Infineon liefert erste DDR3-Muster an Partner aus


Erschienen: 15.06.2005, 11:00 Uhr, Quelle: E-Mail, Autor: Patrick von Brunn

Infineon hat als erstes Unternehmen diverse Partner aus der Industrie mit DDR3-Komponenten und Speichermodulen versorgt. Erste Computersysteme ausgestattet mit der DDR3-Speichertechnologie werden in der zweiten Hälfte 2006 erwartet.

Bereits heute erreicht Infineon Datenraten von 800 bzw. 1067 MBit/sec, die weiteren Entwicklungsaktivitäten werden sich darauf fokussieren, diese bis auf 1600 MBit/sec zu steigern. Das bedeutet eine Verdopplung der maximalen Datenraten im Vergleich zu gängigen DDR2-Speichern. Weitere Vorteile von DDR3 betreffen die gesteigerte Leistungsfähigkeit bei geringem Stromverbrauch: die Versorgungsspannung der Speicher wird von 1,8 Volt bei DDR2 auf nur 1,5 Volt bei DDR3 reduziert.

Das Marktforschungsunternehmen iSuppli erwartet, dass DDR3-DRAM-Produkte im Jahr 2008 ihre Vorgänger DDR2 als Hauptvolumenprodukt ablösen werden. Die Marktforscher schätzen den Marktanteil von DDR3 in 2008 auf 55 Prozent. Die Volumenfertigung ist in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit passender Plattformen derzeit für Ende 2006 geplant. Momentan sind Module mit Kapazitäten zwischen 256 MB und 8 GB denkbar.

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Kommentare (5)Zum Thread »

1) Gast (15.06.2005, 15:49 Uhr)
weiß jemand wann die ersten boards kommen? Zunge raus
2) Babe (15.06.2005, 17:32 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
weiß jemand wann die ersten boards kommen? Zunge raus

das wird definitv noch ein wenig dauern, was den Retail angeht... laut dieser News wird es wohl noch bis 2007 dauern, zumindest was AMD betrifft.
3) Gast (15.06.2005, 17:32 Uhr)
Klingt ja nicht schlecht, aber solange die höhere Taktfrequenz durch immer mehr Waitzyklen ausgebremst wird, wird das mal wieder zum Etikettenschwindel. So sinnvoll, als ob man nur zum Fahrradfahren eine Autobahn baut.
4) Gast (16.06.2005, 10:27 Uhr)
Tjo.. So gesehen is DDR2 sogar totaler Käse.. Module mit CL4 oder höher entbehren sich mir jeder Logik..
Ich würde fast behaupten, den Grafikspeicher anzuzapfen wäre sinnvoller, als Riegel mit so hoher Latenz einzusetzen..
Hmm.. Könnte ein Denkanstoß für die Hardwareleute sein..
Unter Windows (2D Betrieb) wird man wohl kaum 256 oder gar 512 MB Grafikspeicher ausnutzen.. Da könnte man auch bissl was ans System abdrücken
5) Blaubierhund (16.06.2005, 18:32 Uhr)
@4)

so ein unsinn. wie kommst du auf cl4??

hier mal die vorteile von ddr3:

- höhere datenraten durch 8-Bit-Prefetch-Technologie (ddr2: 4-bit), d.h. höhere datenrate bei gleichem takt
- höhere taktraten möglich
- 15-20% kürze latenzzeiten (also die cl-schwäche von ddr2 wird ausgebessert nicht ausgeweitet)
- geringerer stromverbrauch (1,5 V statt 1,8V)
- serielles interface mit ddr3-technologie kombinierbar. dadurch sind extrem kurze latenzzeiten möglich und die herstellung von mainboards wird extrem vereinfacht.

unterm strich nur vorteile. im prinzip ist ddr3 der eigentlich wirklich durchdachte nachfolger von ddr1. ddr2 war eine voreilige zwischenstufe die sich am ehesten noch mit dem geringeren stromverbrauch (in notebooks sinnvoll) entschuldigen lässt. und evtl. in der kompakteren bauform der gba-module...
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