Potenzial: 11 DDR-DIMMs im Leistungstest


Erschienen: 12.05.2006, Autor: Andreas Venturini
Infineon HYS64D64300HU-5-C (PC3200)

Mit den beiden Infineon 512 MB Single-Rank-Modulen finden sich die ersten Vertreter ohne bunte Heatspreader in unserem Testpool. Dass sich aber auch ohne solche solide Ergebnisse erzielen lassen, beweisen die Module mehr als eindrucksvoll. Behalten Sie bitte den Preis von etwa 72 Euro im Hinterkopf, wenn Sie unten stehende Tabelle betrachten. Kleiner Schönheitsfehler: Windows wollte erst booten nachdem wir die Latenzen auf 3-4-4-8 bei 200 MHz Standardtakt angehoben haben. Mehr als deutlich hinken also die gemessenen Resultate denen der Konkurrenz hinterher. Auch in der Praxis lassen sich hier leichte Unterschiede konstatieren.

Folgend sehen Sie die von uns ermittelten Resultate in der Übersicht:


Spannung [V] Timings (1T) HTT-Frequenz /CPU-Multiplikator Bandbreite (Lesen)
2,60 3,0-4-4-8 200 MHz 11 100% 5.401 MB/s 100%
2,60 3,0-4-4-8 220 MHz 10 +10,0% 5.526 MB/s +2,3%
2,60 3,0-4-4-8 240 MHz 9 +20,0% 5.620 MB/s +3,9%
2,60 3,0-4-4-8 250 MHz 9 +25,0% 5.803 MB/s +6,9%
Alle Angaben ohne Gewähr


Kingston HyperX KHX3200AK2/1G (PC3200)

Etwas hinter den Erwartungen zurück blieben die etwa 90 Euro teuren HyperX Speicher aus dem Hause Kingston. Zwar laufen auch sie bei 200 MHz mit akzeptablen Timings von 2-3-3-6 bei 2,6 Volt und liefern Ergebnisse, die sich gut ins übrige Testfeld integrieren; jenseits der 220 MHz dahingegen war es uns nicht möglich, die Module mit sinnvollen Einstellungen zu betreiben. Hier werden sie sogar von Third-Party Herstellern übertroffen. Man muss natürlich immer im Hinterkopf behalten, dass Überaktungspotenzial keine garantierte Eigenschaft eines Speicherriegels sein muss. Den Zweck, für den die Kingston-DIMMs konzipiert wurden, erfüllen sie problemlos. Allerdings ergibt sich somit auf der anderen Seite kein wirklicher Kaufgrund, wenn man sie mit der Konkurrenz vergleicht. Ob es sich eventuell um eine geringfügige Inkompatibilität mit unserer Testplattform handelte, konnten wir im weiteren Verlauf bislang nicht klären.

Folgend sehen Sie die von uns ermittelten Resultate in der Übersicht:


Spannung [V] Timings (1T) HTT-Frequenz /CPU-Multiplikator Bandbreite (Lesen)
2,60 2,0-3-3-6 200 MHz 11 100% 5.647 MB/s 100%
2,60 2,5-3-3-6 220 MHz 10 +10,0% 5.764 MB/s +2,0%
Alle Angaben ohne Gewähr


MDT M512-400-16 (PC3200)

Für etwa 70 Euro bekommt man die beiden Dual-Rank-Module von MDT. Für die Single-Rank Version muss man im Schnitt etwa 5 Prozent mehr hinlegen. Es ist somit neben den Infineon-Riegeln das günstigste DIMM-Kit in unserem Testfeld. Die Erwartungen waren entsprechend niedrig gesteckt. Immerhin laufen die Module noch bei 225 MHz HTT-Frequenz mit Timings von 2,5-3-3-5. Für den normalen Anwender also mehr als ausreichend. Die Leistungswerte in diesem Bereich sind im Rahmen von Messungenaugkeiten mit der (teureren) Konkurrenz vergleichbar. Die Unterschiede, die eine CAS Latency von 2,5 Taktzyklen bei 200 MHz gegenüber einem Parameter von 2 Taktzyklen (siehe Werte von CL2-Kits) ausmacht, sind marginal und im Praxisbetrieb nicht spürbar..

Folgend sehen Sie die von uns ermittelten Resultate in der Übersicht:


Spannung [V] Timings (1T) HTT-Frequenz /CPU-Multiplikator Bandbreite (Lesen)
2,60 2.5-3-3-5 200 MHz 11 100% 5.613 MB/s 100%
2,60 2.5-3-3-5 225 MHz 10 +12,5% 5.835 MB/s +3,8%
Alle Angaben ohne Gewähr


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