Wettbewerbsverletzung: iTunes-User verklagt Apple


Erschienen: 09.01.2005, 14:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Thomas Slattery hat den Computerkonzern Apple wegen Wettbewerbsverletzung vor dem kalifornischen Bezirksgericht verklagt und fordert Schadenersatz. Wie die BBC berichtet, weigert sich Apple sein Musikformat für andere Digitalplayer als den hauseigenen iPod abspielbar zu machen. Somit werden iTunes-Kunden zum Kauf eines iPods gezwungen.

Das Gericht entschied, dass Apple sein Monopol auf dem legalen Markt mit Digitalmusik unrechtmäßig ausnützt, um den Wettbewerb im Bereich der digitalen Musikplayer zu unterlaufen. 2001 brachte Apple den iPod auf den Markt und eröffnete 2003 sein Onlinemusikgeschäft. Songs die über iTunes erworben werden, können nur auf dem iPod abgespielt werden.

Bislang hat der Konzernriese über sechs Mio. iPods und mehr als 200 Mio. Songs über den Musikservice iTunes verkauft. Das von Apple verwendete Format unterscheidet sich von dem anderer Musikplattformen wie Napster, Realplayer oder Musicmatch, die das weitverbreitete MP3-Format oder Microsofts Windows Media Player-Format verwenden. Mit einem Marktanteil von 87 Prozent dominiert Apple uneingeschränkt das Geschäft mit Digitalplayern.

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