Hollywood führt Schlag gegen BitTorrent-Netzwerk


Erschienen: 11.02.2005, 16:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Christoph Buhtz

Die US-Industrie hat die Schließung der BitTorrent-Website LokiTorrent vor Gericht durchgesetzt. Damit ist Hollywood nur ein vorläufiger Schlag gegen den Online-Filmdownload gelungen, denn gleichzeitig integrieren immer mehr File-Sharing-Systeme die BitTorrent-Technologie. So unterstützt nach der inzwischen meistgenutzten Online-Tauschbörse eDonkey künftig auch die P2P-Software Morpheus die Suche im BitTorrent-Netzwerk. Allerdings könnte mit dem Shutdown von LokiTorrent nun auch die große Jagd auf Online-Filmpiraten eröffnet sein, denn der Betreiber muss auch alle Logfiles der über 750.000 registrierten User der Website an den US-Industrieverband MPAA übergeben, berichtet die Los Angeles Times.

"Morpheus ermöglicht ein wesentlich besseres User-Erlebnis", zitiert das IT-Portal Cnet Michael Weiss, CEO von Morpheus-Produzent StreamCast Networks. BitTorrent ist zum Liebling der File-Sharing-Community avanciert seit Breitband-Internet den Download immer größerer Datenmengen erlaubt. Im BitTorrent-Netz wird vor allem nach Filmen, TV-Serien und Software gesucht, weshalb das Netzwerk bereits ins Schussfeld der Filmindustrie geraten ist. Allerdings ist die Technologie weit weniger Nutzer freundlich. Der Durchschnittsuser ist auf Link-Websites wie LokiTorrent angewiesen, um Daten im System zu finden. Dieser Nachteil wird aber durch die Integration in andere P2P-Systeme immer kleiner.

Hollywood gefällt das naturgemäß gar nicht. Der Verband der US-Filmindustrie MPAA geht daher scharf gegen das BitTorrent-System vor. Der 28-jährige Betreiber von LokiTorrent hat sich bis zuletzt geweigert, die Website einzustellen, musste sich nun aber einer Millionen-Dollar-Klage beugen. Abgesehen von einer Million Dollar Schadenersatz für die MPAA, die der Betreiber laut Los Angeles Times mit Sicherheit nicht bezahlen kann, müssen auch die gesammelten Userdaten der Website übergeben werden. Diese Logfile-Daten könnten Ermittler auf die Spur zehntausender User bringen, die illegale Filmkopien aus dem Web gesaugt haben. Eine Klagewelle der Filmindustrie zum Schutz des boomenden DVD-Geschäfts könnte also bevorstehen.

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Kommentare (6)Zum Thread »

1) Gast (11.02.2005, 18:11 Uhr)
Das erinnert doch stark an Stasi-Terror!
2) Babe (11.02.2005, 18:30 Uhr)
Naja ich finde das ganze schon verständlich und wundert mich eigentlich, dass sowas nicht schon viel früher passiert ist - das Einstellen derartige Seiten.
3) Babe (11.02.2005, 19:31 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
vorallem wenn jetzt die betreiber in ein land hingehen, wo man für filesharing nicht bestrafft werden kann, dazu gehören z.b. die server auf new zealand...
wie auch immer, es wird trotzdem weiterhin gesaugt...

Jep, die Leute von KaaZa und so haben es schlau gemacht, da es dafür noch keine Gesetzesreglungen in den Ländern gibt bzw. es noch (!) legal ist. Aber evtl. auch nur eine Frage der Zeit. Kostenreduzierung von DVDs, CDs etc. wäre sicherlich aber mal eine Idee - im Endeffekt würde der Umsatz dadurch steigen... was aber nicht jeder Manager einsehen will smile
4) Gast (11.02.2005, 23:19 Uhr)
@ babe
schlaues bürschchen...
davon rede ich schon seit jahren, nur es peilt anscheinend keiner von der oberen ebene, dass sie mit weniger einnahmen mehr umsatz machen würden und nicht wie jahr für jahr minus...
aber das haben so die fachidioten an sich, haben wahrscheinlich kaum was brauchbares in ihrem leben gelernt, sind quasi von der uni direkt in den chefsessel gehüpft, von leben kein plan, wollen nur kohle sehen...naja wie auch immer...
hier ist noch eine kleine aufklärung was ich vorhin mit dem new zealand meinte, habe das falsch land aufgeschrieben gehabt...
es heißt das Fürstentum Sealand, bei den kann fast jeder einen server mieten und da es ein eigener staat mit eigenen gesetzen ist, kann dort keiner einem was tun... :-D
Klick!
5) Gast (12.02.2005, 03:01 Uhr)
Sealand interessant.... Vor allem wenn man mal die Bevölkerungszahl von dem Staat anschaut:

Bevölkerung

- Gesamt (2002) = 1, ganze 1 Bewohner!!! Geht bestimmt ab dort wenn der Geburtstag hat, ne 1 Mann Party.


Man wird bald niegendwo mehr illegale Seiten betreiben können, die MI ist doch so strho doof, die klagen so lang, bis entweder alles nach deren Willen geschieht oder die ihre Läden dicht machen können *g*


6) Gast (12.02.2005, 13:13 Uhr)
glaub mir dieser typ bzw. es sind eigentlich mehrere interessieren die gesteze anderer länder keine meter, eins der bekanntesten cracks seiten hat dort z.b. ihre page online...
und so wird es auch bleiben...

die ganze industrie soll lieber andere lösungen suchen, wie man die piraterie bekämpfen kann, druff hauen wird nix bringen, da es genug länder gibt, wo es nicht illegal ist, eine seite mit links zu betreiben, die zu illegalen inhalten führen oder halt direkt server zu betreiben, zu solchen ländern gehören auch die, wo man mit geld alles machen kann, da die industrie ehe nix machen, wenn die leute korrupt sind...
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