Italiener entwickeln Wasserstoff-Batterie für mobile Geräte


Erschienen: 13.12.2006, 16:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Eine Gruppe von Wissenschaftlern des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Tecnologie Avanzate per l´Energia (ITAE) in Messina hat eine mit Wasserstoff betriebene Batterie für die Stromversorgung von tragbaren Elektronikgeräten entwickelt. Der ausschließlich aus lokalen Bauteilen konstruierte Prototyp besteht aus zehn in Serie geschalteten Niedrigtemperatur-Brennstoffzellen und kommt auf eine Leistung von 12 Watt bei einer Spannung von 9 Volt. Zusammen mit dem Wasserstoffspeicher nehmen sie ein Gewicht von 800 g und ein Volumen von 10 cm³ ein.

"Herzstück unserer Fuel-Cell ist ein polymerischer Elektrolyt (PEFC). Der große Vorteil ist, dass sie ohne Luftzufuhr auskommt und weder Erwärmungs- noch Befeuchtungsaggregate braucht", so Gaetano Cacciola, Projektleiter und Direktor des CNR-Tochterinstitutes. Der Wasserstoff ist in einer handelsüblichen Gasflasche gespeichert und reicht bei dem in einem Test verwendeten DVD-Player für rund fünf Stunden Spielzeit. Bisher hat sich die Brennstoffzellentechnik zur Stromversorgung portabler Elektronikgeräte wegen der hohen Kosten jedoch nicht auf breiter industrieller Basis durchsetzen können. Jetzt hoffen die Entwickler auf den Durchbruch.

Zur kommerziellen Umsetzung der Neuentwicklungen und Durchführung dazugehöriger Ausbildungsmaßnahmen ist deshalb die Einrichtung eines technischen Prüfzentrums geplant. Das auf knapp zehn Mio. Euro veranschlagte Vorhaben wird vom Umweltministerium in Rom und dem Industriereferat der Landesregierung von Sizilien mitfinanziert. Das ITAE wird sich während des bis zum Jahr 2010 laufenden Forschungsprogramms mit der Entwicklung von Niedrigtemperatur-Brennstoffzellen (DAFC, PEFC) beschäftigen. Zu den Auftraggebern des ITAE gehören unter anderem Daimler, Nuvera, Solvay und zahlreiche einheimische Universitäten.

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Kommentare (4)Zum Thread »

1) Gast (13.12.2006, 17:46 Uhr)
Das wäre eine Dichte von 80g/cm³. So superdichte Materialien gibt es (unter irdischen Bedingungen) gar nicht!
2) Gast (13.12.2006, 17:53 Uhr)
da geb ich dir allerdings recht
3) denjo (13.12.2006, 22:36 Uhr)
das ding braucht also keine luft, und wo kriegt es dann bitte seinen sauerstoff her?
also den sauerstoff nochmal extra zu speichern ist doch 1. umständlich, 2. platzintensiv, 3. teuer
4) Gast (14.12.2006, 14:10 Uhr)
ist ja wohl noch nicht so ganz ausgereift?? anscheinend ja ohne o2
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