ReadyBoost im Test: Kingston DataTraveler


Erschienen: 08.03.2007, Autor: Patrick von Brunn
Vista ReadyBoost

Funktionsweise

Windows ReadyBoost sorgte bereits in den vergangenen Monaten für Aufsehen und ist wohl mit das bekannteste Feature von Windows Vista. ReadyBoost soll durch zusätzlichen Flash-Speicher auf einem externen USB-Stick (muss ReadyBoost-tauglich sein!) für einen schnelleren Bootvorgang sorgen. SuperFetch, ebenfalls ein Vista-Feature, sorgt für Beschleunigung beim Laden von Programmen und Daten. Ein intelligenter Algorithmus registriert dabei diejenigen Programme, die der Benutzer am meisten gebraucht und lädt bestimmte Bestandteile bereits vor, um einen anschließenden Start zu beschleunigen. Etwaige Beispiele sind Tasks aus dem Autostart, die die Einsatzbereitschaft von Windows für gewöhnlich ausbremsen.

Mit Windows ReadyBoost, das gemeinsam mit SuperFetch eingesetzt wird, kann das System Daten und Anwendungen nicht mehr nur im Arbeitsspeicher verarbeiten, sondern auch in einem zusätzlichen externen Flash-Speicher. Besonders günstige Komplett-PCs oder Systeme mit begrenzten Möglichkeiten beim Aufrüsten der Hardware profitieren hiervon. Der Arbeitsspeicher im System lässt sich somit ausbauen und der externe Flash-Speicher als ReadyBoost-Cache erweitern. Und damit hat man nicht nur mehr, sondern auch schnelleren Speicher im Vergleich zum Zugriff auf die herkömmliche Festplatte.

Ein "frischer" ReadyBoost-Stick meldet sich sofort mit einem AutoPlay (links).
Alternativ gelangt man auch über die Laufwerkseigenschaften zum Ziel (rechts).

Sobald man ein ReadyBoost-taugliches Speichermedium mit dem System verbindet, wird das Dialogfenster AutoPlay von Windows Vista geöffnet. Hier können wir in unserem speziellen Beispiel angeben, dass der DataTraveler ReadyFlash für ReadyBoost verwendet werden soll ("System beschleunigen"). Alternativ lässt sich das ganze auch ohne AutoPlay einrichten und entsprechende Optionen findet man bei den Laufwerkseigenschaften (beispielsweise über den Arbeitsplatz). Die für die ReadyBoost-Beschleunigung empfohlene Speichergröße entspricht der ein- bis dreifachen Menge des im Computer installierten Arbeitsspeichers (RAM), so Microsoft in seinen Dokumentationen. Wenn der Computer z.B. über 512 MB RAM verfügt und ein USB-Flashlaufwerk mit einer Größe von 4 GB angeschlossen wird, führt die Reservierung von 512 MB bis 1 GB auf diesem Laufwerk zur höchstmöglichen Leistungssteigerung. Entsprechende Benchmarks finden Sie im folgenden Abschnitt.

Performance

PCMark05
ReadyBoost 1,92 GB
4.336
ReadyBoost 1,00 GB
4.255
ReadyBoost aus
4.210
Angaben in Punkten (mehr ist besser)

Das Testsystem verfügte dabei über einen Systemspeicher von einem Gigabyte. Wir haben in einem weiteren Test den Speicher gezielt auf 512 Megabyte reduziert und wiederum ReadyBoost zum Einsatz gebracht. Bei einer zugewiesenen Kapazität von 1,92 GB Cache auf unserem Stick konnte ein Wert von 3748 Punkten erreicht werden. Dies entspricht im Vergleich zu 3460 PCMarks einer Steigerung von etwa acht Prozentpunkten.


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