Apple darf gegen Online-Gerüchte vorgehen


Erschienen: 15.03.2005, 08:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Apple hat im Kampf gegen die Veröffentlichung von Firmengeheimnissen in Online-Foren von Apple-Fans einen Erfolg erzielt. Ein Gericht im kalifornischen Santa Clara bestätigte Apple das Recht, den E-Mail-Provider der Website PowerPage nach Hinweisen auf Informanten zu durchsuchen. Die freie Meinungsäußerung und auch der von den Bloggern beanspruchte Status als Journalisten spiele dabei keine Rolle, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

Auf der Website PowerPage und dem Apple-Fanforum AppleInsider hatten drei Blogger Artikel über ein Apple-Gerät namens Asteroid veröffentlicht. Das Gerät, das nach wie vor noch nicht auf dem Markt ist, soll Musikinstrumente mit Apple-Software verbinden. Offensichtlich ist viel Wahres an dem Gerücht, denn Apple will nun genau wissen, wo die Informationslücke im Unternehmen klafft. Ziel der Klage sind in diesem Fall laut IT-Portal Cnet aber nicht die Blogger oder die Websites selbst, sondern die unbekannten Personen, die Unternehmensgeheimnisse weitergegeben haben.

Das Gericht hat Apples Argumentation bestätigt, wonach es nicht um freie Meinungsäußerung geht. Die Veröffentlichung von Firmengeheimnissen in einem so frühen Stadium der Entwicklung kommt demnach geistigem Diebstahl gleich. Der Schutz von Unternehmensinformationen sei durch kalifornisches Recht und andere Gerichtsurteile längst bestätigt. Zudem sei dieser Schutz gerade im Technologiebereich essenziell. Der Fall hat nichts mit der Klage gegen die Apple-Fansite Think Secret zu tun.

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Kommentare (7)Zum Thread »

1) Gast (15.03.2005, 10:45 Uhr)
eine schweinerei ist das. wenn die ihre eigenen informationen nicht ausreichend schützen können, dann kann da die presse doch nix für...
2) Babe (15.03.2005, 12:14 Uhr)
Sie wollen ja auch nicht direkt gegen die Presse vorgehen, sie wollen die nur unter Druck setzen, dass die ihre Quellen bekannt geben. Sei es wie es will, ich würde sagen, dass es vielen anderen Unternehmen aus dem IT-Sektor genauso geht und es Gang und Gebe es.
3) Blaubierhund (15.03.2005, 12:30 Uhr)
also ich finde das vorgehen von apple nicht in ordnung. meiner ansicht nach ist das schädlich für die pressefreiheit...
4) Gast (15.03.2005, 18:29 Uhr)
SO ein Urteil ausgerechnet von dem Land, das staatlich organisiert massiv Industriespionage betreibt. Da lachen ja die Hühner!
5) Blaubierhund (15.03.2005, 21:25 Uhr)
na in welchem land denn sonst?? in gewissen arabischen oder asiatischen staaten hätt man die presseleut gleich zum tode verurteilt und in deutschland würde man einfach telefon und konto überwachen...
6) Gast (16.03.2005, 00:22 Uhr)
apple wird mir langsam unsympathisch, da überlege ich mir noch, ob ich eine ibook kaufen soll...
die werden langsam noch bekloppter wie die ms-schrott...
was sollen dann die ganzen zeitungen mit ihren news-reviews machen, die dürfen dann auch wohl nix mehr berichten, da diese information aus wahrscheinlich net ganz sauberen quellen stammen...
bin mal gespannt, ob jetzt diese ganzen apple-news-portale dicht machen, den ich glaube kaum, dass sie ihre quellen preis geben werden, wahrscheinlich wird der eine oder andere seine homepage in ein land verlegen, wo apples gesetze nix wert sind...
7) Blaubierhund (17.03.2005, 10:11 Uhr)
@6)
doch, berichten dürfen die noch. hättest du die news richtig gelesen, so wüstest du, dass apple die quellen der informationen (die ja aus dem eigenen hause kommen müssen) erfahren will. ansonsten gebe ich dir recht.
da apple allerdings die einzige funktionierende alternative zu M$ darstellt bleibe ich beim mac...
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