USA: Erste Verurteilungen von Filesharern


Erschienen: 19.01.2005, 15:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Christoph Buhtz

In den USA sind erstmals zwei Männer aus der Peer-to-Peer-Szene wegen Verletzung der Copyright-Gesetze verurteil worden. William Trowbridge und Michael Chicoine sind im Zuge einer Razzia gegen die illegale Verbreitung von Raubkopien im August aufgeflogen. Wie das Wall Street Journal berichtet, unterhielten beide Männer ein Zentralnetzwerk, von dem aus kostenlose Kopien von Software, Videospielen und Kinofilmen herunter geladen werden konnten.

Die Männer könnte die Höchststrafe von fünf Jahren Haft, eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar sowie eine Entschädigung der Opfer und die Zerstörung des Materials, mit Hilfe dessen die Kopien erstellt wurden, erwarten. Die Verkündung des Strafmaßes wird für April erwartet. Die Beamten ermittelten verdeckt innerhalb einer 7.000 Mitglieder zählenden Internetgemeinschaft, die ihre Dateien gegenseitig austauschten. Die verdeckten Agenten haben Raubkopien im Wert von fast 25.000 Dollar von den Netzwerkzentralen der beiden Verurteilten herunter geladen.

Diese Verurteilungen sind die ersten in der Geschichte des Filesharing-Phänomens auf Bundesebene. Die Recording Industry Association of America und die Motion Picture Association of America wehren sich vehement gegen die für ihre Industrie schädlichen Internet-Tauschbörsen und versuchen mit gerichtlichen Schritten diese Sites zu schließen bzw. sie in legale Musik- und Filmbörsen, nach dem Vorbild von Napster oder iTunes umzuwandeln.

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Kommentare (9)Zum Thread »

1) jamez (19.01.2005, 15:45 Uhr)
Mal schauen wie lang es dauert bis es bei uns so weit ist, oder ob das überhaupt genauso passieren kann wie in Amerika, aber 5 Jahre sind schon heftig als Höchststrafe
2) Babe (19.01.2005, 15:46 Uhr)
In den USA kommt man in manchen Bundesstaaten auch in den Knast wenn man als Frau mit String-Bikini rumläuft... also smile
3) Blaubierhund (19.01.2005, 16:50 Uhr)
bei uns droht dir bei diesem tatbestand locker das selbe urteil. wer sowas professionell betreibt kann auch mit 5 jahren knast rechnen... den einfachen homeuser wirds wohl kaum so hart treffen aber manch einen dürfte auch ne geldstrafe schon ordentlich belasten.
4) Babe (19.01.2005, 16:55 Uhr)
Zitat:
Original von Blaubierhund
aber manch einen dürfte auch ne geldstrafe schon ordentlich belasten.

korrekt
5) Gast (19.01.2005, 17:30 Uhr)
oh ja da stimmt
6) ventu (19.01.2005, 17:35 Uhr)
Zitat:
Original von Blaubierhund
bei uns droht dir bei diesem tatbestand locker das selbe urteil. wer sowas professionell betreibt kann auch mit 5 jahren knast rechnen... den einfachen homeuser wirds wohl kaum so hart treffen aber manch einen dürfte auch ne geldstrafe schon ordentlich belasten.


Richtig. Ich glaube aber dennoch, dass sie sich auf professionelle Raubkopierer konzentrieren, die das kommerziell vermarkten. Da sind auch mehrere Jahre Haft durchaus berechtigt, für diejenigen, die solche Dienste nutzen, wäre übrigens auch eine Haftstrafe nicht schlecht - wer so dumm ist, hat nichts anderes verdient. Und jetzter erzähl mir bitte keiner, dass sie nicht wüßten, dass sie für illegale Inhalte bezahlen. (s.ftp-welt etc. )

Der Kampf gegen homeuser wäre ein verlorerner....sie werden, wie bisher, an einigen ein Exempel statuieren und somit versuchen, die anderen abzuschrecken (was ja auch teilweise gelingt). Denn durhc Gelfstrafen kann man den meisten Einhalt gebieten smile
7) Gast (19.01.2005, 17:39 Uhr)
Wann gibts endlich mal Strafen für Firmen, die mit einem Kopierschutz unbrauchbar gemachte Produkte verkaufen?
8) ventu (19.01.2005, 17:45 Uhr)
@cool solange es Leute gibt, die das Zeugs kaufen - warum sollten sie was ändern ?
9) Gast (19.01.2005, 22:18 Uhr)
Tja schafft das Geld ab..
Eine der wenigen guten Ideen von Star Trek..
Die Opensource-Gemeinde wächst und wächst.. Irgendwann interessiert sich niemand mehr für Software, die man zahlen muss..
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