CeBIT 2006: Fakten und Impressionen


Erschienen: 29.03.2006, Autor: Patrick von Brunn
Multimedia

Anders als Grafikkarten, Prozessoren oder Mainboards ist der Bereich Multimedia wohl eher eine unendliche Geschichte, da es Unmengen an verschiedenen Produkten und Technologien, ebenso wie Hersteller und Neuvorstellungen zu sehen gab. Entsprechend schwer bis unmöglich ist es sich auf die wesentlichen bzw. wichtigsten Dinge zu beschränken. Nichts desto trotz wurden auf der CeBIT 2006 wieder neue Trends für die Zukunft gesetzt und diese lauten im Bereich des mobilen, digitalen Fernsehens ganz klar DVB-H und DVB-S. An so mancher Standecke konnte man die beiden Begriffe auch schon in Verbindung mit einem ganz leisen "HDTV" vernehmen, auch wenn dies noch sehr weit entfernte Zukunftsmusik ist. Entsprechende Produkte bzw. Prototypen haben sich auch schon im Bereich der heimischen PCs wiedergefunden und wurden von einigen namhaften Entwickler präsentiert. Weitere Infos in den folgenden Meldungen.

Neben dem kleinen, mit Solarenergie betriebenen MP3-Player von MSI, was nebenbei erwähnt mal wieder eine wirklich praktische und innovative Idee darstellt, gab es auch allerlei Media-Center-PCs zu bestaunen. So waren wir beispielsweise auch zu Gast am Stand bei Shuttle und durften einen Blick auf die neuen Systeme werfen. Konkret waren dies die neuen Modelle X100 mit Yonah Dual-Core Prozessor und M2000 mit einer rückwärtigen Anschlussvielfalt die beinahe jedes Heimkino-System in den Schatten stellt! Alles in Allem hatten wir jedoch im Verlauf der gesamten Messe ein wenig den Eindruck, dass die Entwicklung des klassischen Media-Center für das heimische Wohnzimmer ein wenig ins Stocken geraten ist. Offensichtlich konnte sich der PC doch noch nicht in allen Bereichen des Lebens so richtig durchsetzen.

Creative lies mit unter auch verlauten, dass man sich gegen Ende des Jahres eventuell schon auf die ersten Creative Audigy-Soundkarten mit PCI Express Interface freuen könne. Wirklich konkrete Informationen gab es jedoch noch nicht, da man sich aktuell noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet. In welchem Gewand (x1, x2, x4 etc.) und in welchen Variationen die Karten auf den Markt kommen werden, steht leider auch noch in den Sternen.
Mobile-Computing

Einen Abschnitt weiter oben hatten wir es noch von den unendlichen Weiten einer Produktsparte, da wartet schon die nächste auf uns: mobile Computer für unterwegs. Neben den herkömmlichen Notebooks, welche es wieder in Hülle und Fülle zu sehen gab, tut sich nun ein neues Segment auf, das sich kurz Ultra Mobile PCs nennt (Codename: Origami). Die Technologie dieser kleinen, tragbaren PCs im Stil eines Portable-Media-Center wurde von Microsoft in Kooperation mit weiteren Industriepartnern entwickelt, zu denen beispielsweise auch Chipriese Intel zählt. So gab es nicht nur auf den Pressekonferenzen von Intel diverse Exemplare zu begutachten, sondern auch an den Ständen von Asus, ECS, Samsung und vielen weiteren konnte man fertige Hardware vor die Linse bekommen. Das Unternehmen Asus hat mit dem R2H bereits ein konkretes, serienreifes Produkt im Laufe der Messe vorgestellt. Preislich sollen diese Geräte nach den Vorstellungen ihrer Väter bei etwa 800-900 Euro liegen. Ob sich die UMPCs von der anfänglichen Randgruppe zum Mainstream hocharbeiten können, werden wir im Laufe des Jahres genauer verfolgen.

Neben den bereits auf der vorherigen Seite erwähnten Notebooks mit Dual-Core Turion 64 X2 Prozessoren, gab es auch weitere Schmankerln wie zum Beispiel ein erstes mobiles Gerät mit Nvidia SLI Technologie. Über Sinn und Zweck eines 19 Zoll Displays und zwei Grafikkarten in einem Notebook lässt sich natürlich streiten, doch sind derartige Geräte als Desktopreplacement allemal interessant. Weitere Details finden Sie in den entsprechend angehängten Meldungen zum Thema.


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