G.Skill DDR2-1066 im Test: F2-8500CL5D


Erschienen: 16.05.2007, Autor: Patrick von Brunn
Benchmarks

Wie immer bei unseren Reviews im Bereich der DDR2-Speicher auf nForce 680i SLI-Basis starteten wir die Prozedur im Unlinked-Modus, in dem unsere Core 2 Extreme CPU mit 2,93 GHz taktete. Neben der ersten Messung bei 800 MHz und mit aus dem EEPROM ausgelesenen SPD-Settings für die Timings versuchten wir unser Glück mit dem Verschärfen der Settings. Die mittels Serial Presence Detect (SPD) hinterlegten Informationen für den Betrieb bei DDR2-800 sind wenig aufregend und betragen 5-5-5-15-23 bei einer Command Rate von 2T. Bei möglichst kleiner Erhöhung der Vdimm versuchten wir anschließend, die Timings bei DDR2-800 zu minimieren und konnten durchaus brauchbare Werte ermitteln. Bei einer Versorgungsspannung von 2,250 Volt konnten wir rasante Settings von 3-3-3-4-5, bei einer Command Rate von 1T als maximal performant, aber dennoch zu 100 Prozent stabil ausmachen. Damit erreicht das Kit von G.Skill hier das selbe Niveau wie der deutlich teurere Dominator TWIN2X2048-10000C5DF von Hersteller Corsair, der im direkten Vergleich jedoch eine um 0,05 Volt geringere Spannung benötigte.

Im von G.Skill vorgegebenen DDR2-1066-Modus mit den entsprechenden SPD-Timings (im BIOS durch aktives EPP und 0% Übertaktung auswählbar) wollten wir primär die nötige Betriebsspannung verringern. Durch den aktivierten EPP-Modus (SLI-Ready Memory: "Enabled") unterrichtete der Speicher das Mainboard, dass 2,350 Volt nötig sind. Dies stellten wir natürlich in Frage und konnten sogar bei 2,250 Volt noch ohne Schwierigkeiten und Ausfälle das System belasten. 3DMark und paralleles Encoding konnten an diesem Zustand nicht rütteln. Als mager erwieß sich jedoch die resultierende Leistung, verdeutlicht durch den Datendurchsatz, da eine hohe tRC von 47 (!) automatisch erkannt wird und für den Einbruch sorgt. Diesem Zustand wollten wir durch eine weitere Messung (siehe Tabelle) abhilfe schaffen, da die Timings klar unter dem Potenzial des Speichers lagen. Zudem gingen wir der maximal möglichen Frequenz auf den Grund, die sich schließlich bei 1280 MHz einpendelte. Leider war hierfür die höchstmögliche Versorgungsspannung von 2,500 Volt nötig und die Leistungsaufnahme nahm rapide zu.

Optisch machen die G.Skill-Module dank matt-blauer Oberfläche,
verschönert mit glänzenden Elementen, einiges her.

Im Linked-Modus konnten wir schließlich bei 1,400 Volt Core-Spannung für die CPU und 2,500 Volt für die Speicherriegel ein maximales Ergebnis von 1265 MHz erzielen. Leider waren die erreichten 1280 MHz aus dem Unlinked-Modus nicht bei synchronem FSB reproduzierbar, obwohl unsere CPU und auch das Mainboard schon deutlich höhere Frequenzen ermöglicht hatten (siehe andere DDR2-Reviews). Dabei lag die Frequenz des Prozessors bei 3,48 GHz. Dieser Wert konnte ohne hardwareseitige Schwierigkeiten oder größere Temperaturprobleme betrieben werden. Seitens der Frequenz konnten wir bei der Proportionalität zwischen CPU und Speicher also ein höheres Ergebnis erzielen, aber warum? Dieser Sachverhalt lässt sich leicht erklären: Bei Unlinked versucht das Mainboard/BIOS, stets einen passenden Teiler für die gewählte Speicherfrequenz und die CPU-Frequenz zu finden. Ausgehend davon, das die CPU nicht übertaktet werden darf, bleibt deren Takt also durchweg bei 2,93 GHz und das Mainboard/BIOS nimmt dies als Ausgangspunkt. Gleichzeitig beschränkt sich damit aber auch die Präzision der Speicherfrequenz und es stehen lediglich bestimmte Intervalle zur Verfügung, die immer in eine feste Frequenzvorgabe münden. Dies rührt daher, dass die Teiler nur in endlicher Menge vorliegen und daher eine eher grobe Abstufung (z.B. 4:9, 3:7, 5:12 etc.) zwischen diesen entsteht. Ein Beispiel: Setzen wir 1200 MHz als Speichertakt, wird automatisch ein Teiler von 4:9 gewählt, was wieder in 2,93 GHz Kernfrequenz resultiert (600 MHz [Speichertakt] * 4:9 [Teiler] * 11 [CPU-FID] = 2,93 GHz). Würden wir nun 1250 MHz einstellen, stünde uns kein passender Teiler zur Verfügung, da weder 3:7 (= 2,95 GHz) noch 5:12 (= 2,86 GHz) die erwünschten 2,93 GHz liefert. Ergo muss die Frequenz des Speichers auf genau 1244 MHz abgesenkt werden, damit die exakte CPU-Frequenz konstruiert werden kann (622 MHz [Speichertakt] * 3:7 [Teiler] * 11 [CPU-FID] = 2,93 GHz). Entsprechend muss man für noch höhere Taktraten im Unlinked-Modus einen gewissen Frequenzbereich überspringen um zum nächsten Teiler zu gelangen, was in diesem Falle 5:12 wäre. Nachdem wir abschließend noch die Timings optimiert haben, konnten wir ein gutes Ergebnis von gut 6,8 GB/s erreichen. Kein schlechter Wert, aber im Vergleich zu den bisherigen Testprobanden eben nur Mittelmaß...

Spannung [V] Timings Frequenz [MHz] / Teiler / CPU [GHz]Bandbreite (Lesen)
2,2505-5-5-15-47-2TDDR2-10661:22,93 GHz100%5.486 MB/s-4,0%

Frequenz und Timings laut Hersteller (Unlinked)

2,5005-8-8-24-36-2TDDR2-12805:122,93 GHz+20%5.638 MB/s-1,4%

Maximale Frequenz (Unlinked)

1,8505-5-5-15-23-2TDDR2-8002:32,93 GHz75%5.717 MB/s100%

Standard SPD-Betrieb bei DDR2-800 (Unlinked)

2,3754-3-3-5-7-2TDDR2-10661:22,93 GHz100%5.819 MB/s+1,8%

Schärfste Timings bei Referenzfrequenz (Unlinked)

2,2503-3-3-4-5-1TDDR2-8002:32,93 GHz75%5.949 MB/s+4,1%

Schärfste Timings bei DDR2-800 (Unlinked)

2,5005-8-8-23-26-2TDDR2-12651:23,48 GHz+18,7%6.648 MB/s+16,3%

Maximale Frequenz/FSB (Linked)

2,5005-4-4-6-9-2TDDR2-12651:23,48 GHz+18,7%6.852 MB/s+19,9%

Maximale Frequenz/FSB, schärfste Timings (Linked)

Alle Angaben ohne Gewähr

Leistungsaufnahme

Leistungsaufnahme (Last)
DDR2-800 (5-5-5-15-23-2T/1,850V)
209,0
DDR2-800 (3-3-3-4-5-1T/2,250V)
218,0
DDR2-1066 (5-5-5-15-47-2T/2,250V)
222,0
DDR2-1066 (4-3-3-5-7-2T/2,375V)
227,0
DDR2-1280 (5-8-8-24-36-2T/2,500V)
237,0
DDR2-1265 (5-8-8-23-36-2T/2,500V)
261,0
DDR2-1265 (5-4-4-6-9-2T/2,500V)
262,0
Angaben in Watt (weniger ist besser)


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