AMD fertigt extern - 30 Prozent Marktanteil bis 2008


Erschienen: 13.07.2006, 18:00 Uhr, Quelle: pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Der Singapurer Auftragsfertiger Chartered Semiconductor hat mit der Produktion und Auslieferung der ersten AMD64-Prozessoren für AMD begonnen. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten sind eines der Schlüsselelemente des kalifornischen Chipriesen, um dem Rivalen Intel Marktanteile abzuknöpfen, berichtet Cnet. Geht es nach den Prognosen von AMD-Managern könnten der Deal mit Chartered und der Ausbau der eigenen Kapazitäten AMD bis 2008 einen Marktanteil von 30 Prozent bringen. Derzeit kommt der Konzern auf 21 Prozent.

In einem ersten Schritt liefert Chartered nun Chips, die auf der 90 nm Technologie basieren. Ab Mitte 2007 sollen 65 nm Chips für AMDs Athlon 64 Prozessor-Serie folgen. Bereits im November 2004 haben Chartered und AMD ein entsprechendes Technologie- und Fertigungsabkommen unterzeichnet. Im Rahmen dieses Vertrages hatte AMD auch seine Produktionstechnologie an den Singapurer Auftragsfertiger lizenziert. Das erlaubt es Chartered, auch komplexe Projekte anzugehen. Zuvor war eine Partnerschaft zwischen AMD und dem taiwanesischen Chipspezialisten UMC an genau diesem Problem gescheitert.

Das Zentrum der AMD-Chipherstellung liegt in Dresden. In den kommenden Jahren sollen hier weitere 2,5 Mrd. Dollar in die Aufrüstung des Standorts gesteckt werden. Darüber hinaus ist eine neue Fabrik im US-Bundesstaat New York geplant, die kolportierte 3,2 Mrd. Dollar kosten soll. Eine endgültige Entscheidung über den Bau fällt in den kommenden Monaten. Derzeit vermiesen allerdings der Preiskampf mit dem Rivalen Intel sowie schwächelnde Verkäufe bei PCs und Notebooks dem Chipriesen das Geschäft. In den vergangenen drei Monaten blieb der Umsatz mit 1,215 Mrd. Dollar hinter den Erwartungen zurück.

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Kommentare (6)Zum Thread »

1) Gast (13.07.2006, 21:57 Uhr)
Man sollte sich bei AMD lieber Gedanken machen, mit welchen Produkten man die 30% Marktanteil erreichen will... Ich bin ja nicht der erste, der den Conroes und Kentsfields einen technologischen Vorsprung von mindestens einem Jahr einräumt...
2) Gast (14.07.2006, 11:41 Uhr)
Solange es den Conroe nicht in ausreichenden Stückzahlen gbt, was vor 2007 eh nicht der Fall ist, braucht sich AMD keinerlei Sorgen zu machen. Mitte 2007 kommt dann ja eh schon der K8L und wirds hoffentlich richten
3) Mr. Smith (14.07.2006, 15:32 Uhr)
So wie ich das seh wirds bald nen FX-62 für 400 € geben. Klingt für mich toll.
4) FUBAR (14.07.2006, 17:56 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
Solange es den Conroe nicht in ausreichenden Stückzahlen gbt, was vor 2007 eh nicht der Fall ist

Naja, angeblich ist der Conroe schon seit 2 Monaten in Produktion und die großen PC Hersteller werden seitdem fleissig damit beliefert. Es wird also zumindest kein Papierlaunch, schließlich ist Intel nicht ATI.

Ob sich AMD noch so gut am Markt behaupten kann, hängt jetzt wohl in erster Linie von den Preisen ab. Die sollten mindestens 50 % runter gehen.
5) Gast (14.07.2006, 21:06 Uhr)
hm, 1,2 Mrd. Umsatz, dachte AMD würde schon in etwas größeren Dimensionen arbeiten. Bei Siemens ist das etwa der jährliche Gewinn Augenzwinkern
6) Gast (15.07.2006, 00:57 Uhr)
viel mehr Umsatz wird das wohl in nächster Zeit auch nicht werden, Intel hat mit dem Conroe einen für AMD übermächtigen Prozessor gebracht, dem AMD wohl noch nichts entgegensetzen kann.
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