VIA KT400A unter der Lupe: EPoX 8K9A9I


Erschienen: 08.06.2003, Autor: Patrick von Brunn
Einbau

Der Einbau des 8K9A9I von Hersteller EPoX verläuft im Regelfall absolut problemlos, da das Board auch Dank seiner größe sehr leicht in das Gehäuse einzufügen ist. Kleine Hürde, die aber von jedem überwunden werden kann, ist das Jumpern des Front Side Bus, welches heutzutage nur noch auf VIA KT-Platinen zu finden ist. Hier muss man mittels zweier Jumper den CPU-Bustakt einstellen (100, 133 bzw. 166 MHz). Wie zu erwarten war, findet man kein Setup für 200 MHz Taktung. Jedoch lässt sich dies später per Bios noch erhöhen. Mehr dazu erst im nächsten Abschnitt. Erscheint nach der ersten Inbetriebnahme des Systems der Code FF auf der Postanzeige, wurde alles richtig installiert und man kann nun mit dem Einrichten der Software bzw. des Betriebssystems beginnen...

Bios & Overclocking

Das Bios des 8K9A9I kann zwar einige interessante Einstellungsmöglichkeiten bieten, jedoch mussten wir auch einige Schwächen im installierten Phoenix-Bios entdecken. Zum Beispiel gibt es für die allgemeine System- bzw. die Speicher- Performance folgende festgelegte Setups: Normal, Fast, Turbo und Ultra. Ein zusätzliches Menü namens "Power BIOS Features" ermöglicht auch das Verändern des Multiplikators und des Front Side Bus. Kleine Schwäche hier: Der Multiplikator lässt sich nur auf maximal 13x stellen (6-13x). Etwas mehr Freiraum hat EPoX beim FSB gelassen, der sich in 1 MHz Schritten zwischen 133 und 250 MHz einstellen lässt. Ob man überhaupt in den Genuss von etwa 200 MHz kommen wird, klären wir noch später...

Selbstverständlich hat EPoX auch entsprechende Features integriert, um die Spannung der CPU und des Speichers zu erhöhen. Die Spannung die am AGP-Port anliegt lässt sich leider nicht verändern. Die VCore lässt sich in 0,05 und 0,025 Schritten zwischen 1,4 und 2,0 Volt beliebig regeln. Auch die Speicherspannung (VDIMM) lässt sich ausreichend ändern, wobei EPoX 2,5 Volt als Ausgangspunkt definiert und man bis zu 0,7 Volt hinzugeben kann (maximal 3,2 Volt in 0,1 Volt Schritten)...

Natürlich interessierte uns auch die FSB400-Tauglichkeit des VIA KT400A, da dieses Thema momentan sehr aktuell und beim Kauf eines Motherboards sehr entscheidend ist. Hier können wir den neusten VIA-Spross allerdings nicht sehr empfehlen, da uns das Board den Dienst über 190 MHz Front Side Bus verweigerte. Hatten wir doch zumindest gehofft, dass der KT400A wenigstens inoffiziell 200 MHz FSB unterstützt, doch dem ist leider nicht so. Bei exakt 190 MHz lief die Platine noch äußerst stabil - Bei jedem höheren Takt verwehrte uns das EPoX 8K9A9I einen stabilen Betrieb...

Stabilität

Wie man es von VIA´s AMD Chipsätzen der letzten Jahre gewohnt war, verrichtete auch das EP-8K9A9I seine Dienste sehr zufriedenstellend und mit einer gewohnten Stabilität. Erst bei der deutlichen Erhöhung des Front Side Bus muss man mit Instabilitäten bzw. Systemausfällen kämpfen (über 190 MHz). Mehr zur Performance der Platine erfahren sie auf den folgenden Seiten...


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