Zum eigenen Server mit Windows: Teil 1


Erschienen: 13.06.2005, Autor: Andreas Venturini
Sonstige Vorraussetzungen

Die Internetverbindung


Da die wesentlichen Vorzüge eines Servers unabdingbar mit dem Internet verknüpft sind, macht es Sinn, einen Breitbandanschluss wie ADSL zu besitzen, denn selbst der beste Freund der das neuste Urlaubsvideo von Ihrem FTP Server kopiert, verliert irgendwann die Geduld, wenn die Übertragungsraten in den Keller gehen. Bedenken Sie: Ihre Upload-Geschwindigkeit entpsricht dessen Download-Geschwindigkeit! Des Weiteren ist eine Flatrate von Vorteil - spätestens wenn sie größere Dateien per FTP mehreren Usern zur Verfügung stellen möchten, kann das Ihr Volumen/Zeitkontingent sprengen. Prinzipiell gilt also "je schneller, desto besser", wobei gerade der Upstream Ihrer Internetverbindung eine große Rolle spielt und maßgebend für die Performance des Servers ist.

Der Router und das Gateway

Da die heutzutage benötigte Rechenleistung pro weitergeleitetem Paket sehr gering ist, ist es nicht mehr üblich, einen ganzen Rechner als DHCP einzusetzen. Diese Funktion übernimmt ein Router, den Sie heute bei der Bestellung eines DSL Tarifs automatisch mitgeliefert bekommen oder bereits für wenig Geld erwerben können. Er bietet alle bequemen Funktionen wie Portforwarding und eine integrierte Firewall, die Ihnen das Einrichten eins Heimnetzwerkes vereinfachen. Außerdem sorgt er dafür, dass der DNS Dienst stets Ihre aktuelle IP-Adresse übermittelt bekommt - dazu aber später mehr. Falls Sie noch keinen Router besitzen, aber ein eigenes Heimnetzwerk planen, empfehlen wir den Kauf eines solchen. WLAN-Router nach 802.11g (54 MBit/sec) Standard bekommen Sie bereits für unter 100 Euro - wer auf Wireless LAN verzichten kann, kommt noch günstiger davon (ab 30 Euro). Von dem Einsatz eines kompletten Rechners als DHCP (besonders unter Windows) raten wir Ihnen ab - auch mit installiertem Linux, dessen Einsatz auf einem DHCP Server die bessere Alternative darstellt) ist es aufwendig bzw. nicht möglich, alle Funktionen, die ein Router bietet, nachzurüsten. Abgesehen davon bietet der Router meist mehrere Schnittstellen, also einen integrierten Switch.

Das Betriebssystem

Als Betriebssystem ist prinzipiell jedes Windows OS ab 98 geeignet - empfehlenswert sind Windows Server 2003 und Windows 2000, da sie resourcenschonend und besser als ihre Vorgänger auf Netzwerke und das Internet zugeschnitten sind. Windows XP auf einem Pentium III zu installieren, macht wenig Sinn - und Ihnen wenig Freude, spätestens dann, wenn der Rechner erstmal 5 Minuten braucht um zu booten oder die Server-Applikationen zu laden. Wer Windows 98 einsetzt muss mit erhöhtem Absturzrisiko im Alltagsbetrieb rechnen - außerdem ist hier der Funktionsumfang eingeschränkt.


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