Soyo KT400 Dragon Ultra Platinum Edition


Erschienen: 08.02.2003, Autor: Patrick von Brunn
Layout

Ein sehr wichtiger und nicht zu vernachlässigender Punkt, ist das Layout eines Motherboards. Hier stellen sich oft Fragen der Kompatibilität zu anderer Hardware, welche eigentlich bei Soyo´s KT400 Dragon Ultra Platinum Edition nicht aufkommen sollten. Dieser Entschluss lässt sich ganz leicht fassen, da es sich um eine verbesserte Version des herkömmlichen Dragon Ultra handelt und man somit eventuelle Fehler der ersten Revision ausmerzen könnte. Ob Soyo saubere Arbeit verrichtet hat, sehen sie in den folgenden Abschnitten...

Grundsätzlich handelt es sich beim Dragon Ultra PE um eine Hauptplatine im ATX-Format, welche in jeden gängigen Tower passen sollte, so auch in unserem Fall. Als kleines Extra ist die Farbe des PCBs der Platine zu betrachten, da es silber ist und somit einen sehr edlen Eindruck macht, wie man es von Gold oder Deluxe Versionen gewohnt ist. Des Weiteren verfügt das Motherboard über alle nötigen Steckfunktionen, zu denen 5 PCI- und 1 AGP-Slot zählen (32 Bit PCI und AGP 3.0). Hier fällt uns bereits auch der erste kleinere Mängel auf: Zwischen PCI-Slot 1 und 2 (von oben nach unten), finden wir zwei CD-Line-In Anschlüsse, welche allerdings etwas ungeschickt angebracht wurden. So lange nur die unteren Slots belegt werden und Slot 1 und 2 nicht gleichzeitig, gibt es hier kein Problem. Will man allerdings nachträglich ein CD-Laufwerk an den Line-In anschließen ensteht hier ein Problem, da die beiden Stecker nur sehr schwer zu erreichen sind. Hier hilft entweder das Ausbauen der beiden PCI-Karten, oder man verwendet von Anfang an nur die unteren Slots...

An den Steckplätzen für IDE-Controller und Raid bzw. deren Umgebung, gibt es absolut nichts zu mekern, hier wird ausreichend Platz geboten, um Kabel anzuschließen. Besonders beim Raid ist mehr als genug Freiraum. Einen wort wörtlich nur kleinen Mengel gibt es bei den DIMM-Sockel für die Speichermodule: Hier kann bei bestimmten Modulen ein kleiner Kondensator im Weg sein, welcher sich direkt neben Speicherbank 3 befindet. Mit herkömmlichen Standard Modulen, wie wir sie von Infineon oder Samsung kennen, wird es hier nicht zu Problemen kommen, wer jedoch die einzelnen Chips seiner Speicherriegel mit passiven Kühlrippen versehen hat, wird hier eventuell Pech haben und auf eine Inkompatibilität seiner Speicher stoßen. Besonders bei Riegeln mit sogenannten Heatspreadern, wie sie von GeIL, Corsair oder OCZ Technologies bekannt sind, könnte es hier zu Problemen kommen. Wir haben das Ganze mit einem Corsair XMS PC3200 Modul getestet, hier verlief allerdings alles glatt und der Riegel passte ohne Probleme. Zu diesem Zweck hat Soyo eine umfangreiche Liste aller kompatiblen Speichermodule auf seiner WebSite veröffentlicht...

Ausreichend Platz findet man auch um den CPU-Sockel, was überaus wichtig ist, um ensprechende Kühler zu installieren. Sehr positiv ist auch, dass man sowohl herkömmliche, als auch etwas größere Kühlkörper installieren kann. Hier lässt sich unter anderem auch der Alpha PAL 8045 anbringen, welcher zu einer Vielzahl an Motherboards aufgrund des ungeschickten Layouts inkompatibel ist - Jedoch nicht mit dem Soyo KT400 Dragon Ultra PE. Zwar könnte der Platz mehr sein, aber reicht aus. Ein letzter Fehler am Layout lässt sich in der Nähe des AGP-Ports feststellen, wo sich ein 12 Volt Steck befindet. Eine sehr nette Idee von Soyo, da man hier direkt zum Beispiel die Grafikkarte mit Strom versorgen kann, wie es bei einer ATi Radeon 9700 Pro von Nöte wäre. Leider befindet sich der Stecker so dicht am AGP-Port, dass er eventuell gar nicht benutzt werden kann: Verfügt eine Grafikkarte über passiv gekühlte Speicherbausteine, wird der Stromstecker durch die Kühlrippen unzugänglich gemacht. Bei herkömmlichen Grafikkarten wäre ein Anschluss möglich...

Insgesamt ist das Board-Layout des KT400 Dragon Ultra PE in Ordnung, weist aber ein paar wenige kleine Mängel auf, die aber nicht zu schwerwiegend sind. Das Layout der Platine behalten wir mit einer positiven Bewertung im Hinterkopf, um dies später bei der Notenvergabe einfließen zu lassen...


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