Gemunkel um NV30


Erschienen: 06.08.2002, 06:30 Uhr, Quelle: 3D Center, Autor: Pascal Heller

Wie bei den Kollegen von Reactor Critical zu erfahren, soll sich der neue NV30 Grafikchip von Nvidia etwas verspäten. Dabei soll es sich jedoch nur um einige Wochen handeln, und somit kann man davon ausgehen, dass der NV30 bis zu Weinachten in den Läden stehen wird (jedenfalls in den USA). Europäische Nutzer müssen wahrscheinlich bis ins neue Jahr warten um das kommende Top-Modell des Grafikgiganten sein eigenen nennen zu können. Sehr interessant ist die Aussage über den Speichertakt der Grafikkarte, so soll dieser bei über 500 reellen MHz liegen (über 1000 MHz DDR). Noch überraschender ist die Aussage über die Bandbreite welche angeblich bei 48 GB/sec liegen soll und sich nur dadurch erklären lässt, dass fehlerhaft die LightSpeed Memory Architecture III eingerichtet wurde, welche ein Einsparen von Bandbreite bewirkt, jedoch keine Erhöhung dieser bedeutet. Wie hoch nun die reelle Bandbreite der Karte ist, darüber lässt uns Nvidia weiterhin im Ungewissen.

Jedoch zeigt sich Nvidia spendabel mit Leistungsangaben:
  • Bei Quake III Arena mit einer Auflösung von 1280x1024 mit 4x FSAA soll die neue NV30 GPU 2.5x so schnell sein wie das derzeitige Top-Modell GeForce4 Ti4600.
  • Bei Doom III soll der NV30 bis zu 3.5x mehr Performance abliefern als es die GeForce4 Ti4600 zu leisten vermag. (lustig bei der ganzen Sache ist, dass das Spiel Doom III noch nicht einmal annähernd fertig gestellt ist)
  • IN 3D Mark 2001 soll der neue NV30 Chip 3x so viele Punkte erreichen als die GeForce4 Ti4600.
Diese Leistungsabsteckungen hören sich zwar sehr gut an, scheinen aber etwas überzogen zu sein, zudem ist der NV30 noch nicht richtig fertig gestellt, also scheinen sich alle Performanceangaben noch um graue Theorie zu handeln. Sollten sich die Werte noch etwas realisieren, so würde die Karte ungefähr gleichauf mit der ATI Radeon 9700 liegen (Radeon 7900 Vorabtest der Kollegen von Anandtech). Jedoch wird ATI wohl ihre Karten schon September diesen Jahres in großen Stückzahlen produzieren und Nvidia erst nächstes Jahr mit neuen Pixelkünstlern zum Duell auftrumpfen können.

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