferumfang

Foxconn will mit MARS ein Mainboard ohne Kompromisse anbieten und verfolgt diese Philosophie auch in Sachen Lieferumfang. Neben diversen Handbüchern, Anleitungen und Datenträgern mit Treibern und Software, finden wir Aufkleber und eine Halskette im Armee-Style im Lieferumfang. Zu den wichtigeren Accessoirs zählen wir das I/O-Shield für das Back-Panel, je ein IDE- und Floppy-Datenkabel, ein Slotbracket für 2x USB 2.0 und FireWire (passive Ausführung), ein optionaler Lüfter für die P35-Northbridge, sechs Molex-SATA-Stromadapter, sowie sechs SATA-Datenkabel. Bei den SATA-Datenkabeln hat Foxconn vier herkömmliche Versionen und zwei mit je einem abgewinkelten Ende beigelegt. Ein sehr üppiger Lieferumfang mit netten Gimmicks, der perfekt gewesen wäre, wenn wir noch ein Slotbracket für die Stromversorgung von externen eSATA-Laufwerken im Karton gefunden hätten.

  • Handbuch, Treiber-CD und RAID-Diskette
  • Aufkleber, Tatoos und Halskette
  • 4x SATA-Datenkabel (normal)
  • 2x SATA-Datenkabel (abgewinkelt)
  • 6x Molex-SATA-Stromadapter
  • 1x IDE-Datenkabel
  • 1x Floppy-Kabel
  • Slotbracket (2x USB 2.0, 1x passives FireWire)
  • Optionaler Northbridge-Lüfter
  • ATX-I/O-Shield

Ausstattung

Da die Zielgruppe des Mainboards klar abgesteckt ist, schöpft man auch bei der Ausstattung aus dem Vollen und bringt nahezu alles auf eine Platine, was das Herz begehrt. Neben den herkömmlichen Eckdaten gehören unter anderem zwei PCI Express x16 Ports mit zu den Spezifikationen. Als echte x16-Schnittstelle nach klassischer PEG-Anforderung ist jedoch nur einer der beiden ausgeführt, da der Intel P35-Chipsatz nicht ausreichend PCI Express Lanes für vollwertiges CrossFire (SLI nicht offiziell unterstützt) bereithält (x4 elektrisch für den zweiten PEG). Mit dabei ist außerdem auch eine IDE-Schnittstelle für herkömmliche optische Laufwerke und ältere Festplatten, die Foxconn mithilfe des JMB361-Controllers von JMicron wiederbelebt hat. Dieser Chip für PCI Express x1 bringt auch einen zusätzlichen SATA-Port mit sich, den die Ingenieure für die Realisierung des rückwärtigen eSATA am Back-Panel genutzt haben. Wer noch unbedingt auf eine antiquarische COM-Schnittstelle angewiesen ist, wird einen passenden Header auf dem Board finden, ein Slotbracket liegt aber nicht bei. Volle Kompatibilität gewährleistet man bei der FireWire-Bestückung, da man beide gängigen Anschlussvarianten implementiert hat: 4-polig (ohne Stromversorgung) und 6-polig (mit Stromversorgung) an Slotbracket bzw. Back-Panel. Einen kleinen Haken hat die Auswahl des FireWire-Controllers TSB43AB22A von Texas Instruments jedoch - mehr dazu aber erst später.

Abschließend noch ein nettes Extra für Bastler: Das Mainboard lässt sich auch ohne Gehäuse problemlos betreiben, da man entsprechende Buttons fest implementiert hat: POWER_ON, RESET, CLS_CMOS. Mit dabei ist auch ein Schutzjumper, damit nicht versehentlich CMOS-Clears ausgeführt werden. Folgend die Spezifikationen auf einen Blick:

  • LGA775 Sockel für Single-, Dual- und Quad-Core Prozessoren
  • 4x DDR2-DIMM-Sockel für DDR2-533/667/800/1066
  • Bis zu 1333 MHz Front Side Bus
  • 2x PCI Express x16 (16, 4 Lanes)
  • 2x PCI Express x1 (1, 1 Lanes)
  • 3x PCI (32 Bit)
  • 6x SATA2 (RAID 0, 1, 5 und 0+1)
  • 1x eSATA (I/O-Shield, JMicron JMB361)
  • 2x PATA (ein Port für zwei Geräte, JMicron JMB361)
  • 8-Kanal HD-Audio (Realtek ALC888)
  • Gigabit-Ethernet (nativ, Realtek RTL8111B PHY)
  • 12x USB 2.0 (6x I/O-Shield, 6x extern)
  • 2x FireWire 400 (1x I/O-Shield, 1x extern, TI TSB43AB22A)
  • Audio-Anschlüsse und S/PDIF (optisch/koaxial)

Das Back-Panel des MARS lässt kaum Wünsche offen.


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