HP: Drahtloser Speicherchip lässt RFID alt aussehen


Erschienen: 17.07.2006, 17:00 Uhr, Quelle: pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Ein Forschungsteam von Hewlett-Packard hat einen neuartigen Speicherchip entwickelt, der physische Objekte mit digitalen Informationen ausstattet. Ähnlich einem RFID-Sticker, kann HPs drahtloser "Memory Spot" auf Fotos, Dokumenten oder Identitätsausweisen angebracht werden. Neben weiteren Informationen kann so zusätzliches Video- oder Audiomaterial gespeichert werden, das über ein entsprechendes Lesegerät abgerufen werden kann. Im Gegensatz zu bestehender RFID-Technologie soll HPs Entwicklung kostengünstiger in der Produktion sein sowie weitaus höhere Übertragungsraten und Kapazitäten ermöglichen.

Der 2 bis 4 mm² kleine Chip besitzt eine integrierte Antenne und weist eine Datentransferrate von bis zu zehn Megabit pro Sekunde auf. HP zufolge nutzt der Memory Spot das gleiche Frequenzspektrum wie Bluetooth, was die Ausstattung mobiler Geräte wie Handys oder Notebooks mit entsprechenden Lesefunktionen erheblich erleichtert würde. Die derzeitigen Prototypen, die in 180 nm Bauweise hergestellt wurden, weisen eine Kapazität von 256 Kilobit bis vier Megabit auf. HP zufolge, soll diese Kapazität aber problemlos erweiterbar sein. Die Energieversorgung erfolgt auf passivem Weg durch das Lese- und Schreibgerät, durch die minimalen Verbindungszeiten wird der Verbrauch allerdings als minimal angegeben.

Wann die Technologie massenmarkttauglich umgesetzt werden kann, ist indes noch ungewiss. Die HP-Entwickler gehen derzeit aber von einer Vorlaufzeit von einigen Jahren aus. Als angepeilten Stückpreis für die wiederbeschreibbaren Chips gab HP 10 bis 50 Cent an. "Der Einsatz der Memory Spots ist in unterschiedlichsten Bereichen vorstellbar. Denkbar wäre zum Beispiel eine Umsetzung im Rahmen von Patienten-Monitoring in Krankenhäuser."

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Kommentare (4)Zum Thread »

1) Caliban (17.07.2006, 19:50 Uhr)
hmm 4 megabit sind nicht wirklich viel...
512Kilobyte wenn ich mich nicht täusche!?
und für zusätzliches fotomaterial reicht das ja dann nur in begrenztem maße...
aber übertragungsrate find ich toll^^
da hat man in einer halben sekunde den chip leer Stinkefinger
2) Babe (17.07.2006, 23:42 Uhr)
Zitat:
Original von Caliban
hmm 4 megabit sind nicht wirklich viel...

Man sollte immer berücksichtigen über welche Größe von Chip man hier spricht. Zum Vergleich: Ein UMTS Handy hat etwa auch 2 MBit/s Datenrate und das kann hübsch Multimedia wiedergeben.
3) Caliban (18.07.2006, 13:47 Uhr)
Zitat:
Original vom Beitrag
Die derzeitigen Prototypen, die in 180 nm Bauweise hergestellt wurden, weisen eine Kapazität von 256 Kilobit bis vier Megabit auf.


damit ist doch der speicher gemeint oder?
4) Babe (18.07.2006, 13:52 Uhr)
Zitat:
Original von Caliban
Zitat:
Original vom Beitrag
Die derzeitigen Prototypen, die in 180 nm Bauweise hergestellt wurden, weisen eine Kapazität von 256 Kilobit bis vier Megabit auf.

damit ist doch der speicher gemeint oder?

Korrekt.
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