Elitegroup ECS K7S6A im Test


Erschienen: 01.04.2002, Autor: Pascal Heller
Layout
Das S7S6A Board ist für AMD Athlon/Duron/XP Prozessoren entwickelt und somit im ATX Formfaktor gebaut. Wie jedoch schon zu erwarten war, sind auf einer Seite des Sockels eine hohe Reihe von Transistoren platziert, welche die Montage eines Klammerkühlers nicht gerade erleichtern. Trotzdem hat uns der Sockel gefallen, denn wie auch schon bei Epox, verwendet ECS bei dem Sockelhebel Metal um eine Beschädigung durch Abbrechen des Hebels vorzubeugen.

Bei genauerem Hinsehen erkennt man im Sockel wieder einen Temperaturmesser, der bei montiertem Prozessor unter der DIE liegen würde.
Lernen sie es denn nie? - wenn doch schon von AMD eine Messdiode im Kern installiert wurde, wieso dann noch mit einer veralteten und dazu auch noch ungenauen Messweise arbeiten? Doch wenigstens ist der Temperaturfühler so gebaut worden, daas er auch genau an der DIE anliegt und somit nicht zusätzlich die Temperatur verfälscht. Für uns trotzdem ein unverständlicher Schritt. Für Laien wahrscheinlich nicht nachvollziehbar, doch zumindest in Kreisen von Hardwareentusiasten wird schon seit längerer Zeit eine Platine erwartet, die die Temperatur aus der Messdiode des Athlon XP ausliest

Um den Sockel, wurde die keepout-Area von AMD eingehalten. Der uns größte zu Verfügung stehende Kühler, der ALPHA PAL 8045 passte einwandfrei auf den Sockel.



Die Platine selbst ist gelblich gefärbt und besitzt so manchen farblichen Akzent, so sind z.B. die RIMM-Slots in blau gehalten, sowie die IDE Anschlüsse abgesetzt. Wobei wir schon bei dem Thema wären, welches jedem Tester und End-User die Wut hochkommen lässt. Am untersten Punkt der Platine sitzt der Disketten Anschluss und lässt sich in einem Bigtower so gut wie nicht verwenden, denn nicht mal die mitgelieferten Kabel sind in angemessener Länge. Hier bleibt nur zu sagen, dass scheinbar die Designer von Elitegroup nicht in der Lage sind eine Platine nach den Ansprüchen ihren Käufer zu bauen.



Was uns erst beim Einbau auffiel und eigentlich sehr interessant ist, der AGP-Slot ist so tief, das beim Einbau der Platine nicht die erste Slotblende abgeschraubt werden muss bzw. nicht dort die Grafikkarte ihren Platz findet, sondern einen Slot weiter unten die Grafikplatine eingebaut wird. Beim ersten Einbau war es auf jedenfall sehr verwunderlich, denn komischerweise passte die Grafikkarte nicht in den AGP-Slot bis auffiel, dass eine noch am Platz befindliche Slotblende im Weg stand. Das war wohl als kleiner Scherz gedacht, denn somit rutschen alle Karten weiter nach unten, was heißt man muss beim Umbau von einem Board auf das andere die hinteren Slotblenden vertauschen.

Doch auf abwechslungsreichen tiefergelegten AGP-Slot, hielten die Mängel noch nicht ein; Die Rimm Anschlüsse weisen den nächsten zugegebenermaßen kleinen Schwachpunkt auf: genau hinter dem 2ten Steckplatz befindet sich der Anschluss für den CPU Lüfter, was ein Abstecken von diesem sehr erschwert. Nach allen Layout Problemen, muss man jedoch sagen, dass SIS für den Power-Connector einen annehmbaren Platz gefunden hat, doch dies nur aufgrund dessen, dass der ganze rechte obere Teil, wie Sockel A, Speicherplätze und SIS745 Bridge viel weiter nach rechts gerückt sind. Somit mussten die IDE & Disketten Anschlüsse nach unten weichen. Für uns ein viel zu hoher Preis, lieber hätten sie den Stromanschluss in eine schlechte Position gesetzt und dafür ein besseres Layout beibehalten.

Vorerstes Layout-Fazit:

Ein Mainboard mit einem schlechter gelösten Layout haben wir selten gesehen.


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