Auf dem Prüfstand: Prescott 2,8-3,2 GHz


Erschienen: 01.02.2004, Autor: Pascal Heller
Benchmarks

SiSoft Sandra 2003 Standard

Beginnen wir mit dem bekannten Benchmark-Programm Sandra, von SiSoftware, welches für unseren Test der verschiedenen Prozessoren gleich sechs Ergebnisse in drei unterschiedlichen Benchmarks liefern musste. Bei der eingesetzten Version handelte es sich um das neue SiSoft Sandra 2003 Standard. Hier die drei verwendeten Teile des umfangreichen Sandra-Paketes.

  • CPU Multimedia Benchmark, liefert Ergebnisse für Integer und Floating-Point
  • CPU Arithmetic Benchmark, zeigt Leistungen für Whetstone (FPU) und Dhrystone (ALU)
  • Speicherbandbreiten Benchmark, Speicherdurchsatz bei Int Buffered und Float Buffered
CPU Multimedia Benchmark (Angabe in Punkten) - Im Benchmark kann sich der Prescott zwar gegen die Konkurrenz aus dem Hause AMD durchsetzen, aber nicht gegen die Prozessoren aus eigenem Hause. Das Bild, das sich ergibt, zeigt, dass es beim Multimedia-Benchmark scheinbar auf die Optimierung des Prozessors ankommt, denn der Prescott hat mit seinen erweiterten Befehlen eine sicherlich größere Multimedia-Leistung als der alte Northwood Prozessor.

Auch im CPU Arithmetic Benchmark (Angaben in Punkten) zeichnet sich ab, dass die verlängerte Pipeline eine schlechtere Leistung bewirkt und somit bei gleichem Takt die Northwood Prozessoren besser abschneiden. Vorne liegen die Extreme Editions mit 2 MB L3 Cache. Sandra ist allerdings ein künstlicher Benchmark und zeigt nur theoretische Werte ohne große Aussagekraft. Was diese theoretischen Werte für einen Wert haben, werden die zahlreichen Benchmarks auf den folgenden Seiten erläutern.

Im Memory Test (Angaben in MB/sec) wird die Bandbreite des Speichers gemessen. Überaschend zeigen sich hier alle Prescott-Modelle mit sehr guten Ergebnissen, denen selbst die mit 3,2 und 3,4 GHz getakteten Extreme Edition Prozessoren nicht nachkommen. Klar abgeschlagen liegt der Athlon 64, dem einfach das Dual-Channel-Speicherinterface fehlt. Wie sich die Bandbreite in der Praxis bemerkbar macht, wird bereits die nächste Seite des Artikels zeigen.

Futuremark PC Mark 2002

Ein weiteres Programm, dass ähnlich wie 3D Mark arbeitet und, welch Überraschung, auch aus von dem gleichen Hause - Futuremark - stammt. PC Mark 2002 ist allerdings nicht auf das testen von Grafikkarten ausgelegt sondern verlangt dem Prozessor mit Encodierungs-, Komprimierungs- und sonstigen Berechnungs-Aufgaben alles ab. Zudem berücksichtigen wir in unserem Test natürlich auch den Speicherbenchmark, bei dem große Datenmengen in den Speicher geschrieben und anschließend wieder ausgelesen werden.

Futuremark PC Mark 2002 (Angaben in Punkten). Unglaubliche Ergebnisse liefern die Extreme Edition Prozessoren, wobei die Erklärung relativ einfach ist, der große Cache bringt bei Multimediaberechnungen große Vorteile. Der Prescott dagegen kommt im Prozessorteil nicht an dem 3,2C Northwood vorbei und muss sich geschlagen geben. Im Arbeitsspeicherteil allerdings trumpft der Prescott sehr stark auf und zeigt fast 1.000 Punkte mehr, der Grund hier dürfte, wie bei der Extreme Edition, am Cache liegen - Der Prescott bezitzt 1 MB Level 2 Cache. Der Athlon 64 ist im Berechnungsteil ungefähr gleich stark wie der mit 3,2 GHz getaktete P4E, wobei der von 2002 stammende PC-Mark weder die neuen Befehle und Erweiterungen (SSE3/HT) des Prescott, noch die 64 Bit Erweiterungen des Athlon 64 beachtet, somit gibt der Benchmark nur ein unvollständiges Leistungsbild, wie es allerdings der Anwender die nächsten Monate bei so gut wie jeder Software die noch nicht optimiert wurde, vorfinden wird.

Futuremark PC Mark 2004

Ende des vergangenen Jahres hat Entwickler Futuremark mit PC Mark 2004 einen würdigen Nachfolger der schon etwas veralteten Version 2002 präsentiert. Der neue Benchmark setzt wieder auf eine Reihe von Einzeltests, welche eine finale Gesamtpunktzahl ergeben. File Decryption, Audio Conversion, Web Page Rendering, WMV Video und DivX Video Compression sind beispielsweise Komponenten des Testparcour. Folgend nun die Ergebnisse der Tests im Detail.

Bei Futuremark PC Mark 2004 (Angaben in Punkten) zeigt sich, wie bei PC Mark 2002, wiederum eine klare Dominanz der Pentium 4 Prozessoren von Intel. Der Prescott mit 3,2 GHz Taktfrequenz setzt sich hier von den gleichgetakteten Northwood-Prozessoren 3,2C und 3,2 EE ab. Sogar der 3,0 GHz P4E (Prescott) kann überraschend nah zum 3,2C aufschließen. Abgeschieden liegen AMDs Athlon 64 3200 und XP 3200+, die in keinster Weiße in die Regionen des kleinsten Prescott vorstoßen können.


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