MSI K8T Neo2 für Sockel 939 im Test


Erschienen: 27.12.2004, Autor: Patrick von Brunn
Bios

Prinzipiell bilden Lieferumfang und Ausstattung einen sehr elementaren Teil eines Motherboards und und trennen meist die Spreu vom Weizen. Doch nicht nur in Sachen Hardware muss unserer Meinung nach ein erstklassiges Motherboard einiges bieten - das Bios spielt ebenfalls eine sehr große Rolle im Gesamtauftreten einer Platine. Aus diesem Grund möchten wir in den folgenden Abschnitten das Bios (Basic Input Output System) des MSI K8T Neo2-FIR genauer unter die Lupe nehmen und über Vor- und Nachteile berichten. Vorab möchten wir bereits zwei Vorteile nennen: Das Board ist Cool´n´Quiet Ready und verfügt über eine integrierte Lüftersteuerung, welche die Drehzahl des CPU-Lüfters regelt.

Die Menüteile "Standard CMOS Features" und "Advanced" BIOS Features" bieten einen gewohnten Anblick und erlauben das Konfigurieren der IDE-Controller, Uhrzeit, Bootsequenz, und vielem mehr - Standard. Etwas schlanker als gewöhnlich fällt das Menü "Advanced Chipset Features" aus, da MSI für die Konfiguration von Speichertimings, Front Side Bus etc. ein seperates Untermenü eingeführt hat. So bleibt hier nur das Setup von AGP und LDT übrig. Neben den weiteren Menüpunkten, welche wir hier außer Acht lassen müchten, bleibt noch das besagte "Cell Menu" - hier vereint MSI alle nötigen Funktionen für das Feintuning der Hardware. Mehr dazu im nun folgenden Abschnitt...

Beginnen wir bei der Analyse des Cell Menüs, welches den Core Cell Chip auf der Platine steuert, mit den veränderbaren Spannungen: So kann man die CPU- (steigerbar von 3,3 bis 15 Prozent), die AGP- (1,55 bis 1,85 Volt; 0,05 Volt Schritte), die Memory- (2,55 bis 2,85 Volt; 0,05 Volt Schritte) und die HT-Voltage (1,26 bis 1,38 Volt; 0,06 Volt Schritte) sauber konfigurieren, auch wenn wir uns bei der Regelung der CPU-Spannung doch lieber eine konventionelle Erhöhung in Intervallen gewünscht hätten. Ansonsten kann man auch diverse Frequenzen und Multiplikatoren präzise einstellen: HyperTransport (200 bis 1.000 MHz; 200 MHz Schritte), CPU FSB (200 bis 280 MHz, 1 MHz Schritte), AGP-Frequency (Default, 66 oder 75 MHz; PCI/AGP-Fix vorhanden) und CPU Ratio (Multiplikator für Kerntakt).

Des Weiteren beinhaltet Cell auch das bekannte "DRAM Configuration" Menü, welches die Konfiguration des Speichers ermöglicht. So lassen sich die elementarsten Daten genau justieren: tRP (RAS Precharge Time; 2 bis 6), tRCD (RAS to CAS Delay, 2 bis 6), tCL (CAS Latency; 2, 2.5, 3) und tRAS (RAS Active Time, 5 bis 15) - 1T Timing und diverse weitere Punkte lassen sich ebenfalls steuern. Wer mit den zahlreichen Details nicht so vertraut ist, kann auch einfach auf die "Dynamic Overclocking" Funktion des Bios zurückgreifen und das System sich, einfach ausgedrückt, selbst übertakten lassen. Dabei übernimmt der Cell-Chip unter anderem das Regeln der Frequenzen und Spannungen.

Wer ansonsten eher auf "die Windows-Methode" steht, kann zahlreiche Einstellungen auch via Core Center Sofware von MSI vornehmen - die Software arbeitet Hand in Hand mit dem Core Cell Chip und erlaubt beispielsweise das Erhöhen des Front Side Bus während des Betriebs. Auch das Bios lässt sich bequem updaten.

Overclocking

Natürlich hat uns auch das manuelle Overclocking ohne D.O.T (Dynamic Overclocking Technology) gereizt und wir haben unseren Athlon 64 3800+ (12x200 MHz) an die Grenze, welche uns das Motherboard aufweist, getrieben. Da uns primär der maximal erreichbare Bustakt interessierte, setzten wir den Multiplikator (CPU Ratio) des Athlon 64 3800+ auf 11 herab - 2.200 MHz. Dabei konnten wir zu einem durchaus positiven Ergebnis kommen, welches bei 2.519 MHz und einer Core-Spannung (VCore) von knapp 1,6 Volt lag. Der Bustakt betrug dabei 229 MHz und lag somit 5 MHz über dem maximalen Ergebnis des Asus A8V Deluxe. Eventuell hat MSI hier durch ActiveMOS (passive Kühlung der Spannungswandler) einen kleinen Vorteil.




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