Auf dem Prüfstand: Prescott 2,8-3,2 GHz


Erschienen: 01.02.2004, Autor: Pascal Heller
Magix MP3 Maker Platinum 3.03

Als weiteres Programm neben dem schon auf der vorherigen Seite behandelten Umwandeln von Video-Files mit FlasKMPEG kommen wir nun zu dem Codieren von Wave nach MP3. Dabei benutzen wir den sehr bekannten MP3 Maker aus dem Hause Magix. Besonders geeignet ist das Programm für Intel Pentium 4 Besitzer da auch die SSE2 Befehlserweiterung zum Einsatz kommt. Wir benutzten eine 240 MB Große Ausgangsdatei (Wave) um diese ins MP3-Format zu bringen, dabei wurde auf höchste Qualität gesetzt und eine Samplingfrequenz von 128 KBit benutzt.

Die Ergebnisse der Wave-MP3 Umwandlung mit dem Magix MP3 Maker Platinum (Angaben in Minuten) lassen einige Schlüsse zu. Der MP3 Maker unterstützt die HT-Technologie und dementsprechend können sich die Prozessoren mit HyperThreading voll durchsetzen. Vor allem der 3,4 GHz EE gibt mächtig Gas, 3 Sekunden länger brauch hier der 3,2 EE. Die zwei "kleinen" Modelle mit 3,0 und 2,8 GHz Taktfrequenz brauchen zwar länger, können sich dank SSE2 und HT aber von AMD absetzen.

Seti@Home

Die einen werden es kennen die anderen nicht. Seti@Home (Search for Extraterrestrial Intelligence at Home) ist ein Projekt der NASA, dass sich mit der Suche nach außerirdischen Lebensformen beschäftigt. Dabei kommen riesige Radioteleskope zum Einsatz deren Werte in kleine Päckchen - WUs (Workunits) - eingeteilt werden. Diese Daten werden dann von Millionen Clientrechner auf aller Welt abgerufen und berechnet. Kurz gesagt steckt hinter Seti@Home die einfache Idee die Rechenleistung aller Heimrechner zusammen zu nutzen. Durch die Rechenzeit einer WU, die vor allem durch den Prozessor aber auch durch das Mainboard bestimmt wird, werden wir sehen was unser Athlon 64 zu Leisten im Stande ist.

Seti@Home (Angaben in Stunden) zeigt die zwei Extreme Editions mit 3,2 und 3,4 GHz Takt an vorderster Front, dicht gefolgt von dem Prescott 3,2 GHz und dem gleichschnellen und ebenfalls gleichgetakteten Northwood Pentium 4 C. Hier scheint sich wenig neues zu ergeben, zwar hat der Prescott eine längere, 30-stufige Pipeline, macht dies aber aufgrund der Sprungvorhersage wett und ist bei gleichem Takt auch gleichschnell wie der Northwood.

CineBench 2003

Das Programm dient uns zum Ermitteln der Renderleistung einer CPU. Dabei bietet CineBench zudem die Möglichkeit ein bestimmtes Bild mit Single- oder Multi-CPU zu rendern. Da wir neben den Pentium 4 Prozessoren keine HyperThreading-fähigen Geräte am Start hatten, haben wir uns auf die Berechnung im Single-Modus beschränkt.

Bei CineBench 2003 (Angaben in Sekunden) entäuschen die Prescott-Modelle. Selbst mit HyperThreading sind sie nur wenige Sekunden schneller als der Athlon 64 und kommen den Pentium 4 Modellen mit Northwood-Kern nicht nach, sondern es zeigt sich eher ein großer Abstand. Grund dafür könnte das Programm selbst sein, welches wahrscheinlich an die neuen Architekturbesonderheiten angepasst und neu compiliert werden müsste. So allerdings zeigen sich die Prescott-CPUs in dieser Disziplin sehr langsam.


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