AMD Athlon 64 3200+ auf dem Prüfstand


Erschienen: 28.11.2003, Autor: Patrick von Brunn
Benchmarks

SiSoft Sandra 2003 Standard

Beginnen wir mit dem bekannten Benchmark-Programm Sandra, von SiSoftware, welches für unseren Test der verschiedenen Prozessoren gleich sechs Ergebnisse in drei unterschiedlichen Benchmarks liefern musste. Bei der eingesetzten Version handelte es sich um das neue SiSoft Sandra 2003 Standard. Hier die drei verwendeten Teile des umfangreichen Sandra-Paketes.

  • CPU Multimedia Benchmark, liefert Ergebnisse für Integer und Floating-Point
  • CPU Arithmetic Benchmark, zeigt Leistungen für Whetstone (FPU) und Dhrystone (ALU)
  • Speicherbandbreiten Benchmark, Speicherdurchsatz bei Int Buffered und Float Buffered
CPU Multimedia Benchmark (Angabe in Punkten) - Da dieser Benchmark doch hauptsächlich vom Prozessor bzw. dessen Takt abhängt, konnte man den Verlauf der Ergebnisse schon im Voraus erahnen. Allerdings hätten wir den neuen Athlon 64 ein wenig besser eingeordnet, doch kann er sich nicht wirklich durchsetzen. Der Benchmark wird vom Athlon 64 3200+ mit Hilfe der SSE2-Befehlssätze berechnet und hat hier gegenüber dem Athlon XP und dem Pentium IV klar das Nachsehen.

Auch im CPU Arithmetic Benchmark (Angaben in Punkten) können wir einen ähnlichen Verlauf wie beim zuvor durchgeführten Multimedia Benchmark beobachten. Jedoch kann sich der Athlon 64 von AMD einen Platz weiter nach vorne drängen und den Athlon XP mit einem P-Rating von 3000+ hinter sich lassen. Ein XP mit 2,2 GHz ist hier zumindest im Dhrystone-Bereich noch ein wenig performanter. Im Whetstone-Abschnitt hat der nagelneue 64 Bit Prozessor dank SSE2-Technik einen minimalen Vorteil.

Im Speicherbandbreiten Test (Angaben in MB/sec) wird die Bandbreite des Speichers gemessen. Wie ganz klar zu erwarten war, haben hier die neuen Athlon XP 3000+ und 3200+ Modelle mit 200 MHz Front Side Bus eine gute Leistung zu bieten, können jedoch vom Athlon 64 mit seinem integrierten Memory-Controller übertroffen werden. Kein Kraut ist momentan jedoch gegen Intel´s Pentium IV bzw. dessen Dual-Channel Chipsätzen gewachsen. Beim neuen Athlon ist ganz klar die Integer-Leistung angestiegen.

Futuremark PC Mark 2002

Ein weiteres Programm, dass ähnlich wie 3D Mark arbeitet und, welch Überraschung, auch aus von dem gleichen Hause - Futuremark - stammt. PC Mark 2002 ist allerdings nicht auf das testen von Grafikkarten ausgelegt sondern verlangt dem Prozessor mit Encodierungs-, Komprimierungs- und sonstigen Berechnungs-Aufgaben alles ab. Zudem berücksichtigen wir in unserem Test natürlich auch den Speicherbenchmark, bei dem große Datenmengen in den Speicher geschrieben und anschließend wieder ausgelesen werden.

Bei Futuremark PC Mark 2002 (Angaben in Punkten) kristallisiert sich wiederum der Athlon XP 3200+ als Sieger in den AMD-Reihen heraus. Hier vereinen sich die Multimedia- und Arithmetic-Benchmarks von SiSoft Sandra 2003 und bescheinigem dem Athlon 64 eine schlechtere Prozessorleistung als einem XP 3000+. Neue (AMD-)Maßstäbe setzt der A64 3200+ jedoch im Memory-Benchmark, da er hier für AMD mit knapp 9.000 Punkten in bisher noch unerreichte Weiten vordringt.

Futuremark 3D Mark 2001 SE

3D Mark dürfte für jedem ein Begriff sein. Das Programm besteht aus Einzelbenchmarks woraus sich am Ende eine Punktezahl ergibt. Dieses Resultat kommt durch die Frameraten und somit durch die Leistung in den nachempfundenen bzw. zukunftsorientierten Grafikdemos. Die Einstellungen während des Durchlaufs entsprachen den Default-Werten, also 1024x786, 32 Bit, Hardware T&L und Textur-Kompression.

In 3D Mark 2001 SE (Angaben in Punkten) zeigt sich, wie schon in den vorherigen Benchmarks, dass auch hier der Front Side Bus bzw. der deutlich höhere Speicherdurchsatz einen enormen Einfluss auf die gesamte Performance hat. Intel´s Pentium IV Prozessor haben hier klar das sagen, könnte man denken, doch der neue Athlon 64 kann hier für AMD den Sieg einfahren. Weitere Spiele- bzw. 3D-Benchmarks auf der folgenden Seite.


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