Speichercheck: DDR400 Registered ECC Kits


Erschienen: 23.05.2004, Autor: Patrick von Brunn
ECC - Was ist das?

Wie wir bereits schon ausführlich durchleuchtet haben, basieren beide Athlon 64 Varianten - mit und ohne Dual-Channel Interface - auf einem integriertem Memory-Controller, der sich jedoch ein wenig unterscheidet. Grundlegend unterschiedlich ist die Speicherverwendung der beiden Athlon 64 Derivate, da der normale Athlon 64 auf herkömmlichen Unbuffered DDR (Double Data Rate) Speicher mit bis zu 200 und mehr MHz (DDR400 bzw. PC3200) und der Athlon 64 FX auf Registered DDR-RAM setzt. Der Vorteil von ECC-Modulen liegt zwar nicht in den Kosten, doch vielmehr in der Integrität von Daten. Der Error Correction Code Speicher übermittelt pro Datenversand zusätzliche Paritätsbits (64 Bit pro Modul + 8 Bit Parität), welche die zu übertragenden Daten auf Parität bzw. auf Gültigkeit überprüfen. Paritätsbits sind so genannte Kontrollbits, die eine Bitfolge als gerade oder ungerade deklarieren (gerade oder ungerade Anzahl von Einsen bzw. High-Signalen). Durch das horizontale und vertikale Überprüfen der Parität lassen sich fehlerhafte Bits eindeutig aufspüren und gegebenenfalls auch korrigieren. Somit ist es letztlich möglich 2 Bit Fehler zu erkennen und 1 Bit Fehler sogar zu beheben und die Daten korrekt zu übermitteln. Ein 2 Bit Fehler erfordert natürlich die Neuübertragung des betroffenen Bursts (Reihe von Bits). Soweit dieser kleine Exkurs aus der Elektro- und Informationstechnik. Im folgenden Abschnitt können sie sich nun noch über die verschiedenen ECC-Modis informieren.


Die ECC-Modi

Wie bereits oben erwähnt, gibt es verschiedene Arten von ECC, genauer gesagt zwei: Den herkömmlichen ECC-Modus und den etwas erweiterten ChipKill ECC. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Modi besteht in der Datenintegrität bzw. der Fehlererkennung und Fehlerkorrektur. Bereits im oberen Abschnitt haben wir ihnen verdeutlicht, dass ECC in der Lage ist durch die zusätzlichen redundanden Informationen (Parity-Bits) bis zu zwei Fehler zu erkennen und auch einen zu beheben. ChipKill ECC, auch als Advanced ECC bekannt, ermöglicht hier deutlich höhere Datensicherheit: Bis zu acht Fehler erkenn- und vier Fehler korrigierbar.

Beide Modi waren im Bios unseres Asus SK8V (Beta 2002.19) problemlos anwählbar und zeigten auch große Stabilität. Bis auf wenige "Freezes", lief das System mit beiden Error Correction Code Varianten perfekt stabil, was zu Beginn der AMD64-Generation noch ganz anders aussah.


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