Windows Vista Ultimate 64 Bit im Praxistest


Erschienen: 30.01.2007, Autor: Patrick von Brunn
Neuerungen und Ausstattung im Überblick

Microsoft hat Vista neben den bereits bekannten Neuerungen wie Internet Explorer 7 und Windows Media Player 11, auch noch weitere Zusätze spendiert. Beginnen wir mit einem zentralen Thema, der Sicherheit. Hier hat Microsoft wiederum eine Firewall, den NX/XD-Bit Support sowie bekannte Windows XP-Features integriert und darüber hinaus Windows Defender standardmäßig in das Security Center mit aufgenommen. Windows Defender kann dazu beitragen den PC vor Spyware zu schützen und reagiert auf aktivitäten unbekannter Software mit einer Warnmeldung, die der Benutzer als Popup zu Gesicht bekommt. Ein weiterer Schutzmechanismus betrifft weniger das Unterbinden von Angriffen auf das System, sondern vielmehr den Schutz von Minderjährigen. Der neuartige Jugendschutz macht es Eltern einfach, die Spiele festzulegen, die ihre Kinder spielen dürfen. Eltern können bestimmte Spiele zulassen oder Spiele einschränken, sodass ihre Kinder nur die Spiele spielen können, die für eine bestimmte Altersgruppe zugelassen sind. Die Eltern können auch Spiele mit bestimmten Inhalten blockieren, von denen sie nicht möchten, dass ihre Kinder diese sehen oder hören. Websites, Downloads etc. können ebenfalls beeinflusst werden. Um den Schutz abzurunden und die Kontrolle zu erhöhen, hat der Computer-Administrator entsprechend Zugriff auf Logfiles von Accounts die dem Jugendschutz unterliegen und kann alle Aktivitäten präzise nachvollziehen und nach Belieben einschränken.

Windows Vista bringt zahlreiche Funktionen zum Schutz
der eigenen Kinder vor unerwünschten Inhalten.

Die Programmierer waren des Weiteren auch darauf bedacht, den täglichen Gebrauch und die Suche von Daten zu erleichtern. Hierzu hat man sich folgendes überlegt: In jedem Ordner von Windows wird in der oberen, rechten Ecke das Feld Suchen angezeigt. Wenn man etwas in das Feld Suchen eingibt, filtert Windows in Echtzeit die Ansicht auf Basis der Eingabe. Windows sucht nach Wörtern im Dateinamen, nach auf die Datei angewendeten Tags oder nach anderen Dateieigenschaften. Wenn man eine Datei in einem Ordner sucht, gibt man im Feld Suchen einen beliebigen Teil des Dateinamens ein. Eine erweiterte Suche und eine übergreifende Suche in mehreren Ordnern bzw. Laufwerken sind natürlich weiterhin auch noch möglich. Passend zum Thema Daten und Komfort hat man auch einen neuen Synchronisierungscenter mit ins Spiel gebracht. Dieser ermöglicht das Synchronisieren von Daten auf einem PC, in Netzwerkordnern, mobilen Musikplayern und allen weiteren Zielen, die den Center unterstützen. Ein neues Netzwerk- und Freigabecenter erhöht den Überblick der Netzwerktätigkeiten des PCs bzw. den erstellten Freigaben.

Windows Teamarbeit für externe Kommunikation
und der neue 11er Media Player im Überblick.

Für verbesserte Kommunikation mit der Außenwelt wurden die Punkte Windows Teamarbeit, Windows Mail und Windows Fax und Scan in das neue Betriebssystem eingepflegt. Windows Teamarbeit ermöglicht die Zusammenarbeit mit anderen Personen über das Internet. So kann man beispielsweise seinen Desktop freigeben oder Dokumente verteilen und gemeinsam bearbeiten. Teamarbeit verwendet Peer-zu-Peer-Technologie und richtet automatisch ein Ad-hoc-Netzwerk ein, wenn es feststellt, dass kein Netzwerk vorhanden ist. Man kann selbst an einer Besprechung teilnehmen, die eine andere Person eingerichtet hat, oder einfach eine neue Besprechung starten und andere Personen einladen, daran teilzunehmen. Windows Mail lässt sich sehr einfach beschreiben: Nachfolger des bekannten Outlook Express, jetzt auch mit Junk-Mail-Filtern und anderen Merkmalen des großen Bruders Outlook. Windows Fax und Scan kennen wir ebenfalls schon aus Windows XP, soll nach Angaben von Microsoft jedoch deutlich weiterentwickelt sein.

Windows Fotogalerie und Windows Mail erinnern stark an die
bekannten Produkte Microsoft Foto und Outlook Express.

Weitere Neuerungen sind unter anderem die Windows Fotogalerie, Windows Media Center, die Windows BitLocker-Laufwerkverschlüsselung, Windows Sichern und Wiederherstellen. Mit der Fotogalerie lassen sich digitale Bilder anzeigen, verwalten, bearbeiten, freigeben und drucken. Bearbeiten umfasst hier auch Fotos zuzuschneiden, den Rote-Augen-Effekt entfernen und Farben und die Belichtung korrigieren. Media Center bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung, da dies einfach ein Abklatsch des gleichnamigen Betriebssystems ist: Man kann auf einen Blick Bilder, Video, Musik verwalten und auch Fernsehen. Die Windows BitLocker-Laufwerkverschlüsselung ist ein neues Sicherheitsfeature, das durch Verschlüsseln aller Daten, die auf dem Systemlaufwerk gespeichert werden, einen verbesserten Datenschutz für den Computer bietet. Standardmäßige Voraussetzung hierfür ist ein TPM. TPM (Trusted Platform Module) ist ein in den Computer integrierter Mikrochip. In diesem Chip werden Kryptografieinformationen, wie z.B. Verschlüsselungsschlüssel, gespeichert. Wenn BitLocker ohne TPM verwendet wird, werden die erforderlichen Verschlüsselungsschlüssel auf einem USB-Flashlaufwerk gespeichert, das zum Entsperren der auf einem Volume gespeicherten Daten vorhanden sein muss.

Ebenfalls neu dabei: Windows DVD Maker. Im Windows
Explorer hingegen hat sich nicht viel getan.

An dieser Stelle möchten wir unsere Ausführungen beenden, da sich dies prinzipiell unendlich genau und umfangreich weiterführen lässt. Einen ersten Eindruck über das Betriebssystem Windows Vista Ultimate sollten wir vermittelt haben, auch wenn bei Weitem nicht alles abgedeckt wurde.


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