LGA775 Review Teil 1: i915/i925X im Detail


Erschienen: 19.06.2004, Autor: Patrick von Brunn
Flex Memory Technologie

Ein bislang wenig beachtetes, aber einmaliges Feature ist die flexible Speicherarchitektur. Die neue Flex Memory Technologie von Intel ermöglich hier deutlich mehr Spielraum beim Aufrüsten des PCs bzw. dem Belegen der DIMM-Sockel einer i915/i925X Platine.

So kann man beispielsweise mit 2x 256 MB DDR-II Speicher starten und dann, wenn gewünscht, mit nur einem 512 MB DIMM aufrüsten (da die Speicherindustrie auf neue Speicherdichten wechselt, wird das 512 MB Modul billiger sein, als nochmal 2x 256er DIMMs). Hierzu setzt man die beiden 256 MB Module einfach in die beiden Sockel des ersten oder des zweiten Channels und den neuen 512 MB Riegel in einen Sockel des noch freuen Channels - somit bleibt der Dual-Channel Betrieb trotz unterschiedlicher Speicherkapazitäten und einer "krummen" Anzahl der Module aufrecht. Die Intel Flex Memory Technik bringt kurz gesagt mehr Möglichkeiten zur Speicheraufrüstung.

Matrix Storage

Matrix Storage ist der neue Überbegriff für die Festplatten-Controller der i915 und i925X Chipsätze. Kommt auf entsprechenden Motherboards Intel I/O Controller Hub ICH6R oder ICH6RW zum Einsatz, darf man sich kurz gesagt über eine Reihe neuer Features und deutlich mehr Performance freuen! Das besondere an der Intel Matrix Storage Technik ist die Fähigkeit mit nur zwei Festplatten gleichzeitig einen RAID0 und einen RAID1 zu betreiben. So bekommt man viel Speicherkapazität und hohe Performance für unkritische Daten und Datensicherheit für die wirklich wichtigen Dateien. Natürlich kann man auch RAIDs mit bis zu vier Festplatten problemlos erstellen.

Weiterhin kann ein OEM das System als "RAID-ready" ausliefern und das nachträgliche Einbauen einer zweiten Festplatte ermöglicht das Erstellen eines echten RAID-Systems, ohne die Neuinstallation des Betriebssystems. Die besagte Mehrperformance bei Serial-ATA Festplatten erreicht Intel durch ein neues Feature: Native Command Queuing (Bestandteil des Serial-ATA Advanced Host Controller Interface). Verfügt man über ein Board mit entsprechendem ICH und S-ATA Festplatten mit NCQ Unterstützung, steht einer Inbetriebnahme nichts mehr im Wege, da man durch die Installation des Intel Application Accelerator (ab Version 4.0) NCQ aktivieren kann. Native Command Queuing könnte man grob gesagt als Sortierung der zu lesenden Daten verstehen, da zuvor die Reihenfolge der zu bearbeitenden Befehle nach Lage der Daten auf der HDD sortiert werden. Ein Blick auf die folgende Grafik und die darunterstehende Erklärung sollten dies verständlich machen.


Bei deaktiviertem NCQ benötigt die Scheibe etwa 2,5 Umdrehungen, um alle nötigen Daten zu lesen (Reihenfolge: A-B-C-D). Installiert man Intels AA 4.0 und aktiviert NCQ, werden die Daten "intelligenter" ausgelesen und es wird nur noch eine Rotation benötigt. Intel über Native Command Queuing: "Mit dem ICH6 unterstützen wir jetzt Native Command Queuing und damit hat man bei einem 7.200er Laufwerk die Performance einer Festplatte mit 10.000 RPM.". Des Weiteren hat Intel auch der Anzahl der zur Verfügung stehenden Kanäle ein wenig gespielt: Es stehen zwei SATA-Kanäle (bis zu vier Geräte) und ein PATA-Kanal (bis zu zwei Geräte) zur Verfügung. Insgesamt betracht zielt Intel immer mehr auf den absoluten Durchbruch von Serial-ATA ab und verbessert dies gleichzeitig noch weiter durch Features wie NCQ.



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