Pentium IV FSB800 im Test: 2.4 bis 3.0 GHz


Erschienen: 21.05.2003, Autor: Pascal Heller
Benchmarks

SiSoft Sandra 2003 Standard

Beginnen wir mit dem bekannten Benchmark-Programm Sandra, von SiSoftware, welches für unseren Test der verschiedenen Prozessoren gleich sechs Ergebnisse in drei unterschiedlichen Benchmarks liefern musste. Bei der eingesetzten Version handelte es sich um das neue SiSoft Sandra 2003 Standard. Hier die drei verwendeten Teile des umfangreichen Sandra-Paketes...

  • CPU Multimedia Benchmark, liefert Ergebnisse für Integer und Floating-Point
  • CPU Arithmetic Benchmark, zeigt Leistungen für Whetstone (FPU) und Dhrystone (ALU)
  • Speicherbandbreiten Benchmark, Speicherdurchsatz bei Int Buffered und Float Buffered
CPU Multimedia Benchmark (Angabe in Punkten) - Der hohe Front Side Bus und die passende Speicherbandbreite verhilft dem 3,0 GHz P4 an die Spitze. Dahinter platziert sich der direkte Vorläufer, 3,06 GHz P4. Ohne HyperThreading sacken die Werte des 3,0 GHz aber deutlich ab, was sich im Int-Bereich mit ca. 2000 Punkte auswirkt. Bei Floatberechnungen zeigt sich sogar ein Abfall von 6000 Punkten! Sehr schön auch der Unterschied zwischen den beiden Chipsätzen (bei 2,4 GHz HT), wobei das Asus-Board vorne bleibt...

Im CPU Arithmetic Benchmark (Angaben in Punkten), zeigt sich das gleiche Bild, zudem wird deutlich wie sehr der P4 von HyperThreading profitiert. Der 2.4C GHz HT schlägt trotz 600 MHz weniger Takt den 3,0 GHz mit deaktiviertem HT um fast 500 Punkten. Wie beim vorherigen Multimedia-Benchmark, kann man auch hier sehr schön bei einer Taktung von 2,4 GHz die beiden Hauptplatinen vergleichen, wobei dieses Mal der i845PE vorne liegt. Hier kann der Canterwood nicht von seinem Dual-Channel Interface profitieren...

Der Speicherbandbreiten Test (Angaben in MB/sec) ist gerade wegen den unterschiedlichen FSBs interessant. Hierbei liefert der Canterwood, auch dank der PAT-Technik, überragende Werte, in deren Nähe nichteinmal Rambus-Mainboards vordringen können. Auffallend ist, dass mit abfallendem Prozessortakt leider auch die damit verbundene Speicherbandbreite leicht sinkt. Die FSB533 Prozessoren schließen logischerweise deutlich schlechter als die FSB800 Modelle mit Dual-Channel ab, wenn reine Bandbreite gefragt ist...

Futuremark PC Mark 2002

Ein weiteres Programm, dass ähnlich wie 3D Mark arbeitet und, welch Überraschung auch aus von dem gleichen Hause - Futuremark - stammt. PC Mark 2002 ist allerdings nicht auf das testen von Grafikkarten ausgelegt sondern verlangt dem Prozessor mit Encodierungs-, Komprimierungs- und sonstigen Berechnungs-Aufgaben alles ab. Zudem berücksichtigen wir in unserem Test auch den Speicherbenchmark, bei dem große Datenmengen in den Speicher geschrieben und anschließend wieder ausgelesen werden...

Bei Futuremark PC Mark 2002 (Angaben in Punkten) liegt der 3,0 GHz P4 klar in Führung, jedoch hat HyperThreading auf die Punktevergabe so gut wie keinen Einfluss. Ob aktiviert oder deaktiviert erreicht der 3,0 GHz ähnliche Punktezahlen. Ähnlich verhält es sich auch bei FSB533 gegen FSB800, hier kann der 2,4 GHz FSB533 beachtlich gut mithalten, was allerdings auch an dem, und das muss gesagt sein, überaus gutem P4PE von Asus zu verdanken ist. Im Speichertest zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei SiSoft Sandra...

BAPCO SYSmark 2002

Sysmark ist ein eigens für das Testen von Systemen entwickeltes Programm. Sysmark benutzt dabei keine künstlichen Programme oder aufwendige Rechenaufgaben, sondern simuliert dank Scriptsprache den Office und Internetbetrieb mit bekannten Programmen zu denen unteranderem Dreamweaver, Adobe Photoshop, MS Word, MS Excel, Winzip, McAffee VirusScan und einige andere zählen. Somit ist Sysmark einer der wohl realitätsnahesten Leistungsangaben in unserem Test...

Sysmark 2002 zeigt vor allem im Office-Bereich überraschende Werte. Ohne HyperThreading sackt - trotz der eigentlich eher altbewährten Programme im Test - die Leistung des 3,0 GHz Prozessors deutlich ab, zudem zeigt das Asus uns bis jetzt unerklärlich hohe Werte. Die einzige Möglichkeit die wir hier in Betracht ziehen, ist der auf dem Asus P4PE System zum Einsatz kommende Intel Application Accelerator (Treiber), der bis jetzt noch nicht für Canterwood-Systeme (auf IDE-Basis) erhältlich ist. Wieso der P4 FSB533 mit 2,4 GHz - obwohl kein HT - nicht einbricht ist ebenfalls Asus zu verdanken, da in diesem Fall der Systemturbo-Modus aktiviert werden konnte, bei dem FSB800 Modell war dies nicht möglich, da uns das Board jeglichen Start verweigerte. Die beste Leistung im Internet-Bereich zeigte der 3,0 GHz P4 mit aktiviertem HyperThreading. Die FSB800 Modelle mit 2,8 und 2,6 GHz konnten dank des neuen HT an dem Pentium 4 mit 3 GHz ohne HT vorbeiziehen...


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