Streaming-Box Valve Steam Link im Test


Erschienen: 10.09.2017, Autor: Alexander Mehlinger
Praxistest – Interface, Einstellungsmöglichkeiten
So sieht die Verpackung von Valves Steam Link aus.

So sieht die Verpackung von Valves Steam Link aus.

Das Interface ist zweckdienlich und angenehm. Das Hauptmenü ist selbsterklärend, von der PC-Findung bis zu Problemlösungen. Step-By-Step wird einem alles erklärt. Es setzt keine bis kaum Fachkenntnisse voraus. Im Hauptmenü hat man die Möglichkeit, seinen PC in eine private Bibliothek hinzuzufügen, die Verbindung/Paketverluste/Abweichungszeiten zu prüfen und in das Einstellungsmenü zuzugreifen.

Dort hagelt es verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten. Der Audioausgang lässt sich manuell oder automatisch einstellen – ob man den Sound über den Fernseher, Bluetooth/USB-Boxen oder via Soundanlage hören möchte. Für Bluetoothgeräte gibt es eine Kopplungsfunktion. Der Controller lässt sich individualisieren und einstellen. In einer Tabelle findet man alle angeschlossenen Eingabegeräte, die sich auch rasch kalibrieren lassen. Das gleiche gilt für Mäuse und ihre Empfindlichkeit. Auch eine Bildschirmskalierung ist eingebaut, sollte das Bild zu groß oder zu klein sein. Ebenfalls lässt sich die Auflösung ändern. Sollte der Auto-Detect seinen Zweck nicht erfüllen, stehen bis zu 1920x1080p/i von 25 bis 94 Hz zur Auswahl. Die CEC-Funktion kann man ein- oder ausstellen. Sehr praktisch, wenn der PC tatsächlich im vierten Nebenzimmer steht und es spät in der Nacht ist. Über den Steam Link kann man den PC direkt ausschalten, neustarten oder in den Stand-By-Modus schicken. Ein Energiesparmodus erlaubt es dem Gerät, sich nach 5, 15, 30 Minuten, 1 oder 4 Stunden ohne Aktivität auszuschalten. Der Steam Link verfügt über 26 verschiedene Sprachen – ideal zum Üben von Fremdsprachen!

Das Netzwerk lässt sich ebenfalls individualisieren, ist im normalen Hausgebrauch jedoch eher unnötig. IP-Adresse/MAC-Adresse-Kabel/MAC-Adresse-Drahtlos, ob die Methode eher DHCP oder statisch sein soll, individuelle Adresse mit Subnetzmaske, Gateway, Nameserver 1 und 2, Zeitservern und HTTP-Proxy – alles auch für komplexere Angelegenheiten verwendbar. Auch das Streaming kann haargenau angepasst werden. Das Frequenzband reicht von automatisch bis 5 GHz. Wer es einfacher haben will, entscheidet schlicht zwischen schnell, ausgeglichen und schön – sympathisch! Die erweiterten Streameinstellungen erlauben eine Bandbreitenbegrenzung von automatisch über 3 Mbit/s bis zu 30 Mbit/s oder gar unbegrenzt. Auch hier lässt sich noch einmal die darstellende Auflösung anpassen, um das Steam-Link-Erlebnis zu optimieren. Optional kann das Audiostreaming, Eingabestreaming, die Leistungsanzeige sowie Desktopstreaming ein- und ausgestellt werden.

Big-Picture-Modus Big-Picture-Modus

Zwei Screenshots aus der Darstellung im Big-Picture-Modus.

Der Netzwerktest ergab folgende Daten:

Steam Link per Ethernet verbunden
Paketverlust [%] 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Netzwerkzeit [ms] 21,22 4,67 4,52 4,43 4,39 5,00 5,00 4,34 4,91 4,65
Abweichung [ms] 1,40 1,11 0,92 0,98 1,19 0,86 1,19 1,05 0,95 1,01

Durchschnittlich 0 % Paketverlust
Durchschnittlich 6,313 ms Netzwerkzeit
Durchschnittlich 1,061 ms Abweichung

Steam Link per WLAN verbunden
Paketverlust [%] 9* 0 2* 0 0 3* 23* 1 35* 79*
Netzwerkzeit [ms] 14,36 10,04 10,76 13,05 9,77 15,33 23,79 12,83 22,26 26,32
Abweichung [ms] 16,73 7,02 13,23 9,57 6,82 24,69 83,26 12,45 28,30 22,14

Durchschnittlich 15.2 % Paketverlust
Durchschnittlich 15.851 ms Netzwerkzeit
Durchschnittlich 22.421 ms Abweichung
*) Steam Link meldet eine dringliche Empfehlung zu direkter Kabelverbindung

Zu guter Letzt ein Hilfsmittel bei Problemen: Unter dem Systemreiter erhält man Einsicht auf die installierte Version, die Seriennummer des Geräts sowie den Release. Debugprotokolle können gespeichert werden und dadurch auftretende Probleme erkannt und gelöst werden. Bei absoluter Verzweiflung steht die Werkseinstellung zur Verfügung. Für Experimentierfreudige kann man jederzeit auf den Beta Build wechseln.

Abschließend gibt es noch die Option des VirtualHere. Das äußerst umstrittene VirtualHere, welches für 11,99 Euro bis 21,98 Euro aufschlägt, gestattet es dem Nutzer, alternative Eingabegeräte nutzen zu können, wie beispielsweise Joysticks, Lenkräder oder extravagantere Controller.


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