nForce 2 Ultra 400 im Test: EPoX 8RDA3+


Erschienen: 01.06.2003, Autor: Patrick von Brunn
Vorwort

Wer sich erst vor kurzer Zeit ein neues nForce 2 Motherboard gekauft hat, wird sich nun gewaltig ärgern, da er die Inkompatibilität seines Systems mit FSB400 Prozessoren feststellen muss. Die Hintergründe des neuen nForce 2 Ultra 400 sind immer noch nicht ganz geklärt, bzw. was am Chip verändert wurde...

So findet man auf den FSB400-tauglichen Motherboards eine neue Northbridge, welche das neue A1- bzw. S2-Stepping beinhaltet und somit ein wichtiger Eckpunkt in der Kompatibilität mit 200 MHz Front Side Bus ist. Auf den bisher erhältlichen nForce 2 Hauptplatinen fand man entweder das A2- oder das etwas ältere A3-Stepping, welche beide ihren Dienst bestens verrichteten, doch nur sehr selten unter FSB400. An dieser Stelle halten wir fest, dass eine neue Revision der nForce 2 Northbridge offensichtlich unumgänglich ist...

Wenn man etwas genauer hinsieht wird man auch feststellen, dass zusammen mit dem neuen A1- bzw. S2-Stepping auch eine neue Southbridge in die Platinen integriert wurde. So kam bisher (bei MCP und MCP-T) immer das A3-Stepping zum Einsatz, welches nun durch ein neueres A4 ersetzt wurde. Wie die Kollegen von Hard Tecs 4U in einem ihrer Artikel berichten, überzeugt die neue Southbridge vor allem durch die geringere Wärmeentwicklung. Wurde eine alte A3-Southbridge noch richtig heiß, konnten die Kollegen bei ihren Testläufen eine nicht annähernd so hohe Wärmeentwicklung feststellen. Hier scheint Nvidia auch einiges getan zu haben, was offensichtlich für mehr Stabilität bei höheren Front Side Bus Frequenzen gesorgt hat. Hersteller EPoX geht hier mit dem 8RDA3+ auf Nummer sicher, und kühlt die Southbridge passiv. Welches Stepping zum Einsatz kam, klären wir später...

Des Weiteren soll es auch Veränderungen am Platinenlayout der einzelnen Motherboards gegeben haben, was auf etwas größere Änderungen in North- bzw. Southbridge schließen lässt, da bisherige Steppings, Dank der Pinkompatibilität der Chips, einfach zu implementieren waren. Selbstverständlich wurde auch auf allen neuen FSB400-tauglichen Boards ein neues Bios aufgespielt. So kann man zusammenfassend sagen, dass der neue FSB400 nicht nur durch kleinere Veränderungen gewährleistet wird, sondern eine Reihe von Faktoren, die wir oben erläutert haben, eine Rolle spielen...

Jedoch ist nun mit der neuen North- und Southbridge die nForce 2 Evolution noch lange nicht abgeschlossen: Wie die Kollegen von The Inquirer erfahren haben wollen, wird Nvidia ab kommenden Juli dem nForce 2 Chipsatz eine neue Southbridge verpassen, die vor allem deutlich mehr Features als die alte MCP-T bieten soll. Demnach wird die MCP-S (S steht für Serial-ATA) über einen integrierten Serial-ATA-Controller und einen Gigabit-Ethernet Adapter verfügen. Gleichzeitig wird auch noch ein herkömmlicher 100 MBit/sec Port verbaut sein, daher wird jedes neue MCP-S Board über Dual-LAN verfügen. Selbstverständlich werden auch übliche Features wie zum Beispiel FireWire (IEEE1394) und USB 2.0 nicht fehlen. Erste Boards werden für Mitte Juli erwartet...

Bevor wir nun mit dem Test beginnen, möchten wir uns noch ganz herzlich bei Hersteller EPoX bedanken, der uns das neue nForce 2 Ultra 400 Board zur Verfügung gestellt hat...


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