Nvidia nForce 680i SLI Praxistest: EVGA NF68


Erschienen: 07.12.2006, Autor: Patrick von Brunn
Leistungsaufnahme

Mithilfe des Energy Check 3000 von Voltcraft haben wir sowohl im Idle-Betrieb (mit C1E und EIST) als auch bei maximaler Belastung die Leistungsaufnahme unseres gesamten Testsystems gemessen (ohne Monitor). Zur Volllast-Messung sei gesagt, dass das gesamte System mittels 3DMark06 ausgelastet wurde und daher auch die Grafikkarte mit in die Rechnung eingeht. Folgend die Ergebnisse im Überblick.

Last Gesamt-Stromaufnahme
EVGA NF68 (nForce 680i SLI)
201,0
Asus P5W DH Deluxe (975X)
193,0
Angaben in Watt (weniger ist besser)
Idle Gesamt-Stromaufnahme
EVGA NF68 (nForce 680i SLI)
116,0
Asus P5W DH Deluxe (975X)
107,0
Angaben in Watt (weniger ist besser)

Temperaturen

Bei der Messung der Temperaturen wollten wir uns vor allem unabhängig von den verbauten Temperatur-Sensoren machen und haben uns daher auf eine externe Ermittlung konzentriert. Zu diesem Zweck haben wir wiederum ein Messgerät aus dem Hause Voltcraft herangezogen: Infrarot-Thermometer IR 270H. Jeder beliebige Körper, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt (0° Kelvin bzw. -273° Celsius) liegt, sendet Wärmestrahlen im IR-Bereich aus. Anhand eines idealen Wärmestrahlers, dem so genannten "schwarzen Körper", lässt sich somit ein Emissionsgrad der Strahlung ermitteln und daraus die Temperatur bestimmen. Der Grad der Emission variiert hauptsächlich durch die Oberfläche der Messobjekte, weshalb wir uns eines kleinen Tricks bedient haben: Jegliche zu messende Objekte wurden mit matt-schwarzem Klebeband beklebt und lassen sich daher mit dem entsprechenden Emissionsgrad von matt-schwarz (etwa 0,92) messen. Durch diesen Schritt wurden wir nicht nur unabhängig von den Temperatursensoren, sondern auch von den Materialien und Beschaffenheiten der Oberflächen (poliert, lackiert etc.). In der Praxis werden die tatsächlichen Kerntemperaturen der Chipsätze zwar über den Niveaus ihrer Kühlkörper liegen, doch ist dies ein realistischer Anhaltspunkt ohne Einfluss der Board-Sensorik.

Folgend die Ergebnisse im passiven Betrieb, wie er für beide Plattformen vorgesehen ist.

Northbridge-Temperatur (Last)
Asus P5W DH Deluxe (975X)
50,0
EVGA NF68 (nForce 680i SLI)
89,0
Angaben in Grad Celsius (weniger ist besser)
Southbridge-Temperatur (Last)
Asus P5W DH Deluxe (975X)
53,0
EVGA NF68 (nForce 680i SLI)
82,0
Angaben in Grad Celsius (weniger ist besser)
Northbridge-Temperatur (Idle)
Asus P5W DH Deluxe (975X)
45,0
EVGA NF68 (nForce 680i SLI)
87,0
Angaben in Grad Celsius (weniger ist besser)
Southbridge-Temperatur (Idle)
Asus P5W DH Deluxe (975X)
52,0
EVGA NF68 (nForce 680i SLI)
80,0
Angaben in Grad Celsius (weniger ist besser)

Zuerst misstrauten wir der LCD-Anzeige des Thermometers, doch ein kurzes (!) Finger-Auflegen bestätigte uns die enormen Temperaturen des nForce 680i-Chipgespanns. Zweifellos lief das System stabil und absolvierte alle Benchmarks ohne den kleinsten Eindruck einer Instabilität, doch sind die Messwerte sind alles andere als akzeptabel. Für das Overclocking sind wir jedoch auf den aktiven Betrieb umgestiegen, wie auch Nvidia und EVGA es empfehlen. Nach der Installation des mitgelieferten Lüfters gestaltete sich das Ganze schon wesentlich angenehmer und die Temperaturen fielen auf 43,0 (Northbridge) bzw. 40,5 Grad Celius (Southbridge) im Idle sowie 44,0 (Northbridge) bzw. 40,5 Grad Celsius (Southbridge) bei Last. Dank der integrierten und wahrlich auch gut funktionierenden Lüftersteuerung lässt sich hier die Drehzahl des Lüfters drosseln und das System arbeitet bei gemütlichen 50 bis 55 Grad Celsius und moderaten Drehzahlen. Überrascht waren wir von der guten Leistung der Heatpipe, die North- und Southbridge in thermischer Hinsicht effektiv verbindet.


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