Pentium 4 Extreme Edition 3,2 GHz im Test


Erschienen: 19.01.2004, Autor: Moritz Klein
Benchmarks

SiSoft Sandra 2003 Standard

Beginnen wir mit dem bekannten Benchmark-Programm Sandra, von SiSoftware, welches für unseren Test der verschiedenen Prozessoren gleich sechs Ergebnisse in drei unterschiedlichen Benchmarks liefern musste. Bei der eingesetzten Version handelte es sich um das neue SiSoft Sandra 2003 Standard. Hier die drei verwendeten Teile des umfangreichen Sandra-Paketes.

  • CPU Multimedia Benchmark, liefert Ergebnisse für Integer und Floating-Point
  • CPU Arithmetic Benchmark, zeigt Leistungen für Whetstone (FPU) und Dhrystone (ALU)
  • Speicherbandbreiten Benchmark, Speicherdurchsatz bei Int Buffered und Float Buffered
CPU Multimedia Benchmark (Angabe in Punkten) - Da dieser Benchmark doch hauptsächlich vom Prozessor bzw. dessen Takt abhängt, konnte man den Verlauf der Ergebnisse schon im Voraus erahnen. Allerdings hätten wir den neuen Athlon 64 ein wenig besser eingeordnet, doch kann er sich nicht wirklich durchsetzen. Zum Auftakt hat die Pentium 4 Extreme Edition gegenüber dem herkömmlichen Pentium 4 ohne zusätzlichen L3-Cache ein wenig das Nachsehen, was sich aber noch ändern wird!

Auch im CPU Arithmetic Benchmark (Angaben in Punkten) können wir einen ähnlichen Verlauf wie beim zuvor durchgeführten Multimedia Benchmark beobachten. Auch kann sich der Athlon 64 von AMD nicht nach vorne drängen und den Athlon XP mit einem P-Rating von 3200+ nicht hinter sich lassen. Bereits hier kann der P4 EE richtig Gas geben und das normale C-Modell klar schlagen, auch wenn wir später im Test noch deutlich größere Unterschiede zu sehen bekommen werden.

Im Speicherbandbreiten Test (Angaben in MB/sec) wird die Bandbreite des Speichers gemessen. Wie ganz klar zu erwarten war, hat hier der Athlon XP 3200+ mit 200 MHz Front Side Bus eine gute Leistung zu bieten, kann jedoch vom Athlon 64 mit seinem integrierten Memory-Controller übertroffen werden. Kein Kraut ist momentan jedoch gegen Intels Pentium 4 bzw. dessen Dual-Channel Chipsätzen gewachsen. Beim neuen Athlon ist ganz klar die Integer-Leistung angestiegen.

Futuremark PC Mark 2002

Ein weiteres Programm, dass ähnlich wie 3D Mark arbeitet und, welch Überraschung, auch aus von dem gleichen Hause - Futuremark - stammt. PC Mark 2002 ist allerdings nicht auf das testen von Grafikkarten ausgelegt sondern verlangt dem Prozessor mit Encodierungs-, Komprimierungs- und sonstigen Berechnungs-Aufgaben alles ab. Zudem berücksichtigen wir in unserem Test natürlich auch den Speicherbenchmark, bei dem große Datenmengen in den Speicher geschrieben und anschließend wieder ausgelesen werden.

Bei Futuremark PC Mark 2002 (Angaben in Punkten) kristallisiert sich wiederum der Athlon XP 3200+ als Sieger in den AMD-Reihen heraus. Hier vereinen sich die Multimedia- und Arithmetic-Benchmarks von SiSoft Sandra 2003 und bescheinigen dem Athlon 64 eine schlechtere Prozessorleistung als einem XP 3200+. Absolut unerwartet ist das überaus gute Abschneiden der neuen Extreme Edition, die hier fast 14.000 Punkte im RAM-Test erreicht, wir sind beeindruckt!

Futuremark PC Mark 2004

Ende des vergangenen Jahres hat Entwickler Futuremark mit PC Mark 2004 einen würdigen Nachfolger der schon etwas veralteten Version 2002 präsentiert. Der neue Benchmark setzt wieder auf eine Reihe von Einzeltests, welche eine finale Gesamtpunktzahl ergeben. File Decryption, Audio Conversion, Web Page Rendering, WMV Video und DivX Video Compression sind beispielsweise Komponenten des Testparcour. Folgend nun die Ergebnisse der Tests im Detail.

Bei Futuremark PC Mark 2004 (Angaben in Punkten) zeigt sich, wie bei PC Mark 2002, wiederum eine klare Dominanz der Pentium 4 Prozessoren von Intel. Bereits das normale C-Modell kann hier Athlon XP 3200+ und Athlon 64 3200+ klar schlagen. Die Extreme Edition des 3,2 GHz Pentium kann den Vorsprung weiter ausbauen und noch einmal knapp 200 zusätzliche Punkte verbuchen. Sehr interessant ist auch das Abschneiden des AMD Athlon 64, welcher sich vom Athlon XP auf K7-Basis schlagen lässt.


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