AMD, Infineon und DuPont Photomasks legen Grundstein


Erschienen: 05.06.2002, 06:30 Uhr, Quelle: E-Mail, Autor: Michael Wendt

AMD, Infineon und DuPont Photomasks legen Grundstein für gemeinsames Maskenzentrum in Dresden

Dresden, 4. Juni 2002. Mit einer feierlichen Grundsteinlegung haben heute die Baumaßnahmen für das Advanced Mask Technology Center (AMTC) in Dresden begonnen.
Das AMTC ist ein Joint Venture, an dem Advanced Micro Devices, Inc., Infineon Technologies AG und DuPont Photomasks, Inc. zu gleichen Teilen beteiligt sind. Die drei Partner bauen mit der Gründung des AMTC ein weltweit führendes Zentrum für die Entwicklung und Pilotproduktion von künftigen lithographischen Masken auf.
Diese Masken sind für die Herstellung der nächsten Halbleitergenerationen unerlässlich und sollen zunächst die 90-Nanometer-Technologie und anschließend die 65-Nanometer-Technologie sowie weiterführende Technologien unterstützen. Das AMTC entsteht in der Nähe von AMDs Dresdner Mikroprozessorenwerk Fab 30 sowie Infineons Produktions- und Entwicklungsstandort in der sächsischen Landeshauptstadt.

Parallel zum AMTC will DuPont Photomasks ein eigenständiges hochmodernes Werk für die Volumenproduktion von lithographischen Masken in Dresden errichten und betreiben. Dieses Werk wird im gleichen Gebäudekomplex wie das AMTC angesiedelt. Für beide Projekte ist vorgesehen, dass mit dem Einbringen der Produktionsanlagen Mitte 2003 begonnen werden kann. Noch im gleichen Jahr sollen erste Photomasken aus Dresden verfügbar sein.

Die Gesamtinvestition in die beiden Dresdner Photomasken-Projekte soll in den nächsten fünf Jahren mehr als 500 Millionen Euro betragen und rund 370 Arbeitsplätze schaffen. Allein die Aufwendungen für das AMTC betragen rund 360 Millionen Euro. Dadurch sollen rund 170 Arbeitsplätze entstehen. DuPont Photomasks plant für das eigenständige Dresdner Werk Investitionen von rund 170 Millionen Euro und rechnet bei voller Auslastung mit rund 200 Arbeitsplätzen.

Vertreter der Bundesregierung, des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden begrüßten die jüngste Investition in die regionale Hightech-Infrastruktur.

“Der hier entstehende Forschungs- und Produktionsverbund wird auf den gesamten Standort ausstrahlen und dessen Zukunftsfähigkeit an entscheidender Stelle stärken. Maskentechnologie ist Nanotechnologie, und Nanotechnologie schafft Arbeitsplätze. Gerade auch deshalb wird die geplante Förderung des Maskenzentrums Dresden einen Schwerpunkt der Förderung der Nanotechnologie in Deutschland bilden“

erklärte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn.

“Mit dem ehrgeizigen AMTC Projekt und dem Werk von DuPont Photomasks wird der Anspruch von Dresden und Sachsen bestätigt, Europas führendes Zentrum der Mikroelektronik zu sein. Der Erfolg des AMTC wird die Attraktivität unserer Region im weltweiten Wettbewerb der Mikroelektronik weiter erhöhen”

sagte Prof. Dr. Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen.

Dresdens Oberbürgermeister Ingolf Roßberg versicherte, dass die Stadt auch weiterhin die Mikroelektronikindustrie unterstützen will.

“Eine weitere Stärkung der Grundlagen dieser Industrie bleibt auch in den kommenden Jahren eine unserer ersten Prioritäten.”

Die Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG wird von einem Partners’ Council gelenkt, in dem AMD, DuPont Photomasks und Infineon gleichberechtigt vertreten sind. Dieser Partners’ Council hat Dr. Markus Dilger zum General Manager und Managing Director des Unternehmens ernannt. Dr. Tillmann Blaschke wurde zum stellvertretenden General Manager und Managing Director des AMTC berufen. Bis zu seiner Ernennung war Dr. Dilger Geschäftsführer des Infineon Maskenhauses in München, während Dr. Blaschke bislang als Director Finance und Prokurist der AMD Saxony tätig war.

Über Infineon:
Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Anwendungen in der drahtgebundenen und mobilen Kommunikation, für Sicherheitssysteme und Chipkarten, für die Automobil- und Industrieelektronik sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 33.800 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2001 (Ende September) einen Umsatz von 5,67 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol "IFX" notiert.
Weitere Informationen unter www.infineon.com

Über AMD:
Advanced Micro Devices (AMD) ist ein weltweit tätiger Hersteller von integrierten Schaltkreisen für PCs und vernetzte Computer sowie für Kommunikationsanwendungen. Das Unternehmen produziert in den Vereinigten Staaten, Europa, Japan und Asien Mikroprozessoren, Flash-Speicher, Chipsätze sowie Schaltkreise für Netzwerks- und Kommunikationsanwendungen. Der Hauptsitz des 1969 gegründeten Unternehmens befindet sich in Sunnyvale, CA. 2001 betrug der Konzernumsatz US$ 3,9 Milliarden. AMDs Dresdner Werk Fab 30 gilt als eins der modernsten Halbleiterwerke der Welt. Für ihre führende Rolle in Technologie und Fertigung wurde Fab 30 vom renommierten Magazin Semiconductor International als "Fab of the Year 2001" ausgezeichnet. Vom Produktionsbeginn im Sommer 2000 bis zum Jahresende 2001 produzierte Fab 30 insgesamt mehr als 20 Millionen Hochleistungsprozessoren der AMD AthlonTM Familie. AMDs Investitionen in das Dresdner Werk sollen sich bis Ende 2003 auf US$ 2,5 Mrd. belaufen. AMD beschäftigt in Dresden derzeit rund 1.900 Mitarbeiter (Q 2, 2002).
Weitere Informationen unter www.amd.com

Über Dupont Photomask:
DuPont Photomasks ist ein führender Anbieter von Mikro-Imaging-Technologien, einschließlich moderner Belichtungsmasken - einer wesentlichen Technologie für die Fertigung von Halbleitern und anderen Mikroelektronik-Bauelementen. DuPont Photomasks, Round Rock, Texas, operiert mit einem globalen Fertigungsnetzwerk, um Halbleiter- Hersteller und andere Elektronik-Produzenten weltweit zu versorgen. Das Unternehmen entwickelt und fertigt auch die kritischen Materialien für die Herstellung von Belichtungsmasken wie die entsprechenden Substrate und Schutzabdeckungen. DuPont Photomasks setzte im Geschäftsjahr 2001 weltweit etwa 408 Millionen US-Dollar um.
Weitere Informationen unter www.photomasks.com.

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