Umstrukturierung: Gericom gibt Notebook-Produktion auf


Erschienen: 09.02.2005, 18:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Christoph Buhtz

Der börsennotierte österreichische Notebook-Hersteller Gericom steht vor massiven Umstrukturierungen. So soll die Notebookproduktion aufgegeben, und der Produktionsstandort in Linz geschlossen werden. Das Unternehmen steige völlig aus der Endfertigung von Elektronikgeräten aus und werde noch im Februar einen großen Elektronikhersteller aus China als Partner hereinnehmen, bestätigte Gericom heute.

Stattdessen soll das Geschäft mit Flachbildschirmen, Fernsehern und Zubehör stark ausgebaut werden. Noch im laufenden ersten Quartal will das Linzer Unternehmen offenbar rund 35 Stellen streichen. Weitere Einschnitte sollen folgen. Einige Mitarbeiter sollen aber anderweitig untergebracht werden. Derzeit beschäftigt Gericom rund 200 Mitarbeiter.

Gericom war im Jahr 2003 nach eigenen Angaben aufgrund der anhaltenden Konsumschwäche im Kernmarkt Deutschland ins Schleudern geraten. Der Umsatz gab gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 445 Millionen Euro nach. Beim operativen Ergebnis drehte Gericom ins Minus und musste Verluste in Höhe von 21 Millionen Euro hinnehmen. Für das laufende Geschäftsjahr (31. März 2005) rechnet Gericom nun, anders als zunächst erwartet, mit einem "leicht negativen" Ergebnis.

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Kommentare (9)Zum Thread »

1) Gast (09.02.2005, 18:36 Uhr)
Mich hats ja schon lange gewundert, wie man sich mit so nem Schrott über Wasser halten kann
2) Gast (09.02.2005, 19:24 Uhr)
na endlich haben die es gerafft, was für ein müll die produziert haben, leider viel zu spät für einen kumpel von mir, er muß sich bis heute mit einem der schrottgeräte sich ärgern...
3) beckspistol (09.02.2005, 19:48 Uhr)
ich fand das sie gute geräte produziert hatten die immer die neuste technik hatten. habe selber eins, ist wirklich spitze
4) Gast (09.02.2005, 20:09 Uhr)
@ beckspistol

Dann wart mal, bis es 1 Jahr alt wird. Ich persönlich kenne niemanden, der dessen Gericom nicht nach spätestens 1 Jahr beim richten war
5) rid (10.02.2005, 02:50 Uhr)
endlich haben sies gerafft....

@ meinen vorredner: du hast in deiner liste samsung vergessen, das q25 ist ein traum...
6) Blaubierhund (10.02.2005, 08:35 Uhr)
naja, der service von sony ist auch nicht gerade das gelbe vom ei.

auch wenn gericom keine wirklich guten notebooks hergestellt hat, dann ist es doch zumindest schade, dass jetzt auch die letzte europäische notebookproduktion geschlossen wird...
7) Gast (17.02.2005, 22:37 Uhr)
Als ehemaliger Mitarbeiter von Gericom habe ich mir 1998 mein erstes Gericom (Silver Seraph mit PIII) zugelegt. Es hat die ganzen Jahre unter wirklicher Dauerbelastung ohne jegliche Reparatur unbeschadet überstanden. Meine Tochter arbeitet heute noch damit, und würde es um keinen Preis hergeben. Mit 2 Akkus betrieben hält es noch immer bis zu ca. 5 Stunden durch.

Mein Bruder hat seinen Webboy PIII nun seit 2001, abgesehen von der Akkulaufzeit funktioniert auch dieser noch problemlos, genauso ohne bisherige Reparatur. Aber es war ihm beim damaligen Preis auch schon bewusst, dass er zum Preis von einem Golf keinen Porsche kriegt. Also hat er sich einen 2. Akku dazugekauft und lag dann preislich noch immer wesentlich unter den damaligen Mitbewerbern.

Mein zweites Gericom Notebook (EGO mit Centrino) habe ich mir NACH meinem Ausscheiden aus der Firma zugelegt und bin auch damit absolut zufrieden. Gleiches kann ich auch von anderen Ehemaligen Gericomlern und auch von den Personen sagen, denen ich in den letzten Jahren zu einem Kauf eines Gericom geraten habe.

Schliesslich geht es ja um die Technik, dass Gericom in Österreich die Produktion einstellt, hat mit Produkt- und Servicequalität ja nichts zu tun, somit hat dies hier auch nichts zu suchen. Da stecken betriebswirtschaftliche Aspekte dahinter und gehört, wenn überhaupt, in ein anderes Forum.

Und an alle, die Gericom ist Schei*** schreien:
Problemfälle und negative Erfahrungen gibt es überall, jeder Hersteller hat damit zu kämpfen, aber deswegen gleich Schei*** zu schreien ist unfair. Es gibt Hersteller, die noch wesentlich schlechter in Bezug auf Ausfallraten, Servicequalität, etc. abschneiden als Gericom. Schaut man in diversen Foren nach anderen Modellen anderer Hersteller, dann findet man überall den gutgemeinten Rat, sich genau diese Marke nicht zu kaufen. Geht man nun nach genau all diesen Tips, dann wäre man am besten beraten, man kauft sich überhaupt kein Notebook, sondern man kehrt zurück zu Papier, Bleistift, Rechnenschieber und Konsorten.

Gericom ist sicher in den Anfängen sehr schnell gewachsen und hatte im Servicebereich Nachholbedarf, es wurde viel Arbeit und Geld ins Service investiert. Aus Erfahrung kann ich sagen, es hat sich in den letzten Jahren auch sehr viel zum Positiven geändert, und es gibt auch jetzt noch genug Leute bei Gericom, die sich die Füsse ausreissen für die Kunden, die Tag und Nacht in der Firma stehen und sich bemühen alles zur vollen Zufriedenheit zu regeln.

Resumee: Warum mehr Geld für Weniger ausgeben, auch als ehemaliger Mitarbeiter würde ich mir jederzeit wieder ein Gericom kaufen und es auch jederzeit weiterempfehlen.
8) Gast (24.10.2007, 13:41 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
@ beckspistol

Dann wart mal, bis es 1 Jahr alt wird. Ich persönlich kenne niemanden, der dessen Gericom nicht nach spätestens 1 Jahr beim richten war



Hallo wollte den Menschen hier sagen, daß mein Gericom jetzt 10 Jahre alt ist und er bis jetzt ohne Probleme funktioniert. Es gibt wie überall gute und schlechte Geräte.
9) $UNNY (24.10.2007, 16:10 Uhr)
das stimmt, aber es kann auch sein dass die schlechten überwiegen unglücklich oder eben die guten smile
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