Sun stellt neuen UltraSPARC T1 Prozessor mit 8 Kernen vor


Erschienen: 14.11.2005, 16:00 Uhr, Quelle: E-Mail, Autor: Patrick von Brunn

Sun Microsystems präsentiert am heutigen Montag den neuen UltraSPARC T1 Multi-Core Prozessor, bislang bekannt unter dem Codenamen Niagara. Der erste High-Performance Prozessor mit weniger als 70 Watt an Energieverbrauch fließt in eine neue Produktlinie von Sun Fire Serversystemen ein, die noch in diesem Jahr vorgestellt wird. Die patentierte CoolThreads-Chiptechnologie nutzt die Architektur von Solaris 10 und soll vor allem in puncto Stromverbrauch, Kühlung und Platzbedarf deutlich schlanker als seine Vorgänger agieren.

Der UltraSPARC T1 Prozessor unterstützt die Chip-Multi-Threading (CMT) Technologie. Er besteht aus insgesamt acht Prozessorkernen mit jeweils vier Threads, kann also 32 Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Die gesamte CPU wird in 90 nm gefertigt und die einzelnen Kerne werden mit jeweils 1,2 GHz Takt betrieben. Vier Memory-Controller auf einem Chip sorgen dabei für die nötige Performance bei der Kommunikation mit Speichermodulen.

"Vor fünf Jahren bereits haben unsere Ingenieure die Beschränkungen gegenwärtiger Prozessor-Entwicklungen erkannt und machten sich daran, einen Prozessor zu entwickeln, der sowohl in höchstem Maße energieeffizient als auch parallel ausgelegt ist", erklärt David Yen, Executive Vice President Scalable Systems Group, Sun Microsystems Inc. "Das Ergebnis kommt einem ähnlichen Umbruch wie die Vorstellung der ersten RISC-Prozessoren gleich und könnte den Markt ähnlich stark beeinflussen, wie es bei Java zu beobachten war."

Die Auslieferung der neuen Sun Fire Server auf UltraSPARC T1 Basis erfolgt bis Ende dieses Jahres.

« Vorherige News Nächste News »
Weitere Meldungen

Kommentare (3)Zum Thread »

1) ventu (14.11.2005, 17:43 Uhr)
Naja, ob Sun es jemals wieder schaffen wird den früheren Status zurückzugewinnen ist eher fraglich.
Zudem muss man sagen, dass der Prozessor nur unter Java-Plattformen zur Geltung kommen kann - Firmen, die auf die auf die Entwicklungsumgebung .NET setzen (und das wird in Zukunft die Mehrheit sein) bleiben außen vor.

2) Babe (14.11.2005, 18:20 Uhr)
Sun will ja primär auch die eigene Software vorantreiben smile
3) Gast (14.11.2005, 20:44 Uhr)
Firmen, die auf die auf die Entwicklungsumgebung .NET setzen, kastrieren sich selbst.
Kommentar abgeben 


Sicherheitsabfrage
Bitte übertragen Sie den Code in das Eingabefeld!