Vietnam: Intel investiert 300 Millionen Dollar in neue Anlagen


Erschienen: 28.02.2006, 22:00 Uhr, Quelle: E-Mail, Autor: Patrick von Brunn

Intel gab heute bekannt, 300 Millionen Dollar in Ho Chin Minh Stadt, Vietnam, für den Bau der ersten Montage und Test (Assembly and Test) Anlage für Halbleiter zu investieren. Eine vergleichbare Investition der Halbleiterindustrie hat es in Vietnam bisher noch nicht gegeben und Intel bestätigt hiermit seine Pläne die Kapazität weiter auszubauen, um der gestiegenen Gesamtnachfrage zu begegnen. Die Anlage befindet sich bereits im Bau.

"Wir beglückwünschen das Land zu seinen Fortschritten beim Ausbau der technologischen Infrastruktur und zur Förderung der Bildungsarbeit, um die Qualifikation der heimischen Arbeitskräfte zu stärken," sagte Craig Barrett, Chairman der Intel Corporation. "Intel freut sich darauf, gemeinsam mit der vietnamesischen Regierung und den öffentlichen Unternehmen den technologischen Fortschritt und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes voranzutreiben."

Diese neue Anlage ist Teil Intels weltweiter Erweiterung der Produktionskapazität. Bis Ende des Jahres 2006 plant das Unternehmen weltweit mehr als 6 Milliarden Dollar in neue Anlagen zu investieren. Der neue Standort in Vietnam wird nach seiner Fertigstellung mit voraussichtlich 1.200 Mitarbeitern die siebte Montage Anlage in Intels weltweitem Netzwerk sein. Zu den bisherigen Montage Anlagen gehören: Penang und Kulim, Malaysia; Cavite, Philippinen; Chengdu und Shanghai, China; und San Jose, Costa Rica.

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Kommentare (3)Zum Thread »

1) Tobi (01.03.2006, 13:52 Uhr)
Dieses ganze Marketinggehabe geht mir langsam auf den Geist... Da behauptet er doch wirklich, dass die die Fabrik da hinbauen, damit die Bildung in dem Land steigt! Son Schwachsinn, warum sagt man nicht einfach: "Da kostet der Arbeiter nur einen Halben Dollar pro 4 Stunden und wir kriegen von der Regierung sogar noch Geld, damit wir unsere Anlage da hinbauen" - Es weiß doch eh jeder, dass es so ist und Firmen dieser größe Niemals in die Staaten investieren um die Bildung erhöhen zu wollen. Warum hauen denn alle aus Europa ab und niemand baut hier seine Assembly and Test-Anlagen? Mit Sicherheit weil die Bildung hier am höchsten ist...
2) Gast (01.03.2006, 15:34 Uhr)
Tja Tobi, mit Einschränkungen lass ich das gelten, aber z.B. AMD hat seine größten Werke in Europa, im deutschen Dresden um genau zu sein.... Und warum in Dresden und nicht in München? Weil in Dresden hochgebildete Mitarbeiter günstiger sind als in München und es außerdem von Dresden/Sachsen höhere Förderungen gibt..., die wiederum kommen zu großen Teilen aus dem EU-Topf, aus dem wiederum München/Bayern wesentlich weniger bekommt und daher nicht ganz so großzügig damit umgehen kann wie Sachsen.

Was mich an der ganzen Sache nur wirklich stört:
Solche Firmen bekommen für eine Ansiedlung Millionengelder an staatlicher Förderung, ich hatte noch vor zwei Jahren mein Unternehmen und hätte es wahrscheinlich heute noch, wenn der Staat mich mal etwas gefördert hätte. (30´000 € hätten mir schon gereicht) Aber als kleines, mittelständisches Unternehmen mit gerade mal 3 Mitarbeitern und 1 Azubi ist man ja nicht von interesse.... Das Ende vom Lied: Ich habe die Firma zu gemacht und alle Mitarbeiter entlassen. Das hat mir sehr weh getan aber ohne die notwendigen Investitionen hätte es nunmal nicht mehr lange weiter gehen können, also habe ich schluss gemacht bevor irgendwelche größeren Schulden da sind....
3) Tobi (02.03.2006, 15:19 Uhr)
Mit AMD magst du recht haben, aber wie viel Geld wird da wirklich reingepumpt, sei es von Deutschland oder der EU?? Ich wette, dass wenn die keine Subventionen mehr seitens der EU oder des Staates bekommen, dann sind die hier schneller weg als einer ihrer Prozessoren 1+1 rechnen kann. Und da solche Unternehmen extrem gefördert werden, bleibt halt nicht mehr viel Geld für andere Unternehmen übrig...
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